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Alternativen zum Lehrerberuf

Alternativen zum Lehrberuf

Praxisschock, Stellenmangel und Unzufriedenheit – nicht für jeden ist der Lehrerberuf ein Job auf Lebenszeit. Alternativen sind gefragt!

Mit dem Antritt eines Lehramtsstudiums ist der weitere Berufsweg scheinbar bereits vorgezeichnet: Nach dem Studienabschluss mit dem 1. Staatsexamen folgen das Referendariat, das 2. Staatsexamen, dann der Schuldienst bis zum Ruhestand.

Aber was passiert, wenn Ihnen die Realität einen Strich durch die Rechnung macht? Wenn es keine passende Stelle gibt oder Sie feststellen müssen, dass Sie als Lehrerin oder Lehrer einfach nicht glücklich werden?

Auf Ursachensuche

Gerade der Lehrerberuf ist prädestiniert für Fehlentscheidungen: Das Berufsbild steht anders als bei vielen Studienfächern von Beginn an fest und eine Sicherheit versprechende Verbeamtung ist in den meisten Bundesländern die Regel. Auch die Möglichkeit, sich die Arbeitszeit für die Unterrichtsvorbereitung oder Korrekturen flexibel einteilen zu können, wird von vielen als Vorteil gewertet. Und nicht zuletzt kennt jeder aus seiner Schulzeit vermeintlich die Anforderungen dieses Berufs und kann sich mit seinen Interessen dank der breiten Fächerauswahl wiederfinden. Diese Vorteile können leicht leise Zweifel an der Berufswahl verschwinden lassen.
Vorerst.

Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob ein Lehramtsstudium das Richtige für Sie ist, bietet die Informationsplattform „Career Counselling for Teachers“ sogenannte Selbsterkundungs-Verfahren an. Dabei handelt es sich um professionelle Tests, die Ihnen bei der Entscheidung wichtige Hilfestellungen geben können.

Auch das Beratungstool SeLF des Münchener Zentrums für Lehrerbildung der Ludwig-Maximilians-Universität München bietet die Möglichkeit einer Eignungsreflexion mit Filmimpulsen.

Bis zum 1. Staatsexamen studieren viele ohne Probleme; die Begeisterung für die gewählten Fächer und der didaktischen Theorie ist ja vorhanden.

Doch dann beginnt das Referendariat:  Obwohl die Lehrerausbildung inzwischen in kaum einem Bundesland noch komplett praxisfrei abläuft, lernen noch immer viele Lehramtsstudenten den wirklichen Schulalltag mit den ersten eigenverantwortlich gehaltenen Stunden und den großen und kleinen Alltagsproblemen erst in dieser druckintensiven Zeit kennen. Etwa jeder Fünfte wird Opfer des sogenannten „Praxisschocks“:

Praxisschock, Qualität der Lehrerausbildung

Quelle: Vodafone-Stiftung, Studie: „Lehre(r) in Zeiten der Bildungspanik“, 2012; Grafik: Betzold

Wenn Zweifel zum ständigen Begleiter werden: durchhalten oder hinschmeißen?

23% der bereits im Beruf stehenden Lehrerinnen und Lehrer haben nach Angaben der Studie „Lehre(r) in Zeiten der Bildungspanik“ (2012) der Vodafone-Stiftung bereits einmal ernsthaft über die Aufgabe des Lehrerberufs nachgedacht. Nicht befragt wurden allerdings diejenigen, deren Bedenken schon vor dem Eintritt in den Schuldienst so groß waren, dass sie sich nach beruflichen Alternativen zum Lehrerberuf umgesehen haben.

Gehören Sie zu der Gruppe von angehenden Lehrerinnen und Lehrern oder Referendarinnen und Referendaren, die zweifelt, ob sie mit dem Lehramtsstudium auf die falsche Karte gesetzt hat, hilft nur eines: Nicht durchdrehen und sich der Frage stellen, ob der hohe Leistungsdruck und die unzähligen neuen Situationen mit denen Sie konfrontiert werden, das eigentliche Problem sind, oder ob die Anforderungen des Lehrerberufs für Sie grundsätzlich kein erfülltes Berufsleben ermöglichen.

