In welchem Bundeland will ich später unterrichten?
Diese Frage ist für Lehramtsstudiengänge besonders relevant, da sich Regelungen und Studieninhalte teilweise deutlich voneinander unterscheiden. Ein Wechsel im oder nach dem Studium oder auch nach dem Referendariat in ein anderes Bundesland ist grundsätzlich möglich, aber nicht immer einfach.
Im Beitrag "Bundeslandwechsel nach dem Referendariat" erhalten Sie dazu mehr Informationen.
Hindernisgründe liegen beispielsweise in den differierenden Bestimmungen zu den möglichen Fächerkombinationen, unterschiedlichen Schulformen und Regelungen im Lehramtsstudium. Es ist deshalb zu empfehlen, in dem Bundesland zu studieren, in dem Sie später auch unterrichten möchten oder sich zu informieren, wie sich die Wechselchancen darstellen. Auf der anderen Seite kann aber auch der Fall eintreten, dass Ihre Fächerkombi in anderen Bundesländern viel gesuchter ist und Sie dort weit bessere Chancen auf eine schnelle Einstellung haben.
Info
Wenn Sie sich sich über spätere Wechselchancen, aber auch Praxisbezug, Abschlüsse, Studienverlauf und -inhalte sowie weitere Details zu den Länderprofilen informieren möchten, eignet sich ebenfalls die bereits erwähnte Seite „Monitor Lehrerbildung“ – besonders, da hier auch Schwachstellen aufgezeigt werden.
Über das Portal des Deutschen Bildungsservers zur Lehrerausbildung „Lehrer werden“ können Sie Informationen zu den länderspezifischen Regelungen und Anforderungen in der Lehrerausbildung erhalten.
Welche Hochschule bietet die für mich besten Möglichkeiten?
Stehen die Entscheidungen aus den vorangegangenen drei Fragen bereits fest, hat sich die Zahl der in Frage kommenden Hochschulen schon etwas reduziert. Neben Universitäten ermöglichen auch Kunst- und Sporthochschulen ein Lehramtsstudium.
Info
Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland, in dem Lehrerinnen und Lehrer auch an Pädagogischen Hochschulen ausgebildet werden. An den Universitäten kann dabei Lehramt für Gymnasien und höhere berufliche Schulen studiert werden; die Ausbildung der Lehrkräfte für Grund-, Real-, Haupt- und Sonderschulen findet an den Pädagogischen Hochschulen statt.
In der Studienfachdatenbank von Studis online können Sie prüfen, an welchen Hochschulen Ihre Wunschfächer für die entsprechenden Schulformen angeboten werden und mit welchem Abschluss (1. Staatsexamen bzw. Master of Education) Sie das Studium beenden können. Auch wenn es hier Unterschiede gibt, sind die Abschlüsse gleichwertig und werden in allen Bundesländern anerkannt.
Haben sich ein paar Wunsch-Unis herauskristallisiert, sollten Sie als nächsten Schritt überprüfen, ob Ihre Fächerkombi dort studiert werden kann und ob es Zulassungsbeschränkungen gibt. Diese Infos erhalten Sie direkt bei den ausgewählten Hochschulen.
Um nicht Opfer des vielzitierten Praxisschocks nach dem Studium zu werden, ist der an den Hochschulen gebotene Praxisbezug durch Praktika ein besonders wichtiges Kriterium bei der Wahl des Studienorts. In den letzten Jahren hat sich hier einiges getan und der Anteil von Praxissemestern und Praktika wurde vielerorts erhöht.
Mindestens genauso entscheidend ist, wie die Betreuung während der Praktika gewährleistet ist. Nur ein qualifiziertes Feedback ermöglicht es, sich selbst sicher einschätzen zu können. Informationen erhalten Sie durch die Hochschulen direkt.
Weit schwieriger ist es, herauszufinden, wie Studentinnen und Studenten auf die aktuellen Anforderungen an Schulen wie Inklusion, Integration oder auch den sinnvollen Einsatz digitaler Medien im Unterricht vorbereitet werden. Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, Lehramtsstudierende direkt zu fragen, können Sie einen Blick in die Vorlesungsverzeichnisse werfen. Hier können Sie einen ersten Eindruck gewinnen, welchen Stellenwert die Themen in der Lehre einnehmen, die für Sie relevant sind. Auch über die Ausrichtung des pädagogischen Teils Ihrer Ausbildung können Sie so Aufschluss gewinnen.