2. Eingeschränkte Interaktion
Ein Nachteil, der allerdings nur zum Tragen kommt, wenn die Videos außerhalb des Unterrichts angesehen werden sollen, ist die fehlende Möglichkeit, Fragen zu stellen. Wichtig ist daher, das Gesehene anschließend gemeinsam zu besprechen, um Verständnisfragen zu klären und Inhalte zu vertiefen.
3. Ablenkung und Werbung auf YouTube
Problematisch bei den Lernvideos auf YouTube ist auch das Ziel des Unternehmens, die Konsumenten möglichst lange auf der Seite zu halten und Werbung zu schalten. Schon zu Beginn vieler Videos wird zunächst ein Werbespot gezeigt, bevor das eigentliche Video startet.
Neben dem abgespielten Video werden den Schülerinnen und Schüler darüber hinaus zahlreiche weitere Videos vorgeschlagen, die sie interessieren könnten, aber nichts mit dem Lernstoff zu tun haben müssen. Das kann leicht vom eigentlichen Thema ablenken. Wenn Sie Videos im Unterricht zeigen, lohnt sich daher der Einsatz werbefreier oder ablenkungsarmer Varianten.
- Das Video herunterladen und offline abspielen.
- Einen Bindestrich zwischen das "t" und das "u" von "yout-ube" in der Video-URL setzen. Dadurch wird das Video im Vollbildmodus abgespielt, ohne Werbung vorab und Videoempfehlungen im Bild.
4. Qualitätsunterschiede
Nicht alle Lernvideos sind fachlich korrekt oder pädagogisch sinnvoll aufbereitet. Prüfen Sie daher immer die Qualität, Verständlichkeit und Seriosität der Inhalte. Besonders im Fachunterricht bietet es sich an, gemeinsam mit den Lernenden Kriterien für gute Lernvideos zu entwickeln. Das stärkt zugleich die Medienkompetenz.
5. Altersbegrenzungen
YouTube darf laut Nutzungsbedingungen erst ab 13 Jahren selbstständig genutzt werden. Jüngere Kinder dürfen die Plattform nur unter Aufsicht der Eltern oder über YouTube Kids verwenden. Dann ist eine Einverständniserklärung der Eltern erforderlich. YouTube Kids bietet eine kindgerechte, werbearme Umgebung, ist aber inhaltlich deutlich eingeschränkt.