Lehrerin zeigt Schülerin etwas im Heft
Saubere Schule
Aktualisiert: 29.04.2025

Nachhaltige Ideen für die Schule: 7 Tipps für umweltfreundliches Unterrichten

Der Lehrerberuf ist durchaus materialintensiv. Besonders, wenn die digitalen Möglichkeiten begrenzt sind, ist der Papierverbrauch hoch. Aber auch davon abgesehen ist der Bedarf an Unterrichtsmaterialien groß. Was also tun, wenn man möglichst nachhaltig arbeiten möchte? Auch, um den Schülerinnen und Schülern ein Vorbild zu sein? Hier finden Sie 7 nachhaltige Ideen für die Schule.
Bettina Kroker
Bettina Kroker
Online-Redakteurin
Halfpoint – stock.adobe.com 

Die allerbeste Möglichkeit, Umwelt und Klima zu schonen, wäre der Verzicht auf den Kauf oder Verbrauch neuer Materialien. 

Ganz ohne geht es aber natürlich auch nicht. Unterrichtsmaterialien helfen den Schülerinnen und Schülern, Inhalte zu visualisieren und ermöglichen eine abwechslungsreiche, motivierende Unterrichtsgestaltung. 

Gesucht ist also ein Mittelweg. Sie können sich vor einer Anschaffung z. B. fragen, wie wichtig der Kauf für den Unterricht ist, wie häufig das Lehrmittel zum Einsatz kommen kann und ob es vielleicht ressourcenschonende Alternativen gibt. 

Einige Optionen zeigen wir Ihnen hier:

Laminieren nachhaltig gestalten

Das Laminiergerät ist besonders für Grundschullehrerinnen und -lehrer ein guter Freund: Eingeschweißt sind Materialien aus Papier länger haltbar und können mit abwischbaren Folienschreibern immer neu beschriftet werden.

Andererseits bestehen die Folien aus Kunststoff. Papier und Folie sind nach dem Laminieren praktisch untrennbar miteinander verbunden, was das Recyceln schwer macht. Was also tun?

Wenn Sie diese Punkte mit „ja“ beantworten, kann Laminieren sinnvoll sein, andernfalls sollte das Papier besser ohne Folie genutzt werden:

  • Ich verwende das Material häufig, z. B. in Kombination mit Magneten, als wiederverwendbares Tafelmaterial.
  • Die Kinder arbeiten häufig mit dem Material, es muss deshalb robust sein.
  • Das Material soll wiederverwendbar sein, muss aber beschriftet werden.

Material im Format DIN A4 können Sie auch in die wiederverwendbaren Lerntaschen von Betzold einlegen, um es zu beschriften. So müssen Sie es nicht immer wieder neu ausdrucken. Die unterschiedlich farbigen Ränder können Sie nutzen, um das Material leichter den Fächern zuzuordnen. 

Wenn Sie wiederverwendbares Material für die Tafel suchen, sind die magnetischen Moderationskarten eine gute Option. Sie lassen sich abwischen und haften an allen magnethaftenden Flächen.

Arbeitsblätter und Co - Papierverbrauch reduzieren

Deutschland liegt beim Papierverbrauch deutlich über dem EU-Durchschnitt (Quelle: BR.de). Auch an Schulen stehen die Druck- und Kopiergeräte selten länger still. 

  • Eine einfache Maßnahme im Sinne der Umwelt ist der Wechsel zu Recyclingpapier, dessen Qualität heute mit Papier aus neuen Rohstoffen vergleichbar ist. Das deutsche Umweltzeichen „Blauer Engel“ kennzeichnet besonders umweltfreundliche Produkte.
  • Gibt es an Ihrer Schule und in den Klassenräumen Mülltrennung, sodass Papier separat gesammelt und entsorgt werden kann? 
  • Um Papier zu sparen, können Sie, wenn möglich, Blätter beidseitig bedrucken.
  • Bei älteren Schülerinnen und Schülern oder Ausdrucken für Ihren Bedarf können Sie die Druckfläche auch verkleinern, sodass zwei DIN-A4-Seiten auf einen Ausdruck passen.
  • Achten Sie beim Erstellen der Arbeitsblätter auf eine „tonerfreundliche“ Gestaltung. Grafiken, die mehr mit Umrissen als ausgefüllten Darstellungen arbeiten, sind dabei sinnvoll. Neben der Schriftgröße können Sie die Auflösung etwas reduzieren, um Farbe zu sparen. 
  • Wo es möglich ist, können Aufgaben und Materialien digital zur Verfügung gestellt werden. So kann in vielen Fällen ein Ausdruck vermieden werden.

Umweltfreundliche Pausensnackverpackung nutzen

Bei der Verpackung des Pausensnacks können Sie leicht einiges an Abfall vermeiden. Brotdosen und wiederverwendbare Trinkflaschen ersetzen Plastik- und Alufolie. Wer auf Plastik komplett verzichten will, greift zu Edelstahl. Auch Bienenwachstücher sind eine gute Alternative. Sie eignen sich besonders für Obst und Gemüse, weniger für fettige Produkte, da sich im Kontakt mit ihnen Wachsbestandteile lösen können.

