3. Werde ich mit der ständigen Beobachtung umgehen können?
Im Referendariat steht man regelmäßig unter Beobachtung: Ihre Stunden werden von Ihren Mentoren, Ausbildern am Seminar und der Schulleitung beobachtet und bewertet.
Versuchen Sie am besten, die Zuschauer in der hinteren Reihe so gut es geht auszublenden. Wenn Sie nebenher noch versuchen, deren Mimik und den Grund dafür zu deuten, schafft das nur Verunsicherung.
Um das Referendariat gut zu überstehen, ist es auch wichtig, die Kritik, und die wird es immer wieder geben, richtig einzuordnen.
Versuchen Sie, Ihre Ausbilder nicht als Gegner zu sehen. Vielleicht treffen auch Sie einmal nicht den richtigen Ton und manchmal erscheinen Sie überkritisch.
Letztendlich dürfen in dieser Phase aber noch Fehler gemacht werden. Je mehr Sie machen, desto mehr können Sie aus ihnen lernen :)
Holen Sie sich bei Bedarf Hilfe von Kolleginnen und Kollegen an Ihrer Schule oder von anderen Referendarinnen und Referendaren.
Dazu kommt: Je genauer Sie durch erhaltene Kritik wissen, was Ihre Ausbilder gerne sehen möchten, desto besser!
Ein Tipp vieler ehemaliger Referendarinnen und Referendare: Versuchen Sie in der Lehrprobe die Meinung Ihrer Ausbilder über eine gute Stunde umzusetzen. Selbst, wenn Sie selbst andere Ansichten haben. Später können Sie Stunden ganz nach Ihrem Geschmack halten.
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4. Kann ich dem anhaltenden Druck und Stress standhalten?
Die bereits erwähnte Arbeitsbelastung, die andauernde Beobachtung und Stresshöhepunkte wie die Lehrproben, von deren Ergebnis so viel abhängt, sorgen leicht dafür, dass Sie unter starkem Druck stehen.
Um die eigene körperliche und seelische Belastbarkeit nicht überzustrapazieren, sollten Sie „Ref_freie“ Zeiten schaffen. In diesen Auszeiten können Sie alles tun, was nichts mit Schule und Referendariat zu tun hat: Abschalten mit Freunden, ein gutes Buch lesen, Bewegung oder die Lieblingsserie schauen.
Wichtig ist auch eine ausgewogene Ernährung und ausreichend zu trinken, um die Energiereserven wieder aufzuladen.
5. Was, wenn ich feststelle, dass der Lehrerberuf nicht das Richtige für mich ist?
Die Angst, zu versagen bzw. festzustellen, dass man nicht für den Beruf geeignet ist, auf den man so lange hingearbeitet hat, ist trotz langsam steigender Praxisanteile im Lehramtsstudium bei vielen vorhanden.