Der Raum in der Elementarpädagogik
Genau wie bei Erwachsenen und älteren Kindern, werden auch bei Kleinkindern durch Räume gewisse Empfindungen und Aktionen ausgelöst. Ein Raum, der zwar sinnvoll eingerichtet ist, allerdings durch Farbgebung und verwendete Materialien eine abweisende Wirkung hat, erfüllt seinen Zweck genauso wenig, wie ein Raum, der zwar bedürfnisorientiert gestaltet wurde, aber dessen übervolle Möblierung keinen Platz für jegliche Bewegung zulässt. Vor der Raumplanung ist es also wichtig, dass sich alle Beteiligten der unterschiedlichen Wirkungen von Räumen bewusste werden. Gut zusammengefasst sind diese in dem Beitrag zu den „Grundlagen der Raumgestaltung für Kinder in den ersten drei Lebensjahren unter der Berücksichtigung entwicklungsbedingter und bedürfnisorientierter Aspekte“ von Valentina Wiebe.
- Wohlbefinden oder Unwohlsein auslösen
- zum Verweilen auffordern oder Flucht bewirken
- anregend wirken oder langweilig sein
- beruhigen oder aggressiv machen
- zur Bewegung anregen oder Bewegung bremsen
- zum Spielen einladen oder Spiele verhindern
Der Raum in der Elementarpädagogik hat viele Funktionen für die unterschiedlichsten Entwicklungsstufen der betreuten Kinder. Für altersgemischte Gruppen inklusive Krippenkindern, müssen andere Voraussetzungen erfüllt werden als für Vorschulgruppen. Als Beispiel sollte das Raumangebot gerade im altersgemischten Bereich durch unterschiedliche – gesicherte – Ebenen die Raumhöhe nutzen und den größeren Kindern einen Überblick über den Gruppenraum bieten. Das Klettern und Verstecken fördert hier die Motorik sowie die Selbstständigkeit. Für die Kleineren Mitglieder der Gruppe bieten sich Polsterlandschaften an, die zum Krabbeln und entdecken einladen. In einer Doppelfunktion können diese Polster dann auch für kleine Lese- und Ruhepausen zwischendurch genutzt werden. Die doppelte oder unterschiedliche Nutzung der Einrichtungsgegenstände sorgt für eine platzsparende und multifunktionale Einrichtung, die ganz entwicklungsorientiert auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder eingeht.
Wichtige Informationen zu Farbe und Material
Neben der optimalen Beleuchtung – also einer Mischung aus Tageslicht und einzeln steuerbaren künstlichen Lichtquellen – stehen auch die Farben der Räumlichkeiten in engem Zusammenhang mit dem Eindruck den ein Raum auf den ersten Blick macht.
Die am häufigsten eingesetzten Farben in Räumen der Kindertagesbetreuung sind (aufgrund ihrer raumvergrößernden und freundlichen Wirkung): Gelb, Orange, Hellblau, helle Erdtöne, helles Grün. Ergänzende Akzente können in Weiß oder Grau gesetzt werden.
Nachhaltige und natürliche Materialien, die stabil und unter Einhaltung der aktuellen Sicherheitsregeln in der Kleinkindbetreuung verbaut wurden, runden nun die Einrichtung der Kitas und Kindergärten ab.
Praktische, fördernde und die Sinne ansprechende Einrichtungsgegenstände: