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Klassendienste

Klassendienste

So erleichtern Klassendienste den Schulalltag

Hinter einem reibungslos verlaufenden Schultag steckt immer eine gute Organisation. Klassendienste sind dabei sehr hilfreich: Wenn jeder weiß, was er zu tun hat, spart das Unterrichtszeit und leidige Diskussionen, wer zu häufig oder zu selten etwas machen muss.

Klassendienste lehren aber auch, Verantwortung für eine Aufgabe zu tragen, die für die gesamte Klassengemeinschaft wichtig ist. Es sind zwar nur kleine Tätigkeiten, die erledigt werden sollen, doch schon Grundschüler lernen, selbstständig zu handeln und sich so zu organisieren, dass die Zeit für den übertragenen Dienst nicht zu knapp wird.

Einteilung der Klassendienste

KlassendiensteAm besten sind immer zwei Schüler für einen Dienst zuständig. Dann wird die Aufgabe auch erledigt, wenn ein Kind krank ist. Manche Aufgaben sind zu zweit auch besser und schneller zu schaffen.

 

Sollten Sie bemerken, dass einer im Zweierteam immer alles macht und der andere sich ausruht, können Sie auch einen Chef und einen Stellvertreter benennen. Der Chef ist allein für eine Aufgabe zuständig, kann aber beim Stellvertreter um Hilfe bitten und wird bei Abwesenheit durch ihn vertreten. In der nächsten Woche wird getauscht.

Es gibt Dienste, die mehr oder auch weniger Zeit- und Arbeitsaufwand erfordern. Damit kein Schüler benachteiligt ist und jeder auch mal unangenehmere Aufgaben bewältigen muss, wie vielleicht den Mülldienst, sollten Sie die Pflichten regelmäßig neu verteilen.

Klassendienste

Um den Überblick zu behalten, wer zu welchem Dienst eingeteilt ist, hilft eine Klassendienst-Tafel, Quelle: Betzold

Am gerechtesten ist es, wenn die Verantwortlichen reihum von Dienst zu Dienst weiterwandern.

Um den Überblick zu behalten, können Sie beispielsweise Symbolbilder für die verschiedenen Klassendienste anfertigen und Kärtchen mit den Namen Ihrer Schüler laminieren. Die Bilder der Dienste werden im Klassenzimmer aufgehängt und mit Klammern, Magneten oder Klebestreifen können Sie die Namen der Schüler den Aufgaben zuordnen. Immer wenn ein Wechsel ansteht, werden die Namenskärtchen um ein Bild verschoben. Da Sie wahrscheinlich mehr Schüler als Dienste haben, ist für die Namenskärtchen der Schüler, die gerade ohne Aufgabe sind, ein „Urlauber“-Symbolbild eine mögliche Lösung.

Klassendienste

Alle Schüler, die gerade zu keinem Dienst eingeteilt sind, sind Urlauber 🙂 , Quelle: Betzold

Welche Klassendienste sind sinnvoll?

Das hängt natürlich von der Situation in Ihrem Klassenzimmer ab: Ist das Zimmer mit einer interaktiven Tafel ausgestattet, braucht man keinen Tafeldienst, aber vielleicht einen Mediendienst. In unserer Liste führen wir die gängigsten Klassendienste auf. Wählen Sie einfach aus, was für Sie sinnvoll ist.

KlassendiensteTafeldienst: Die Schüler sorgen dafür, dass die Tafel vor jeder neuen Stunde sauber ist. Der Tafeldienst ist einer der wichtigsten Dienste, denn ohne eine saubere Tafel kann der Unterricht nicht pünktlich beginnen.

KlassendiensteMüll- und Aufräumdienst: Müll auf dem Boden wird eingesammelt, volle Mülleimer zur Sammelstation gebracht und wenn Sie in Ihrem Klassenzimmer Müll trennen, haben die Schüler ein Auge darauf, dass richtig einsortiert wird.
Hier lernen die Schüler Verantwortung für ihre Lernumgebung zu übernehmen, denn in einem schmuddeligen Klassenzimmer lernt es sich nicht gut. Die Schüler können so realisieren, wie viel Arbeit sie den Reinigungskräften durch das Vermüllen des Klassenzimmers machen.

KlassendiensteKehrdienst: An einem bestimmten Wochentag oder auch nach intensiven Bastelprojekten kommt der Kehrdienst zum Einsatz. Am besten wird er von zwei Schülern besetzt, so kann einer fegen, während der andere die Staubhäufchen aufkehrt.

