Vertrauen oder Zweifeln?
Doch das scheinbar amüsante Thema kann für Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler schnell ernst werden:
Das passiert, wenn Sie Ihr Vertrauen in einen Schüler setzen, an den Hund – um bei unserem Beispiel zu bleiben – mit der Papier-Vorliebe glauben und dann erfahren, dass es diesen Vierbeiner überhaupt nicht gibt. Klar, nun fühlt man sich auf den Arm genommen, ärgerlich oder verletzt, weil das Vertrauen missbraucht wurde.
Auf Schülerseite kann es aber genauso passieren, dass die junge Besitzerin eines hausaufgabenzerstörenden Hundes mit ihrer wahren Geschichte bei Ihnen abblitzt. Nun ist sie wütend, enttäuscht und fühlt sich nicht ernst genommen.
Eine knifflige Situation: Einerseits sollen Sie den Schülerinnen und Schülern moralisches Handeln und Werte vermitteln und dürfen das Schwindeln nicht unkommentiert lassen, andererseits sind – besonders jüngere – Kinder schnell verletzt, wenn Sie ihnen nicht glauben oder ihr Erlebnis mit einer flapsigen Antwort abtun.