Ist sichergestellt, dass die Geräte immer einsatzbereit sind?
Hier ist eine klare Rollenverteilung, am besten kombiniert mit Checklisten, sehr hilfreich. Die Verantwortung könnte bei der IT (die an Schulen leider selten vorhanden ist), den Fach- oder Klassenlehrkräften oder den Schülerinnen und Schülern liegen. Vielleicht werden die Rollen auch aufgeteilt. Es ist nur wichtig, dass alle Beteiligten informiert sind und ihre zugewiesene Rolle verstehen.
Gibt es bestimmte Programme, die für bestimmte Fächer unentbehrlich sind?
Hier ist es gut, mit den Fachlehrkräften vor dem Kauf zu sprechen. Kompatibilität zwischen Geräten und Programmen kann eine Rolle spielen, z. B. beim Betriebssystem und den Programmen. Überlegen Sie, ob Programme benötigt werden, die viel Speicherplatz brauchen, oder ob bestimmte Ton-, Video- oder Geschwindigkeitsbedingungen erforderlich sind.
3. Sicherheit:
Welche Maßnahmen müssen hier bedacht werden?
Hier sind Umfragebögen sinnvoll, um eine „ist/soll“-Auflistung zu erstellen. Man muss nicht alles sofort wissen, man kann kleinere Ziele setzen und sie anschließend abarbeiten.
Zu den Bereichen, die bedacht werden sollten, zählen:
- Gerätesicherheit
- Netzwerksicherheit
- Datensicherheit
- Umgang mit Risiken (Diebstahl, Umgang mit Sicherheitsproblemen, Versicherungen, Servicepakete)
- Schulungen
Welche Gesetze/Regelungen müssen beachtet werden?
Bei der Nutzung von Tablets und Laptops in Schulen spielen rechtliche Vorgaben eine zentrale Rolle. Schulen müssen sicherstellen, dass die verwendeten Geräte, Programme und Anwendungen im Einklang mit den geltenden Datenschutzbestimmungen stehen.
In Deutschland gelten insbesondere:
- Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
- Landesspezifische Schulgesetze und Datenschutzrichtlinien
- Vorgaben der jeweiligen Schulträger und Landesdatenschutzbeauftragten
Diese Regelungen bestimmen unter anderem,
- welche Daten erhoben werden dürfen,
- wie Daten gespeichert und verarbeitet werden,
- welche Programme oder Cloud-Dienste an Schulen eingesetzt werden dürfen.
Da die Regelungen je nach Bundesland variieren können, lohnt sich ein Blick in die entsprechenden Handreichungen oder die Beratung durch den Schulträger.
Weiterführende Hinweise finden Sie im Beitrag „Datenschutz und Datensicherheit beim Arbeiten mit Tablets und Co.“.
4. Meinungen und Einstellungen zum Thema:
Welche Ängste oder Bedenken gibt es?
Mögliche Bedenken seiten Eltern, Lehrerinnen und Lehrer:
- Überforderung oder Unsicherheit bei Lehrkräften, die sich noch nicht ausreichend mit den Geräten auskennen.
- Sorge um Ablenkung im Unterricht, wenn digitale Geräte falsch oder zu viel eingesetzt werden.
- Datenschutz- und Sicherheitsbedenken, insbesondere bei Apps, Cloud-Diensten oder der Verarbeitung personenbezogener Daten.
- Unklarheit über Verantwortlichkeiten, etwa beim Aufladen, Warten oder Absichern der Geräte.
- Angst vor zusätzlicher Arbeitsbelastung, beispielsweise durch die Einarbeitung in Programme oder die technische Betreuung.
- Bedenken bei Eltern, dass Kinder zu viel Zeit vor Bildschirmen verbringen könnten.
Es empfiehlt sich, mit Umfragebögen, Infoveranstaltungen und Gesprächen zu arbeiten. Hiermit gewinnt man Eindrücke und Infos, die diese Transformation leichter machen. Versuchen Sie die beteiligten Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler möglichst früh einzubeziehen und sie nicht plötzlich zu überrumpeln. Veränderungen brauchen Zeit und Unterstützung. Hören Sie mögliche Bedenken an und überlegen Sie, wie Sie diese Sorgen beseitigen können.