2012 stellte Google „Google Glass“ vor, 2014 kamen die ersten dieser Miniaturcomputer im Brillendesign in den USA auf den Markt. Gleichzeitig arbeiten Entwickler an High-Tech-Kontaktlinsen, die als direkt auf dem Auge liegender Monitor dienen sollen.
Die neue Technik bietet in den verschiedensten Bereichen immense Möglichkeiten – und eine davon ist das Schummeln bei Prüfungen.
Diese sechs technischen Schummelhilfen sollten Sie kennen
- Smartphone
- MP3-Player
- Computer und Scanner
- Graphikfähiger Taschenrechner (GTR)
- UV-Stift
- Smartwatch
1. Smartphone:
Das Smartphone ist das technische Schummelmedium Nummer 1 und da Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen dies bekannt ist, versuchen Sie den Gebrauch sicher zumindest während der Klassenarbeiten zu unterbinden.
Aber ausgeschaltete Geräte sind auch schnell wieder an, genauso wie sich manches Gerät doch in der Tasche und nicht wie angewiesen zu Hause befindet.
Einsammeln ist da sicherer. Sie sollten allerdings stutzig werden, wenn die Schüler ihnen besonders alte Geräte (kaum ein Schüler hat heute noch ein normales Handy) und Smartphones ohne SIM-Karte auf den Tisch legen. Im Netz sind wir außerdem auf Hüllen gestoßen, die Smartphones als Taschenrechner tarnen.
Und natürlich gibt es da noch die Toilette als Versteckmöglichkeit, die sich für die herkömmlichen, analogen Spickzettel schon lange bewährt hat.Sollten Ihre Schüler während einer Prüfung Zugang zu ihrem Smartphone bekommen und zudem Mogelabsichten hegen, könnten sie es nicht besser treffen, denn das Gerät vereint die verschiedensten Spickmöglichkeiten:
- Der Telefonjoker:
Er kann nur außerhalb des Klassenzimmers gezogen werden. V.a. dank des Internets können externe Helfer leicht an die gesuchten Lösungen gelangen. Eigentlich sollten Schüler zumindest ab der achten Klasse über auseichend große Blasen verfügen, um während einer ein- bis zweistündigen Arbeit das Zimmer nicht verlassen zu müssen.
- Die Textnachricht:
In Zeiten des Handys war es eher die SMS, heute bieten WhatsApp und Facebook Ihren Schülern die Möglichkeit, schnell Fragen zum Klausurstoff an Mitschüler oder Freunde außerhalb der Schule zu senden.
- Der digitale Spickzettel:
Hier stellt der unbegrenzte Platz für Notizen den großen Vorteil gegenüber dem, oft weniger auffälligen, normalen Spicker dar.
- Das Internet:
Im Grunde macht es alle vorher genannten Spickmöglichkeiten überflüssig: Das Internet bietet Antworten auf fast jede Frage. Leider ist es beinahe unmöglich, den Schwindel zu belegen, wenn Sie den Smartphone-Einsatz nicht direkt bemerken. Trotz auffälligen Übereinstimmungen mit Wikipedia oder anderen online verfügbaren Inhalten kann der Schüler jederzeit behaupten, es auswendig gelernt zu haben.
- Apps:
Und was das Internet nicht leisten kann, übernehmen inzwischen Apps. Mit ihrer Hilfe können die Schüler beispielsweise mathematische Gleichungen sekundenschnell lösen oder chemische Strukturen zeichnen. Insbesondere Apps wie „WordLense“ verdienen hier eine besondere Erwähnung: Sie können Texte in Echtzeit ins Englische, Deutsche oder Spanische übersetzen, sobald die Schüler sie mit der Smartphone-Kamera einscannen.
Abseits von Klassenarbeiten unsere persönliche App-Empfehlung für die nächste Urlaubsreise ;-)
2. MP3-Player:
Worüber sich viele nicht bewusst sind: Die teilweise sehr kleinen MP3-Player können durchaus mehr, als nur Musik wiedergeben.
Schüler speichern Prüfungsinhalte als Audio-Dateien auf den Geräten und haben so während der Klausur aufgrund der leichten Bedienung und geringen Größe der Geräte leicht die Möglichkeit, diese abzuhören.
Manche Geräte können darüber hinaus Fotos und Videos aufnehmen und abspielen. Allein das Verbergen der Kopfhörer ist etwas heikel. Da es die wenigsten Lehrerinnen und Lehrer gern sehen, wenn Ihre Schüler vermummt mit Kapuze und dickem Schal Klausuren schreiben, verstecken die meisten die Kopfhörer in weiten Kleiderärmeln.
Sie müssen dann nur noch die Hand unauffällig Richtung Ohr bringen. Die Schwachstelle der Kabelverbindung zwischen Kopfhörer und Smartphone bzw. MP3-Player kann inzwischen mit kabellosen In-Ear-Geräten überbrückt werden.
3. Computer und Scanner:
Eigentlich ist er schon ein Klassiker und stammt aus der Frühzeit der Techniknutzung für Mogelzwecke: Der Etikettenschwindel. Falls Sie ihn jedoch noch nicht kennen, wird sich ihr Blick auf Getränkeflaschen und Essenspackungen auf den Klausurtischen nun ändern: Das Etikett einer Flasche oder eines anderen Nahrungsmittels wird abgelöst, eingescannt, die Liste der Inhaltsstoffe oder andere geeignete Texte werden mithilfe eines Bildbearbeitungsprogramms durch Prüfungsinhalte ersetzt und fertig ist einer der unauffälligsten Spicker überhaupt – sofern Sie den Trick nicht kennen …
4. Graphikfähiger Taschenrechner (GTR):
GTR sind in mehreren Bundesländern bei Mathematik-Prüfungen zugelassen. Wer sich etwas eingearbeitet hat (z. B. mit Hilfe von YouTube-Tutorials …), kann Formeln, Programme und kleine Texte auf dem GTR abspeichern und sein Spickmedium offen in der Arbeit nutzen.