In Übergangsphasen besteht die Kunst darin, Altbewährtes gekonnt mit modernen Lehrmitteln zu verknüpfen. Was heute hilfreiches Ergänzungsobjekt ist, kann vielleicht schon morgen das Nonplusultra sein – oder keine Rolle mehr spielen …
Vor- und Nachteile der Kreidetafel:
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Nutzerfreundlichkeit
Der große Vorteil von Kreidetafeln ist ihre simple Nutzung, zu der keine speziellen Kenntnisse vonnöten sind. Sobald Tafel und Kreide auf einen Vermittlungswilligen treffen, kann es losgehen.
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gute Haltbarkeit und vertretbare Kosten
Sie ist nicht anfällig, robust, sofort einsetzbar, im Vergleich zur technischen Konkurrenz preiswert und lange haltbar.
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Schüler können gut folgen
Durch die begrenzte Schreibgeschwindigkeit ist ein Unterrichtstempo gewährleistet, dem Schüler leicht folgen können.
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begrenzter Platz und keine Speichermöglichkeit
Ihre Möglichkeiten sind aber begrenzt: Sie bietet nur beschränkt Platz – einmal beschrieben, muss der Schwamm die Arbeit unwiederbringlich von der Tafeloberfläche tilgen. Benötigen Sie den Tafelaufschrieb jedoch noch, hilft nur der Vermerk „Bitte nicht wegwischen“, der für die Kolleginnen und Kollegen in den folgenden Stunden die Nutzfläche der Tafel einschränkt. Die Kreidetafel ist sozusagen ein Kurzspeichermedium :)
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Schüler nicht im Blickfeld
Während Sie an die Tafel schreiben, müssen Sie sich von der Klasse abwenden und verlieren den Blickkontakt zu Ihrem Publikum. Das ist aber meist ohnehin mehr damit beschäftigt, die Aufschriebe ins eigene Heft zu übertragen, statt dem Vortrag reflektiert zu folgen.
Zumindest konnte durch die Entwicklung staubarmer Tafelkreide das große Problem des Kreidestaubs minimiert werden.
Die Schultafel und ergänzende Vermittlungsmedien im Wandel der Zeit
Werfen wir einen Blick auf die Entwicklung von den Anfängen bis heute:
Die ersten Belege für Wandtafeln gehen auf das Jahr 1658 zurück. Johann Amos Comenius (1592-1670) verfasste das illustrierte Schulbuch Orbis sensualium pictus (Die sichtbare Welt in Bildern). In verschiedenen Ausgaben dieses Werks existiert eine Abbildung eines Klassenzimmers mit einer beschriebenen Wandtafel. Historiker gehen deshalb davon aus, dass Schultafeln, die mit Kreide beschriftet werden konnten, bereits in dieser Zeit verbreitet waren.
Dem Schotten James Pillans (1778-1864), seinerzeit Schulleiter an der Royal High School Edinburgh, wird die Erfindung der farbigen Schulkreide zugeschrieben. Wandtafel und Kreide waren also geboren und sind auch rund 350 Jahre später das Visualisierungswerkzeug Nummer eins im Klassenzimmer.
Im Laufe der Zeit traten ergänzende Vermittlungsmedien neben sie: