3. „Das ist eure letzte Verwarnung.“
Wer diesen Satz ausspricht, sollte ihn auch so meinen. Auch, wenn das Durchsetzten von Konsequenzen anstrengend sein kann und Zeit kostet.
Denn stellt die Klasse einmal fest, dass solche Ankündigungen nicht konsequent umgesetzt werden, zeigen sie schnell keine Wirkung mehr. Die Folgen sind dann allemal anstrengender und zeitfressender.
4. „Ihr bekommt die Klassenarbeit am Mittwoch zurück.“
Für viele Schülerinnen und Schüler stellt sich die Ankündigung der Klausurkorrektur oftmals als leeres Versprechen dar. Dabei ist es keine Lüge, eher ein guter Vorsatz. Und wie das eben so mit guten Vorsätzen ist … (Warum das so ist und wie Sie dagegen vorgehen können, schildert der Beitrag „Prokrastinieren Sie noch oder korrigieren Sie schon?“)
5. „Ihr habt nicht immer einen Taschenrechner dabei.“
Dank Smartphones gehört dieser Spruch der Vergangenheit an. Besser eine andere Begründung suchen. Aber vielleicht nicht gerade diese:
6. „Wozu man das lernen muss? Das braucht man später im Leben ständig.“
Die Frage nach dem Sinn stellen Schülerinnen und Schüler häufig. Und sie hat auch ihre Berechtigung. Mitschuld sind z. B. straffe Lehrpläne, die kaum Zeit lassen, regelmäßig praxisbezogenen Unterricht zu machen. Seien Sie auf diese Frage vorbereitet, denn eine Antwort wie die oben genannte, kann kaum einen Schüler bzw. eine Schülerin motivieren. In seinem „Halbtagsblog“ schildert Jan-Martin Klinge, wie er zum Thema „Wozu braucht man das eigentlich?“ steht.
7. „Das kommt alles in der Klausur dran.“
Fallen die Reizworte „Klassenarbeit“, „Klausur“ oder „Test“, werden die Schülerinnen und Schüler wieder aufmerksamer. So hofft der ein oder andere Lehrende zumindest – und streut sie immer wieder in den Unterricht ein ;-)
8. „Dein Smartphone behalte ich bis zu den Ferien.“
Diese kleine erzieherische Notlüge verbreitete vielleicht in der Vergangenheit einmal Angst und Schrecken, heute wissen Ihre Schülerinnen und Schüler beinahe besser über ihre Rechte Bescheid als Sie selbst …