Was sind die Ziele des neuen Digitalpakts Schule?
Der Digitalpakt 2.0 ist die Fortführung des ersten Digitalpakts Schule und soll die digitale Bildungsinfrastruktur in Deutschland sichern und weiterentwickeln.
Während der ursprüngliche Digitalpakt den Aufbau einer grundlegenden technischen Ausstattung im Fokus hatte, zielt der Digitalpakt 2.0 stärker auf nachhaltige Strukturen, digitale Schul- und Unterrichtsentwicklung, Fortbildungen und eine pädagogisch sinnvolle Nutzung digitaler Medien im Unterricht ab. Auch gemeinsame digitale Lösungen und Standards über Ländergrenzen hinweg spielen eine größere Rolle. Bei der Fortbildung von Lehrkräften wird unter anderem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) berücksichtigt.
Bundesbildungsministerin Karin Prien sagte dazu gegenüber eGovernment: „Damit stehen nicht nur Mittel für Geräte und Infrastruktur bereit, vielmehr liegt auch ein Fokus auf Verstetigung: Wir wollen IT-Administration professionalisieren, pädagogische Konzepte stärken und die Fortbildung von Lehrkräften weiter fördern.“
Wann geht’s los?
Der Digitalpakt 2.0 ist am 1. September 2026 gestartet. Die Vereinbarung läuft bis zum 31. Dezember 2030. Durch den vorzeitigen Maßnahmenbeginn können auch Vorhaben gefördert werden, die bereits ab dem 1. Januar 2026 begonnen wurden.
Wie viel Geld steht für das neue Förderprogramm zur Verfügung?
Insgesamt stehen 5 Milliarden zur Verfügung. Bund und Länder beteiligen sich je zu 50 Prozent an der Förderung.
- Der Bund stellt für den Digitalpakt 2.0 insgesamt 2,5 Milliarden Euro bereit. Davon entfallen 2,25 Milliarden Euro auf den ersten Handlungsstrang, der gezielt Investitionen in die digitale Bildungsinfrastruktur unterstützt. 2,1375 Milliarden Euro davon sind für landesbezogene Maßnahmen vorgesehen und werden nach dem Königsteiner Schlüssel verteilt. Weitere 112,5 Millionen Euro stehen für länderübergreifende Vorhaben zur Verfügung, mit denen gemeinsame digitale Lösungen und technische Standards entwickelt werden.
- Dazu kommt die Initiative „Digitales Lehren und Lernen“, die mit 250 Millionen Euro gefördert werden soll. Sie hat das Ziel, die evidenzbasierte Weiterentwicklung der digitalen Lehrkräftebildung zu stärken.
- Die Länder bringen ebenfalls 2,5 Milliarden ein. Dabei ist allerdings zu beachten, dass ein großer Teil dieser Landesmittel, rund 2 Milliarden Euro, durch bereits geplante Maßnahmen der Länder angerechnet werden kann. Der Schub durch die Fördermittel könnte dadurch weniger deutlich ausfallen als beim ohnehin besser finanzierten Digitalpakt Schule.