Was aber bedeutet nun angemessene Kleidung?
- Ein Referendar im Anzug oder die Referendarin im Business-Look mit Rock und Bluse? Dies ist sicher nicht das passende Outfit für Lehramtsanwärter und wirkt zudem overdressed und unnötig überzogen.
- Sakko und Blazer? Gehört meistens zur Garderobe der Schulleitung, deshalb nur zu bestimmten Anlässen zu empfehlen.
- Jeans und ein unifarbenes Hemd bzw. Bluse? Wirkt stilvoll angemessen und für den Schulalltag als die genau richtige Mitte. Wichtig ist hierbei ein korrekter und gepflegter Stil, der modern sein kann, sich jedoch klar von den Schülerinnen und Schülern abgrenzen sollte.
- Freizeitlook oder ausgeleierte Pullover? Lieber nicht. Schülerinnen und Schüler entwickeln Respekt und Anerkennung für eine Person, über deren Stil sie sich nicht immer auslassen werden.
Man merkt schnell, dass es nicht die leichteste Aufgabe ist, sich passend und angemessen zu kleiden. Damit kein Bad im Fettnäpfchen resultiert, empfiehlt sich ein Kleidungsstil der goldenen Mitte zu wählen.
Kleidung ist ein Wohlfühlfaktor und andere merken schnell, wenn sich jemand in eine Garderobe zwingt, die aufgesetzt ist und künstlich erscheint.
Noch ein weiterer Tipp: Kombinieren und wechseln Sie Kleidung und Schuhe. Jeder kennt das vernichtende Urteil von Schülerinnen und Schülern über einen Lehrer, „der seit vierundzwanzig Jahren den gleichen grau-grün karierten Pullover trägt“.
Noch mehr Infos zum Thema gibt’s in unserem Beitrag „Lehrerkleidung – Machen Kleider Lehrer?“.
2. Die Kunst der Natürlichkeit – Authentizität & Sympathie
Nicht nur die pädagogische Garderobe sollte keine Verkleidung, auch das Auftreten sollte authentisch und nicht gespielt sein.
Alles Künstliche wirkt aufgesetzt und schadet der eigenen Reputation. Das reicht vom Kleidungstil bis hin zum Sprachstil. Etwas Dialekt ist kein Beinbruch und kann durchaus sympathisch sein, er sollte jedoch in Maßen praktiziert werden, da sonst unnötig Verwirrung entsteht. Im Gegenzug ist auch ein aufgesetztes Hochdeutsch keine gute Alternative, da dies schnell künstlich und unprofessionell wirken kann.
Für den Umgang mit Vorgesetzten, wie beispielsweise der Schulleitung, gibt es kein pauschalisiertes Rezept, hier zählt Empathie und Menschenkenntnis. Er sollte jedoch stets höflich und respektvoll sein. Gewinnbringende zusätzliche Eigenschaften für einen guten Vorbereitungsdienst für das Lehramt sind Freundlichkeit, Offenheit, Engagement, Kreativität und Teamfähigkeit.
3. „Ordnung ist das halbe Leben …“ – Organisation & Zeitmanagement
Um zwischen Stundenvorbereitungen, Seminaren, Lehrproben und Korrekturen den Überblick zu behalten, ist es für angehende Lehrerinnen und Lehrer überlebenswichtig, sich um seine Organisation und sein Zeitmanagement nicht nur zu kümmern, sondern es auch zu optimieren.
„Ordnung ist das halbe Leben, ich lebe in der anderen Hälfte“, ein gerne modifizierter Satz der bekannten Weisheit, ist hier der falsche Leitspruch. Denn Ordnung ist für den Lehrerschreibtisch und gegebenenfalls den Lehrercomputer (mit Taskmanagern und Tools wie Evernote oder Wunderlist) von großer Bedeutung.
Das Arbeitszimmer aufzuräumen hilft, Dinge schneller zu finden und für Vorbereitungen schneller griffbereit zu haben, was wiederum Zeit spart. Eine klare Strukturierung der digitalen Ablage des Arbeitscomputers soll der Ablage Ihres Arbeitszimmers ähneln. Kryptische Abkürzungen sowie unnötige Verzweigungen vermeiden Sie besser.