Lerntypen
Laut Frederic Vester gibt es verschiedene Lerntypen, die am besten über bestimmte „Kanäle“ Information aufnehmen.
Diese vier „Kanäle“ sind:
- auditiv
- visuell
- haptisch
- verbal-abstrakt
Es können auch sogenannten Mischformen auftreten, wie z. B. der audiovisuelle Typ.
Obwohl diese Theorie umstritten ist, findet man trotzdem sehr viele Anwendungsbeispiele in der Lernpädagogik, besonders in den Bereichen frühkindliche Bildung und Grundschule. Kinder haben die Möglichkeit, ihre Umgebung zu erkunden, indem sie Sachen anfassen, hören, selbst ausprobieren und darüber sprechen oder nachmachen. Sie lernen, indem sie selbst etwas machen oder tun, sogenanntes „Learning by doing“.
In diesem Alter nimmt „spielen“ als wertvolle, pädagogische Tätigkeit noch einen anderen Stellenwert ein. Durch Spielen können Kinder mit allen Sinnen beim Ausprobieren Dinge herausfinden und beim Experimentieren Erfahrungen sammeln.
Die Rolle des Bildschirms
In Zeiten zunehmender Digitalisierung befürchten viele pädagogische Fachkräfte und Eltern, dass die Kinder zu viel Zeit vor einem Bildschirm verbringen. Hierbei ist oft gemeint, dass die Kinder sogenannte „passive Nutzerinnen und Nutzer“ sind, weil sie vorgefertigte Inhalte wie Videos „konsumieren“. Aber muss das so sein? Könnte man den Kindern nicht kreative, “aktive“ Lernmöglichkeiten anbieten, die auch pädagogisch wertvoll sind?
Die KMK schreibt in dem Bericht Lehren und Lernen vom Dezember 2021 Folgendes zu dem Thema:
„Digitale und analoge Lehr-Lern-Settings sind mit Blick auf die Qualitätskriterien guten Unterrichts gelingend miteinander zu verbinden. Für das Feedback sollten zunehmend auch computergestützte, interaktive und sanktionsfreie Rückmeldungen genutzt werden, die durch Adaptivität das individualisierte Üben gezielt unterstützen.“
Herauszulesen ist, dass eine „Verschmelzung“ des analogen und digitalen Lernens inzwischen anstrebenswert ist. Es geht nicht darum, ob analog ODER digital, sondern vielmehr um die Kombination von analogen UND digitalen Komponenten, um die bestmöglichen Lernergebnisse zu erzielen.
| Analoge Lernspiele |
Digitale Lernspiele |
| Benötigen keinen Strom + sind nicht fehleranfällig |
Benötigen keinen Aufbewahrungsplatz |
| Motorische Fähigkeiten können besser gefördert werden |
Können oft auch von Einzelspielerinnen und -spieler gespielt werden |
| Fördern Kommunikation und soziale Interaktion |
Bringen neue Möglichkeiten: z. B. Interaktivität, virtuelle Realität |
Inzwischen existieren auch Mischformen von analogen und digitalen Lernspielen, die Vorteile aus beiden Welten vereinen!