Warum ist Ernährungskompetenz so wichtig?
Kinder und Jugendliche müssen heute häufiger als wir in unserer Schulzeit selbstständig entscheiden, was und wo sie essen. Ist es morgens das traditionelle Pausenbrot, ein Apfel oder doch lieber Süßigkeiten vom Kiosk nebenan? Fällt die Wahl mittags auf die Schulmensa, den Schnellimbiss oder den Supermarkt? Gibt es zum Essen eine Cola, Wasser oder Saft? Und warum soll das eine besser sein als das andere, was bedeuten die Informationen auf den Lebensmitteletiketten und wie kocht man eigentlich?
Ohne das nötige Wissen stehen Schüler täglich vor Ernährungs-Fragen, die sie nicht reflektiert beantworten können. Natürlich kann die Wahl der Schülerinnen und Schüler auch trotz Aufklärung auf die Dönerbude fallen. Dann ist dies aber eine bewusste Entscheidung.
Früh übt sich, wer ein Ernährungsprofi werden will
Der erhobene Zeigefinger und die Verteufelung von bestimmten Nahrungsmitteln ist aber fehl am Platz und bewirkt höchstens eine Abwehrhaltung der Schülerinnen und Schüler. Optimal ist der spielerische Beginn der Ernährungserziehung bereits in Kindergarten und Grundschule. Kinder, die von klein auf regelmäßig Obst und Gemüse essen und von den Eltern ein gesundes Essverhalten vorgelebt bekommen, behalten diese positiven Ernährungsgewohnheiten eher bei, als Kinder bei denen dies nicht der Fall ist.
Schülerinnen und Schüler haben Interesse am Thema Ernährung
In der Studie „So is(s)t Schule“ wurden Schüler zur Vermittlung des Themas Ernährung in der Schule befragt: Nur etwa 1/3 (34%) gab an, Ernährungsunterricht gehabt zu haben. Davon empfanden 63% die Behandlung des Themas positiv. 38% gaben an, sich bewusster zu ernähren, 35% eine bessere Kenntnis über gesunde Produkte zu haben und 24% besser zu kochen.