Die Tücher können Sie ganz einfach auch selbst mit den Schülerinnen und Schülern aus Bienenwachspastillen und Stoffresten herstellen:

Nachhaltige Lehrertaschen wählen

Eine stabile, auf die eigenen Bedürfnisse angepasste Tasche ist für Lehrerinnen und Lehrer ein Must-have! Auch beim Material hat jeder seine Präferenzen. Soll es Leder sein, wäre eine Secondhand-Tasche oder eine Tasche aus wiederverwendetem Leder eine nachhaltige Wahl.

Textile Varianten bieten auch bei Neukäufen ressourcenschonende Alternativen:

  • Taschen aus recyceltem Meeresplastik
  • Taschen aus recyceltem Autoschrott (Airbags, Autogurte)
  • Taschen aus recycelten PET-Flaschen
  • Taschen aus recyceltem und veganem Kraft-Tex-Papier

Weitere Lehrertaschen finden Sie im Betzold Onlineshop.

Die papierfreie Lehrertasche

Komplett papierfrei funktioniert vielleicht nicht bei jedem, aber den Papierbedarf etwas zu reduzieren ist machbar. Dank digitaler Alternativen können Sie einiges ersetzen, das die Lehrertasche üblicherweise füllt. Das spart nicht nur Papier, sondern macht die Tasche auch um einiges leichter.  

  • Digitale Schulbücher: Viele Lehrbücher sind auch als eBook erhältlich. Die digitalen Ausgaben enthalten häufig Zusatzmaterialien, eine Stichwortsuche und die Möglichkeit, Passagen zu markieren oder kommentieren.
  • Digitale Schulplaner: Es gibt verschiedene Apps, die das Planen von Terminen, die Anwesenheitskontrolle, Noten und Kalender ermöglichen. Wichtig ist, auf datenschutzkonforme Lösungen zu achten und sich die Verwendung vorab von der Schulleitung genehmigen zu lassen.
  • Tool für Unterrichtsplanung und -notizen: Programme wie Evernote oder OneNote können Sie hier unterstützen, Papier zu reduzieren.
  • Tablet: Möglich ist natürlich auch ein Smartphone, aber auf dem Tablet sind die Anwendungen einfacher und übersichtlicher zu bedienen. 

Lehrmittel aus nachwachsenden Rohstoffen

Lehrmittel bestehen häufig aus Kunststoff. Inzwischen gibt es Alternativen zu erdölbasierten Kunststoffen, die zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Auch in diesem Bereich ist die Forschung noch nicht an ihrem Ende, es müssen beispielsweise weitere Recyclingmaßnahmen erarbeitet werden, und auch die Vielfalt der möglichen Alternativen wird sich sicher in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Aus unserer Sicht ist es jedoch ein erster Schritt in die richtige Richtung. 

Nachhaltigkeit im Unterricht thematisieren

Integrieren Sie Umwelt- und Klimaschutz aktiv in den Unterricht, indem Sie nachhaltige Projekte oder Mitmachaktionen durchführen. Durch Challenges wie „papierfreie Woche“ oder „Müllfrei-Pausenbrot“ können Schülerinnen und Schüler spielerisch lernen, ressourcenschonend zu handeln. Auch Gespräche über Umweltschutz, Recycling oder nachhaltigen Konsum helfen, ein Bewusstsein für verantwortungsvolles Handeln im Alltag zu schaffen.

Im Beitrag "Nachhaltigkeit in den Schulalltag integrieren" erhalten Sie weitere Tipps.

Beim Bemühen, nachhaltig zu handeln, stoßen wir immer wieder an unsere Grenzen. Je mehr Gedanken man sich macht, umso deutlicher wird, dass es kein einfaches Thema ist. Wie oft muss ich beispielsweise eine Brotdose benutzen, bis sie eine bessere Ökobilanz als die Frischhaltefolie hat?

Grundsätzlich kann man aber sagen, wer sich vor dem Konsum Gedanken macht, abwägt und eine überlegte Entscheidung trifft, tut bereits einiges für Klima und Umwelt!

Noch wichtiger ist wahrscheinlich die Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht, um die nächste Generation zu sensibilisieren. Dass auch Kinder und Jugendliche einiges bewirken können, zeigt nicht zuletzt die Bedeutung von Fridays for Future. Denn neben dem eigenverantwortlichen, nachhaltigen Handeln benötigt es auch politische Entscheidungen, um Klima- und Umweltschutz voranzubringen. 

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Wer schreibt hier?

Bettina Kroker
Online-Redakteurin
Seit 2014 arbeite ich bei Betzold in Ellwangen als Online-Redakteurin. Im Betzold-Blog möchte ich Lehrerinnen und Lehrern den ein oder anderen Tipp weitergeben, der den Schulalltag erleichtert und Zeit spart. Da ich stets auf der Suche nach neuen, interessanten Blog-Themen bin, freue ich mich immer über Ihre Anregungen: