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Viele Berufe haben „Nebenwirkungen“, die nicht in einer Berufsbeschreibung stehen würden. So müssen Schornsteinfeger damit umgehen können, dass ihnen wildfremde Menschen an die Arbeitskleidung, bevorzugt deren Knöpfe, fassen, während auch die tierliebsten Postboten häufig eine gewisse Vorsicht entwickeln, wenn nach ihrem Klingeln an den Haustüren ein Bellen ertönt.
Lehrerinnen und Lehrern ergeht es da nicht anders.
Am beitragsende finden Sie den Beipackzettel "Lehrerberuf" zum Doewnload :)
Gäbe es für den Lehrerberuf einen Beipackzettel wie für Arzneimittel, könnten dort diese 10 Nebenwirkungen aufgeführt sein:
Welche Nebenwirkungen sind bei der Ausübung des Lehrerberufs möglich?
Bei den folgenden Nebenwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie überwiegend dosisabhängig sind und von Lehrkraft zu Lehrkraft aufgrund unterschiedlicher Arbeitsweisen und Gewohnheiten differierend ausfallen können.
Häufig:
- Vernachlässigung von Grundbedürfnissen (z. B. Essen, Trinken, Toilettenbesuch) aufgrund von konstant bestehendem Zeitmangel
- Probleme, Schule und Freizeit zu trennen;
erhöhtes Gefährdungspotential, z. B. durch Anrufe von Eltern am Wochenende, einen Stapel unkorrigierter Arbeiten auf dem Esszimmertisch, abendliche bis nächtliche Unterrichtsvorbereitungen …
- Kribbelndes Gefühl in den Fingern beim Anblick von Rechtschreib-, Zeichen- und Grammatikfehlern;
erhöhtes Gefährdungspotential durch Nutzung sozialer Medien und Messenger-Diensten
- Kreidestaub an der Kleidung;
inzwischen sinkendes Risiko durch Zunahme von digitalen Tafeln und Whiteboards