Nachdem das Vorgeplänkel abgeschlossen ist, kann die Abarbeitung der Tagesordnungspunkte beginnen. Dauerbrenner sind dabei beispielsweise folgende Themen:
1. Klassengemeinschaft:
Als Einstieg in dieses für die Eltern immer interessante Thema können Sie nun die Ergebnisse der Klassenbefragung präsentieren, Ihre eigenen Eindrücke schildern und eventuelle Probleme und Lösungsansätze besprechen. Fragen Sie auch in die Runde der Eltern, ob ihre Kinder zuhause von Schwierigkeiten oder Spannungen in der Klasse oder auch mit ihren Lehrerinnen bzw. Lehrern berichten.
2. Lernstoffvermittlung:
Welche Inhalte sieht der Lehr- bzw. Bildungsplan im nächsten Halbjahr vor; mit welchen Methoden werden Sie arbeiten?
Hier lautet die Devise: So informativ wie nötig und so knapp wie möglich.
Sie sind in diesem Bereich der Experte und viele Experten neigen gerne zu ausführlichen Berichten, wie was warum erreicht werden soll. Wird’s zu ausführlich, droht Ihnen aber Ihr Publikum wegzudösen oder sich mehr auf die Gespräche mit dem Sitznachbarn bzw. dem Handy zu befassen.
3. Tipps für die Eltern:
Wie kann ich mein Kind beim Hausaufgaben machen unterstützen? Gibt es Tipps fürs Vokabellernen? Wie helfe ich meinem Kind, Hausaufgaben und Lernen gut zu organisieren?
Viel mehr als Organisatorisches, das eher knapp abgehandelt werden kann und dann ohnehin nochmal als Elternbrief raus geht, interessiert es viele Eltern, wie sie ihr Kind unterstützen können, um den Schulalltag gut zu bewältigen.
4. Leistungsstand:
Am besten im Vorfeld des Elternabends die Kolleginnen und Kollegen interviewen, die Ihre Klasse unterrichten. Die Eltern werden sich dafür interessieren, wie sich der Leistungsstand der Klasse in den verschiedenen Fächern entwickelt hat.
5. Noten:
Während in Pädagogen- und Bildungsforscherkreisen viel über den Sinn von Schulnoten diskutiert wird, sind sie für die Schülereltern immer noch mit das Wichtigste. Das Interesse daran, wie sich die Zeugnisnote aus schriftlichen und mündlichen Leistungen zusammensetzt, welche Auswirkung Vokabeltests haben oder was in den Abschluss miteinfließt, ist deshalb in der Regel groß.
6. Klassenregeln:
Möglicherweise müssen Sie irgendwann mit Konsequenzen auf Verstöße gegen die Schul- bzw. Klassenregeln reagieren. Auf dem Elternabend ist Gelegenheit, den Müttern und Vätern die Regeln und die Folgen bei Verstößen kurz darzulegen (nicht zu diskutieren!), damit diese eventuelle Konsequenzen für ihr Kind nachvollziehen können.
7. Aktuelle Themenschwerpunkte:
Je nach Klassenstufe bieten sich verschiedene Themen an: Hausaufgaben, Zeitmanagement bei Klassenarbeiten, Medienkompetenz, Pubertät und Sexualkunde, Disziplinprobleme, Mobbing, Berufsorientierung …
8. Wahl der Klassenelternvertretung:
Der bei den Eltern wohl beliebteste Punkt der Tagesordnung ;-)
Während Sie noch die verschiedenen Aufgaben und die Bedeutung dieses Amts erläutern, neigen die Eltern dazu, immer ruhiger zu werden, tiefer in ihre Stühle zu versinken und jeden Blickkontakt zu Ihnen zu meiden. Bei Ihrer Frage nach freiwilligen Kandidaten erreicht die gespannte Stimmung ihren Höhepunkt.
Für Sie heißt es jetzt abwarten und gut zureden – irgendwann bricht jemand ein und ruft die für alle anderen erlösenden Worte „Okay, ich würd es machen“ (natürlich gibt es von dieser Regel auch engagierte Ausnahmen).
Falls das nicht klappt, können Sie aus diesem Fundus an Ideen schöpfen:
Top 10: Sätze, die bei der Wahl der Elternvertretung häufig fallen
9. Organisatorisches:
Wann trifft man sich zum Wandertag, wie werden die Termine am Elternsprechtag verteilt, was sollten die Kinder zum Ausflug mitnehmen, wer organisiert Kuchen- und Salatspenden für das Schulfest …