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Laminieren: Tipps für perfekt laminiertes Unterrichtsmaterial

Ein Hoch auf die Laminierfolie!

Woran erkennt man einen Lehramts-Referendar beim Einkaufen?
Am laminierten Einkaufszettel!

Natürlich ist das  übertrieben – aber wirklich nur leicht 😉

Das Laminiergerät steht ziemlich weit oben auf der Liste der beliebtesten Hilfsmittel zur erfolgreichen und effizienten Bewältigung des Schulalltags!

Unter Grundschullehrerinnen und -lehrern und während des Referendariats wird wahrscheinlich ein etwas leistungsfähigeres Exemplar nötig sein. Ganz ohne kommen aber nur Wenige aus, denn wer laminiert, spart Zeit – und die ist im Lehrerberuf bekanntermaßen Mangelware!

Einmal in der Folientasche geborgen, sind Materialien aus Papier vor der allzu schnellen, häufig durch den Kontakt mit Schülerhänden (oder –mündern) verursachten Abnutzung gesichert. So sparen Sie sich bei regelmäßig benötigten Mitteln das immer neue Drucken, Kopieren und Zurechtschneiden.

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Die Profis am Laminiergerät

Auch in anderen Berufen wird laminiert. Aus Sicht von Lehrkräften ist das aber in der Regel lediglich eine Basisnutzung: Meist werden nur A4-Dokumente vor Schmutz, Feuchtigkeit oder Eselsohren geschützt.

Laminieren

Laminiertes Arbeitsmaterial hält einfach länger, Quelle: Betzold

Lehrerinnen und Lehrer arbeiten dagegen geradezu virtuos und kreativ mit den matten oder glänzenden Kunststofftaschen (wir überspitzen wieder nur leicht): Da werden Kopiervorlagen für Arbeitsblätter, Freiarbeitskärtchen oder diverses Tafelmaterial eingeschweißt (Laminiertes hält dort nicht nur mit Hilfe eines Magneten oder Klebebands, sondern für einige Minuten auch einfach auf einer angefeuchteten Fläche) und teilweise liebevoll zurechtgeschnitten.

Andere stabilisieren den selbstgemalten Christbaumschmuck der Schüler, Pflanzenschilder für den Schulgarten, konservieren Laubblätter für den Sachkunde- bzw. Biounterricht oder machen Klassenzimmerdeko wie Fensterbilder haltbar und ansehnlich. Eckenabrunder, Schere und Schneidegerät sind dabei die hilfsbereiten Kumpane des Laminators.

Laminieren Schule

Die Einsatzgebiete des Laminiergeräts sind vielfältig, Quelle: Betzold

Viele schneiden das Material schon vor dem Laminieren zurecht, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass ein laminierter Rand um das gerade geschaffene „Artefakt“ für die Haltbarkeit unentbehrlich ist. Bei einem richtig eingestellten, leistungsstarken Gerät und nicht zu starkem Papier ist dieser Arbeitsschritt nicht unbedingt nötig. Solange es trocken aufbewahrt wird und die Schüler keine Leidenschaft für das „Auseinanderknibbeln“ der Materialien haben …

Laminier-FAQs

Für alle die, die gerade erst auf dem Weg zum Profi-Laminierer sind, hier die Klärung der wichtigsten Fragen:

  • Kalt- oder Heißlaminieren?
    Für das Kaltlaminieren ist nicht unbedingt ein extra Gerät nötig, nur spezielle Folien (wobei manche Heiß-Laminiergeräte auch fürs Kaltlaminieren geeignet sind, Vorteil: eine gleichmäßige Stärke des Drucks und deshalb etwas schönere Ergebnisse).
    Die Folien sind selbstklebend: Einfach die Schutzfolie wie bei einem Aufkleber abziehen, Papier auflegen, Folientasche zusammenklappen und festdrücken. Diese Variante empfiehlt sich für alle, die besonders hitzeempfindliche Dokumente laminieren möchten oder sich keinen Laminator anschaffen möchten (solche Menschen soll es gerüchteweise ja auch geben). Allerdings ist diese Versiegelung nicht so haltbar und schützt weniger zuverlässig vor Feuchtigkeit – lässt sich dafür, anders als bei heiß laminierten Objekten, relativ gut wieder ablösen und es ist möglich, eine Folie einseitig aufzubringen.
    Fürs Heißlaminieren brauchen Sie ein Laminiergerät, das die Laminiertasche mit Ihrem Dokument mithilfe mehrerer motorbetriebener Walzen einziehen und zusammenpressen kann. Auf den Laminierfolien befindet sich ein Klebstoff, der bei einer auf die Folien- und Papierstärke abgestimmten Temperatur im Laminiergerät schmilzt und nicht nur Folie auf Folie, sondern auch Folie auf Papier sicher (und untrennbar) verklebt. Wenn Sie ein gutes und richtig eingestelltes Gerät besitzen, sollten Ihre Materialien nach dem Laminieren dauerhaft vor Dreck, Feuchtigkeit und Knicken sicher sein. Besonders bei größeren Formaten (ab A4) erzielen Sie mit dieser Variante die besseren Ergebnisse.

    Laminieren

    Beim Heißlaminieren werden die Materialien sicher und dauerhaft eingeschweißt, Quelle: Betzold

  • Welches Folienformat?
    Vor dem Kauf sollten Sie sich unbedingt Gedanken darüber machen, ob Sie auch DIN A3-Formate laminieren möchten. Ein A3-geeignetes Laminiergerät schweißt wiederum auch alle kleineren Materialien zuverlässig ein. Für die Schule werden Sie wahrscheinlich nur selten A3-Formate laminieren (meist dann, wenn eine gute Sichtbarkeit für eine größere Gruppe notwendig ist, z.B. für Klassenregeln oder für Präsentationszwecke draußen). Allerdings spart es auch Zeit, wenn Sie so mehrere kleine Objekte in einen Laminiervorgang packen.

    Laminieren

    Je größer dieLaminierfolie, umso mehr Materialien können laminiert werden, Quelle: Betzold

    Vielleicht können Sie die Schulleitung ja überzeugen, einen qualitativ hochwertigen (= schnellen), A3-fähigen Laminator für das Lehrerzimmer anzuschaffen, von dem alle profitieren können.

  • Aufwärmzeit und Laminierdauer – ist das relevant?
    Ein großer Vorteil der leider oft hochpreisigeren Laminiergeräte ist die kürzere Aufwärmzeit (die Spanne reicht etwa von einer bis nervtötenden zehn Minuten) und ein zügiger Durchzug der Folien. Viele günstigere Laminatoren sollten nach einer bestimmten Betriebszeit (etwa eine halbe Stunde) etwas pausieren, da sie sonst zu heiß werden und wellige Folien produzieren.
    Sind Sie Viel-Laminierer,  von Wartezeiten schnell gereizt oder vielleicht schon laminiersüchtig (= Sie haben sich in dem Mensch mit dem laminierten Einkaufszettel wiedererkannt), werden Sie mit einem 30 bis 60 Euro-Gerät wohl nicht glücklich, für Gelegenheits-Laminierer ist das aber absolut ausreichend.
  • Wie wähle ich die richtige Folienstärke?
    Die Stärke der Laminiertasche wird in Mikron bzw. Mikrometer (mic) angegeben. Wollen Sie nur etwas vor Schmutz oder Feuchtigkeit schützen (z.B. Fotos), kommen Sie mit einer Stärke von etwa 2×80 mic  (Vorder- und Rückseite der Tasche) aus; knickfest wird es ab ca. 2x 125 mic. Für Materialien, die Sie (bzw. Ihre Schüler) sehr häufig nutzen oder die Sie für den Außenbereich brauchen, eignet sich eine Folienstärke ab 200 mic pro Seite.
    Werfen Sie vor dem Kauf unbedingt einen Blick auf die Leistungsstärke des Laminiergeräts, nicht alle sind für sehr dicke Folien geeignet.
    Ganz wichtig: Stellen Sie die Temperatur passend zur gewählten Folienstärke ein! Ist das Gerät zu kalt, halten die Folien nicht richtig, ist es zu heiß, kann das Dokument beschädigt werden oder es entstehen die unschönen Wellen. Bei manchen Geräten haben Sie keine Möglichkeit, die Temperatur zu regulieren. Der Nachteil ist, dass Sie dann nur eine sehr kleine Auswahl an geeigneten Folienstärken haben (Hersteller-Angabe beachten!).
  • Wie dick dürfen die Materialien sein?
    Alles in Papierstärke sollte kein Problem sein. Manche Geräte schaffen auch stärkere Materialien. Oft (aber nicht immer) gibt die Anleitung des Laminators Auskunft. Hersteller und Vertreiber sollten auf jeden Fall weiterhelfen können. Ist das Objekt zu dick, klebt die Folie nicht ausreichend oder es wird (in extremen Fällen) während des Laminierens aus der Tasche gedrückt und bleibt im dümmsten Fall im Gerät hängen.