Ist ersteres der Fall, heißt es dranbleiben, Hilfe und Rat von Kolleginnen und Kollegen suchen und, wenn Sie sich noch im Referendariat befinden,  die speziellen Schwierigkeiten mit Ihren Mentorinnen und Mentoren oder der Seminarleitung besprechen. Mit jedem Schuljahr wird die Zahl der Unterrichtsmaterialien, auf die Sie zurückgreifen können, wachsen und Sie gewinnen Erfahrungen, die Ihnen z.B. bei Unterrichtsstörungen, der Organisation des Schulalltags oder im Umgang mit Schülereltern helfen.

Wenn Sie sich über einen eventuellen Abbruch des Referendariats oder den Berufswechsel noch nicht sicher sind oder Auskunft über Alternativen suchen,  können Sie z.B. bei den  Bildungsgewerkschaften, dem Personalrat oder den schulpsychologischen Beratungsstellen um eine Beratung bitten.

Überlegen Sie auch, ob Ihre Schwierigkeiten evtl. mit der Schule, an der Sie unterrichten, zusammenhängen könnten. In diesem Fall besteht die Möglichkeit eines Wechsels – auch während des Referendariats können Sie einen Antrag auf einen Änderung von Schule und evtl. dem Seminar stellen.

Kommen Sie aber zu dem Schluss, dass Sie einfach keine Freude am Unterrichten von Kindern und Jugendlichen haben, nicht ausreichend motiviert und herausgefordert sind, ist es an der Zeit Ihre beruflichen Möglichkeiten zu sondieren.

Die Erkenntnis, dass der Lehrerberuf nicht unbedingt eine Tätigkeit auf Lebenszeit sein muss, betrifft übrigens nicht nur frisch angehende Lehrerinnen und Lehrer:  Besonders die Aussicht auf nur geringe Aufstiegsmöglichkeiten kann für arrivierte Lehrpersonen überaus frustrierend sein und einen Berufswechsel sinnvoll machen.

Schwanken Sie noch, sollten Sie folgende Regelung unbedingt bedenken: In einigen Bundesländern existiert eine Frist, die festlegt, wie viel Zeit zwischen dem 1. Staatsexamen und dem Antritt des Referendariats liegen darf. Lassen Sie diese verstreichen, ist ein erneuter Leistungsnachweis erforderlich. In Baden-Württemberg ist das beispielsweise ab dem fünften Jahr nach dem (bestandenen) ersten Staatsexamen der Fall.

Auszeit auf Zeit: Das Sabbatjahr

Alles von gleich auf jetzt hinter sich zu lassen und den Sprung ins Ungewisse zu wagen, ist aber nicht für jeden das Richtige. Für Lehrerinnen und Lehrer, die bereits im Beruf arbeiten, gibt es eine Möglichkeit einen längerfristig geplanten Wechsel zu überdenken: Das Sabbatjahr.

Es bietet die Chance, Abstand zum Schulalltag zu gewinnen, alternative berufliche Optionen zu testen und mehr Klarheit durch Weiterbildungen und Praktika zu gewinnen. Sollte sich im Laufe der Auszeit dann zeigen, dass die die Lust am Unterrichten in der Schule doch noch da ist – man vielleicht nur den Kopf wieder frei bekommen musste – steht der Weg zurück offen.

Die Rahmenbedingungen zum Sabbatjahr für verbeamtete Lehrkräfte unterscheiden sich je nach Bundesland, da Bildung Sache der Länder ist. Angestellte Lehrerinnen und Lehrer müssen die Konditionen der Auszeit mit dem Arbeitgeber meist  individuell vereinbaren.

