Ein wichtiger Teil des sozialen Lernens ist dabei der Umgang mit Emotionen und Gefühlen:
Sozialkompetenz fördern: Methoden und Ideen für den Unterricht
Um sozial kompetent zu interagieren und kommunizieren, ist es für die Kinder wichtig, die eigenen Gefühle und Emotionen sowie die der anderen zu erkennen, benennen und deuten zu können sowie auch angemessen auf sie zu reagieren – mit anderen Worten: sich sozial zu verhalten.
1. Gesprächssituationen schaffen: Morgenkreis und Klassenrat
Morgenkreis und Klassenrat schaffen Gesprächssituationen, in denen sich die Klasse mit Ihrer Unterstützung über Gefühle und Emotionen, Streit und alles, was sie sehr beschäftigt, austauschen können. Durch das Sprechen über die eigenen Gefühle und die der Mitschülerinnen und Mitschüler lernen sich die Kinder besser kennen. Nur wer versteht, warum der andere so reagiert wie er reagiert, kann auch Verständnis dafür aufbringen und Einfühlungsvermögen entwickeln.
Die Schülerinnen und Schüler lernen,
- zuzuhören
- ihre Gefühle mitzuteilen
- Meinungen anderer zu akzeptieren und respektieren
- Kompromisse zu schließen
- Gesprächsregeln zu beachten und fair zu diskutieren
- konstruktiv Kritik zu üben und mit Kritik umzugehen
- Konflikte zu lösen
- das eigene Verhalten zu reflektieren
2. Lehrmittel helfen bei der Vermittlung:
Die Bedeutung der Förderung der Sozialkompetenz spiegelt sich auch in den zahlreichen Lehrmitteln wider, die inzwischen zum Thema Gefühle und Emotionen existieren und Lehrerinnen und Lehrer bei der Vermittlung des Themas unterstützen.
Es gibt dabei viele Materialien, die auf bildlichen Darstellungen basieren und sich dadurch auch gut für Schüler eignen, die Deutsch als Zweit- bzw. Fremdsprache lernen.
Bildkarten, die Gestik und Mimik in den verschiedensten Gemütslagen zeigen, ermöglichen es den Kindern beispielsweise die dargestellten Emotionen zu deuten und zu benennen. Im Gespräch erläutern sie, woran sie ihre Interpretation festmachen. Sie eröffnen darüber hinaus Sprech- und Schreibanlässe, in denen die sie z. B. ausführen können, wann und aus welchem Grund sie sich das letzte Mal so gefühlt haben, wie die dargestellte Person auf der Karte. So lernen die Schülerinnen und Schüler zu reflektieren, was bestimmte Gefühle auslösen können. Diese Selbstreflexion fördert die Empathiefähigkeit und das Einfühlungsvermögen.