Auch wir haben kurz vor den Weihnachtsferien eine – etwas weniger ernste – Umfrage auf Instagram und Facebook durchgeführt und darum gebeten, den folgenden Satz zu vervollständigen:
Ich bin so müde, dass ich …
… befürchte, dass zwei Wochen Ferien nicht ausreichen werden …
... zwei Stunden zu früh auf der Arbeit war.
… beim Lesen mit dem Buch in der Hand eingeschlafen bin.
… nicht merkte, dass ich meine Hose im Schlaf auszog.
... im Schulgottesdienst hart mit mir kämpfen musste, dass meine Augen wenigstens einen Spalt breit aufbleiben. Mitsingen ging wegen Dauergähnens auch kaum.
… schon um 20 Uhr im Bett war.
… beim Handballtraining in der Abwehr bei den langen Hinweisen des Trainers im Stehen eingeschlafen bin.
… noch die Brille aufhatte, als ich mir das Gesicht waschen wollte, mein Handy im Kühlschrank geparkt und die Butter mit ins Bad genommen habe.
… beim Telefonieren eingeschlafen bin.
... bei meiner Nachmittags-Siesta weder den Postboten habe klingeln hören, noch zwei Tassen Kaffee vorher irgendetwas genützt hätten!
Und wer selbst nicht müde war, kannte zumindest einen Kollegen:
"Mein Kollege war so müde, dass er auf dem Weg zur Schule statt seines Fahrradhelms seine Kopflampe aufgesetzt hat. Es war schon hell :-D"
Warum sind Lehrerinnen und Lehrer häufig so müde?
Neben den in der oben genannten Studie erwähnten Gründe der Belastung durch Lärm, mangelnde Erholungspausen und Disziplinproblemen mit Schülern, die Lehrkräfte belasten, dürften auch diese Faktoren eine Rolle spielen:
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Flexible Arbeitszeiten:
Auf der einen Seite toll, auf der anderen Seite können sie dazu führen, dass man bis spät in der Nacht an Unterrichtsvorbereitungen oder Korrekturen sitzt – ganz zu schweigen von den Wochenenden …
Nach Angaben eines durch das niedersächsische Kultusministerium herausgegebenen Berichts von 2018 arbeiten „zwischen 65% und 76% aller Lehrkräfte (je nach Schulform) an mindestens 80% aller Wo-chenenden. Zwischen 49% und 62% aller Lehrkräfte an 80% aller Sonntage.“
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Schwierigkeiten abzuschalten:
Da die Arbeit für die Schule bei vielen Lehrkräften auch zuhause stattfindet, fehlt eine räumliche Trennung. So vermischen sich Arbeit und Freizeit leicht und es fällt schwer, wirklich abzuschalten. Die meisten kennen das Problem, abends einzuschlafen, weil noch Gedanken an die Schule im Kopf sind.
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Aller Anfang ist müde …
Die Umstellung von Studium auf die Anforderungen des Referendariats erleben viele als äußerst anstrengend. Obwohl die Stundenzahl noch nicht so hoch ist wie später, prasselt nun ungeheuer viel Neues auf die Referendarinnen und Referendare ein. Und zu Beginn benötigt man für diese neuen Aufgaben viel mehr Zeit. Der Fundus an Materialien, auf die man zurückgreifen kann, ist noch klein und Übung und Routine fehlen. Mit der Zeit wird es besser :)