In der Regel ist es möglich, sich das „Sabbatical“ durch den Verzicht auf einen Teil des Gehalts anzusparen. Wer z.B. im fünften „Spar-Jahr“ frei möchte, erhält  für fünf Jahre nur 4/5 des vollen Gehalts – hat im fünften Jahr allerdings keine Unterrichtsverpflichtung. Üblich ist eine Vorlaufzeit von einem bis sechs Jahren. Da die unterrichtsfreie Zeit meist am Ende der Ansparzeit steht, ist eine langfristige Planung nötig.

Weitere Infos zum Sabbatjahr finden Sie z.B. in unserem Blog-Beitrag „Sabbatical – Auszeit von der Schule auf Zeit“.

Alternativen zum Lehrberuf

Sobald die Entscheidung gefallen und der Mut aufgebracht ist, einzugestehen, dass der eingeschlagene Berufsweg nicht zum Ziel führt, beginnt die Suche nach einer Alternative.

Bevor Sie mit dem Verfassen von Bewerbungen beginnen können, ist aber eine Standortbestimmung nötig: Warum hat Sie der Lehrerberuf nicht glücklich gemacht, wo liegen Ihre Stärken, Kompetenzen und Interessen und was könnte aufgrund Ihrer Eigenschaften (sind Sie introvertiert oder extrovertiert, arbeiten Sie lieber zurückgezogen oder präsentieren Sie gern, arbeiten Sie gut in Drucksituationen …) gut zu Ihnen passen. Um eine zweite Fehlentscheidung zu vermeiden, bieten noch immer Praktika die beste (wenn auch nicht die bestbezahlte) Möglichkeit, einen Eindruck von der Berufspraxis zu gewinnen.

Literatur-Tipp: Der Ratgeber „Lebenslang Lehrer? Alternativen zum Lehrerberuf“ zeigt durch Erfahrungsberichte, einer Liste mit Berufsmöglichkeiten sowie Selbsttests Optionen für erfahrene Lehrerinnen und Lehrer sowie Referendare auf, die den Gedanken tragen, dem Schuldienst den Rücken zu kehren.

Während Ihres Studiums und als Referendarinnen und Referendare konnten Sie sich gute Kenntnisse in den studierten Fächern, wissenschaftliches Arbeiten, methodisch-didaktische Kompetenzen und weitere Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen, die Sie als Bewerber konkurrenzfähig machen. Und Sie haben als Lehramtsstudent gelernt, sich schnell auf neue Themen einzustellen, die relevanten Informationen dazu zu beschaffen und diese zu verarbeiten.

Und noch ein Tipp für alle, die sich gerne individuell beraten lassen möchten oder weitere Infos und Tipps suchen:

Lehrer | Schüler – Die Bildungsdienstleister ist ein Beratungsunternehmen aus der Bildungsbranche, das sich speziell an Lehrkräfte und Referendare richtet, die aus dem Beruf aussteigen oder das Referendariat abbrechen wollen. Neben einem individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmten Konzept für Ihren Verbleib in dem Lehrerberuf oder die Suche nach beruflichen Alternativen außerhalb des Schulsystems durch Ihren persönlichen Karriereberater erhalten Sie im Lehrer | Schüler-Blog Inspiration und Einschätzungen zu wichtigen Entwicklungen in dem Bildungswesen.

Gute Chancen bieten schulnahe Berufe

Gute Chancen bieten sich in schulnahen Bereichen.
Diese Option ist interessant, wenn Sie an der Vermittlung von Wissen durchaus Freude hatten, nur die Klientel noch nicht die richtige war (zu große Klassen, Disziplinprobleme, Desinteresse am Unterrichtsstoff, kein Zugang zu Kindern/Jugendlichen …). Beispiele hierfür sind Stellen an Nachhilfeinstituten, Kinder- und Hausaufgabenbetreuung, Sprachschulen bzw. Kurse für Deutsch als Fremdsprache, Lehrtätigkeiten an Kliniken/Reha-Zentren oder an deutschen Schulen im Ausland. Auch Weiterbildungen als Natur und Umweltpädagoge sind eine Option. In den meisten der genannten Einrichtungen unterrichten Sie kleinere Gruppen, wodurch auch die Zahl von Unterrichtsstörungen und anderen Disziplinschwierigkeiten sinkt.