KlassendiensteObstdienst: Bekommt Ihre Schule Obst für die Schüler zur Verfügung gestellt, können Sie die Reinigung (hier macht eine kleine Schulung zu den Hygiene-Grundregeln Sinn) und das Austeilen des Obstes auch an Schüler übertragen.

KlassendiensteStuhldienst: Auch wenn alle Schüler vorbildlich ihren eigenen Stuhl aufstuhlen, bleiben doch oft überzählige Stühle am Boden. Der Stuhldienst hat darauf ein Auge und erleichtert dem Reinigungsteam so die Arbeit 🙂

KlassendiensteTürdienst: Den Türdienst in der Grundschule übernehmen am besten die „Großen“: Sie stehen in den großen Pausen an den Eingangstüren begleiten Schüler, falls nötig, zum Lehrerzimmer und helfen bei Fragen oder Problemen weiter.

KlassendiensteMaterialdienst: Wenn man bedenkt, wie oft in Klassenzimmern Materialien, Hefte, Arbeiten oder Bücher aus- und eingesammelt werden, ist klar, wie viel Unterrichtszeit Sie mit diesem Dienst einsparen können.

KlassendiensteBlumendienst: Wird die Verantwortung für die Klassenpflanzen vernachlässigt, hat das schnell deutlich sichtbare Folgen. Vertrocknet doch mal eine Pflanze, ist das für die verantwortlichen Schüler eine wichtige Lektion. Haben die Schüler diese verinnerlicht, kann zum Glück schnell eine neue Blume einziehen.

KlassendiensteComputerdienst: Um das Ausschalten des Klassencomputer am Ende des Unterrichts, die Meldung von Problemen mit dem Gerät oder auch die Sorge um seine Sicherheit z.B. bei wilden Pausenspielen kümmert sich der Computerdienst.

KlassendiensteEnergiespar- oder Lichtdienst: Mit den Themen „Müll trennen“ und „Energie sparen“ kann auch die Umwelterziehung im Klassenzimmer praktisch umgesetzt werden. Der Energiespardienst achtet z. B. darauf, dass das Licht beim Verlassen der Unterrichtsräume ausgeschaltet wird und die Fenster geschlossen werden.

KlassendiensteMediendienst: Da ja leider nicht jedes Klassenzimmer mit Beamer, Tageslichtprojektor und DVD-Player ausgestattet ist, müssen die Geräte bei Bedarf geholt und angeschlossen werden.

KlassendiensteKlassenbuchdienst: Zu Beginn des Schultags muss das Klassentagebuch abgeholt werden und während des Schultags mit der Klasse in die Fachräume wandern. Bei Schulschluss wird es wieder zurückgebracht. Die verantwortlichen Schüler achten auch darauf, dass nur Lehrerinnen und Lehrer Einträge vornehmen.

Kalenderdienst: Die verantwortlichen Schüler pflegen den Klassenkalender und überprüfen, ob alle wichtigen Daten (Klassenarbeiten, Projekte, Feste, Referate …) eingetragen sind. Ganz nebenbei lernen die Schüler die Bedeutung von Terminen und Zeitplanung kennen.

Noch ein Tipp zum Schluss: Für die Schüler ist es nicht immer leicht, sich für die Schuldienste zu begeistern. Neue Motivation können Belobigungskarten mit lustigen Motiven bringen. Oder Stempelkarten: Für zehn Stempel erhalten Ihre Schüler vielleicht einen kleinen Preis oder dürfen sich etwas wünschen (Lied, Spiel …).

Klassendienste

Die Klassendienst-Stempel können den Schülern als Erinnerung dienen, zu welchem Dienst sie eingeteilt sind. Oder sie sind eine Belohnung, wenn der Dienst vorbildlich ausgeführt wurde 🙂 , Quelle: Betzold

Wenn Ihnen unser kleiner Klassendienst-Fuchs gefällt und er auch in Ihrer Klasse Ordnung in die Klassendienste bringen soll, können Sie die Karten, Tafeln und Stempel im Betzold Online-Shop erwerben:

Klassendienste-Tafelset (Best.nr.: 70901)
Klassendienste-Wochenplaner (Best.nr.: 70902)
Klassendienste-Postkarten (Best.nr.: 70903)
Klassendienste-Stempel (Best.nr.:70924)

Über Bettina Kroker

Seit 2014 arbeite ich bei Betzold in Ellwangen als Online-Redakteurin. Im Betzold-Blog möchte ich Lehrerinnen und Lehrern den ein oder anderen Tipp weitergeben, der den Schulalltag erleichtert und Zeit spart. Da ich stets auf der Suche nach neuen, interessanten Blog-Themen bin, freue ich mich immer über Ihre Vorschläge: blog@betzold.de.

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