    Laminieren

    Achten Sie beim Laminieren, ob die gewählte Folienstärke von Ihrem Gerät laminiert werden kann, Quelle: Betzold

    Dazu eine kleine Anekdote aus der Reklamationsabteilung: Vor einigen Jahren entdeckte unser Elektriker in einem reklamierten Gerät beim Auseinanderschrauben eine Scheibe Wurst. Die Frage nach dem „Warum?“ konnte bis heute nicht geklärt werden. Wir raten aber deshalb sicherheitshalber vom Laminieren von Wurst unbedingt ab 😉 Wem kein Foto oder ein Bild eines Wursträdchens ausreicht, muss zum Vakuum-Folienschweißgerät greifen.

  • Was sind Carrier oder Foliencover?
    Viele Laminier-Veteranen kennen sie noch: Carrier bzw. Foliencover. Diese wiederverwendbaren Schutzhüllen waren bei älteren Geräten notwendig. Sie befördern das Papier, das eingeschweißt werden soll, sicher und unter gleichmäßiger Druckverteilung durch das Laminiergerät. Bei der neueren Laminatoren-Generation sind sie in der Regel nicht mehr notwendig. Verwenden Sie Carrier nur, wenn es der Hersteller Ihres Geräts empfiehlt! Die Walzenabstände sind andernfalls nicht darauf eingestellt und das Ergebnis wird nicht besser, sondern unbefriedigender ausfallen.
Vielleicht haben Sie sich auch schon mal geärgert, dass laminierte Materialien aufgrund des etwas größeren Formats oft nicht in die entsprechend großen Prospekthüllen passen. Vorgelochte Laminierfolien sind leider etwas teurer und das direkte Lochen der Folie sieht nicht so schön aus – und wer nicht aufpasst, hat Löcher im Arbeitsblatt. Eine Lösung sind Prospekthüllen, die nicht nur oben, sondern auch an der gelochten Seite geöffnet sind. Hier finden auch die größeren laminierten Blätter Platz.

Wir wünschen ein fröhliches Laminieren ganz nach dem Motto: Laminierende Lehrer leben leichter 😉

Über Bettina Kroker

Seit 2014 arbeite ich bei Betzold in Ellwangen als Online-Redakteurin. Im Betzold-Blog möchte ich Lehrerinnen und Lehrern den ein oder anderen Tipp weitergeben, der den Schulalltag erleichtert und Zeit spart. Da ich stets auf der Suche nach neuen, interessanten Blog-Themen bin, freue ich mich immer über Ihre Vorschläge: blog@betzold.de.

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