Vielleicht bieten auch die alternativen Lehr- und Lernansätze an Einrichtungen wie Montessori- oder Waldorfschulen den pädagogischen Spielraum, der Ihnen an der öffentlichen Schule gefehlt hat. In der Regel sind hierfür Zusatzqualifikationen erforderlich.

Ihre Vermittlungskompetenzen sind auch in der Erwachsenenbildung, beispielsweise an Volkshochschulen, Abendschulen oder den Bildungszentren der Kammern (wie der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer), gefragt. Da sich Erwachsene  in der Regel freiwillig für den Unterricht entscheiden, können Sie mit motivierten Schülern rechnen. Neben Bildungs- und Weiterbildungsangeboten für die Sie durch Ihre Fächerkombination qualifiziert sind, eignen sich Themen wie Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung, Fitness, Arbeitstechniken, Rhetorik und Kommunikation. Hier können Sie Ihre Fähigkeiten in der Vermittlung mit evtl. nachträglich erworbenen Qualifikationen kombinieren.

Alternativen zum Lehrberuf

Eine mögliche Alternative zum Schuldienst bietet der Bereich der Erwachsenenbildung, Quelle: Betzold

Punkten können Sie auch bei Lehrmittelfirmen und Schulbuchverlagen. Dort werden immer wieder Mitarbeiter mit fachlichen, pädagogischen und didaktischen Kenntnissen (v.a. mit 2. Staatsexamen) gesucht. Besonders wenn Sie Berufserfahrung mitbringen und an Ihrer Schule keine Karriereperspektive sehen, lohnt es sich an den Stellen nachzuhaken, die dem Thema Schulbildung eng verbunden sind, wie z.B. Regierungspräsidien, Kultusministerien oder Studienseminare.

Oder doch ein kompletter Neuanfang?

Und selbst wenn Sie die Lehrtätigkeit vollkommen zu den Akten legen möchten, können Sie doch in verschiedenen Berufsfeldern von ihr profitieren. Allerdings müssen Sie damit rechnen, dass Sie sich auf dem Weg zum neuen Job weiterbilden oder sogar komplett neu starten müssen – jedoch mit einem „Plus“ an Wissen und Erfahrung aus der Lehrerausbildung!

Um in den auf Lehramt studierten Fächern konkurrenzfähig zu sein, ist möglicherweise der Weg zurück an die Universität sinnvoll, v.a. wenn kein Abschluss vorliegt, der dem Master gleichwertig ist.

Eine Übersicht über die verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen bietet die Broschüre der Bundesagentur für Arbeit „Lehrerinnen und Lehrer. Arbeitsmarkt und Alternativen“ ab Seite 18 (gefunden auf der Homepage des Studienbüros Bildungswissenschaften der Univesität Mainz). Über die Suchmaschine des Deutschen Bildungsservers „InfoWeb Weiterbildung“ und „KURSNET“, ein Portal für Weiterbildungskurse, Aufbau- und Zusatzstudiengänge der Bundesagentur für Arbeit, können Sie nach passenden Angeboten in Ihrer Nähe suchen.

Wenn einer der Gründe gegen den Schuldienst Ihr großes wissenschaftliches Interesse an Ihrem Fach war, sollten Sie auch die Möglichkeit einer Promotion nicht vergessen! Gerade in geisteswissenschaftlichen Fächern ist ein Doktortitel auf dem Arbeitsmarkt ein entscheidender Vorteil.

Noch ein letzter Rat: Bescheidenheit mag eine Zier sein, hilft Ihnen im Moment aber nicht weiter. Durch Ihre Ausbildung haben Sie einen Wissens- und Methodenvorsprung gegenüber anderen Bewerbern. Dazu kommen weitere Qualifikationen und Fortbildungen. Machen Sie PR in eigener Sache und nutzen Sie Ihre Kontakte!

Der Wissenschaftsladen Bonn bietet für auf seinem Stellenportal eine Übersicht über Stellenangebote in den Bereichen „Umweltschutz und Naturwissenschaften“ sowie „Bildung, Kultur und Sozialwesen“. Unbedingt reinschauen!

Übrigens: Auch Gene Simmons, Frontmann von Kiss und ehemals Grundschullehrer, Sting, ehemals Englisch- und Musiklehrer oder Thomas Gottschalk, ehemals angestrebtes Berufsziel Grund- und Hauptschullehrer für Geschichte und Deutsch, haben dem Kreidestaub und Korrigieren entsagt und eine Alternative gefunden!

Über Bettina Kroker

Seit 2014 arbeite ich bei Betzold in Ellwangen als Online-Redakteurin. Im Betzold-Blog möchte ich Lehrerinnen und Lehrern den ein oder anderen Tipp weitergeben, der den Schulalltag erleichtert und Zeit spart. Da ich stets auf der Suche nach neuen, interessanten Blog-Themen bin, freue ich mich immer über Ihre Vorschläge: blog@betzold.de.

4 Kommentar

  1. Lehrer Abschluss ist Abschluss mit seinem Leben!

  2. Euer Betzold Blog-Team

    Liebe Juli,

    diese Frage ist für einen Außenstehenden schwer zu beantworten. Ich kann aber das Projekt Career Counselling for Teachers empfehlen (http://www.cct-germany.de/). Die Seite bietet Laufbahnberatungen für Lehrer an.
    Mithilfe von wissenschaftlich fundierten Fragebögen, sogenannten Selbsterkundungsverfahren, bietet das Projekt die Möglichkeit, verschiedene Themen zu reflektieren und die eigenen Interessen, Motivationen, Kompetenzen und Erfahrungen besser einzuschätzen. Die Fragebögen werden sofort automatisch ausgewertet und man erhält eine ausformulierte Bilanz und eine Detailauswertung mit Empfehlungen und Informationen.

    Ein offenes Ohr für solche Bedenken sollten auch die Beratungsstellen an der Uni oder Hochschule haben.

    Ich hoffe, ich konnte ein bisschen weiterhelfen.

    Liebe Grüße
    Bettina

  3. Vielen Dank für den sehr sachlich und gleichzeitig positiv geschriebenen Artikel.
    Ich stehe gerade vor der Entscheidung, ob ich das Lehramtsstudium durchziehen oder abbrechen soll. Ich habe das halbjährige Schulpraktikum abgebrochen, weil ich komplett überfordert war mit all den neuen Eindrücken: Inhalte, die ich im Studium nicht gelernt hatte, superlanger Anfahrtsweg, Mentoren, die sich überhaupt nicht gekümmert haben, lustlose Schüler, hoher Lärmpegel usw.
    Der Tipp, dass man sich fragen sollte, ob der Lehrerberuf wirklich nichts für einen ist oder man „nur“ überwältigt ist von all den Herausforderungen, ist an sich sicher gut! Aber woran erkenne ich das? Ich habe keinerlei Spaß am Unterrichten verspürt, da die negativen Aspekte alles überlagert haben.

  4. Lehrer oder Lehrerin an einer deutschen Auslandsschulen scheint mir keine Alternative für Leute zu sein, denen die Klassen zu groß sind, oder die kein Interesse an Kindern und Jugendlichen haben. An deutschen Auslandsschulen sind die Klassen nicht unbedingt kleiner, sondern manchmal größer und Kinder sind auch dort Kinder. Die Arbeit wird für viele zusätzlich durch die kulturellen Unterschiede als anstrengender empfunden, weil die Kinder anders reagieren, die Kollegen sich anders verhalten als erwartet und die bisher für allgemeingültig gehaltenen Werte von den Menschen in einem anderen Land nicht geteilt werden.
    Auslandsschulen sind eher für Lehrerinnen und Lehrer, die aus der gewohnten Umgebung raus wollen und neue Erfahrungen machen wollen. Man sollte dafür viel Energie, Geduld und Offenheit mitbringen.

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