- Gibt es Pflichtaufgaben, die von allen gelöst werden müssen?
- Wie viel Zeit steht den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung? Eine Lerntheke kann abhängig von der Zielsetzung beispielsweise eine Doppelstunde dauern oder sogar mehrere Wochen.
Mit einer Countdown-Uhr bzw. einen Time Timer haben die Schülerinnen und Schüler die verbleibende Zeit immer gut im Blick.
- Damit es nicht zu laut wird und Chaos an der Theke entsteht, können Sie v. a. den Gang zu den Materialien, das Aussuchen der Aufgaben und den Weg zurück an den Platz vorher üben.
- Klären Sie die Schülerinnen und Schüler über die verschiedenen Schwierigkeitsstufen auf und wie diese zu erkennen sind.
- Wo sind die Lösungen der Aufgaben zu finden?
- Warum bringt es nichts, zu schummeln? Die Schülerinnen und Schüler müssen verstehen, dass sie durch das Abschreiben der Lösungen nur sich selbst schaden. Es ist wichtig, dass es keinen Zeitdruck bei der Bearbeitung der Aufgaben gibt, da Schülerinnen und Schüler sonst eher zu schnell auf die Lösungen schauen.
- An wen können sich die Schülerinnen und Schüler wenden, wenn sie mit einer Aufgabe nicht weiterkommen (Lehrkraft, Helfersystem, Karten mit Lösungstipps).
- Was ist beim Ausfüllen des Selbsteinschätzungsbogens zu beachten?
Als „Theke“, auf der Sie die Aufgaben und Materialien auslegen, können Tische, das Pult oder eine Fensterbank dienen. Steht alles bereit, ist das „Buffet“ eröffnet und die Schülerinnen und Schüler können sich an den Aufgaben bedienen.
Ist es währenddessen doch mal zu laut oder chaotisch, geben Sie den Kindern eine Rückmeldung.
Nach Beendigung der Lerntheke werten Sie die Selbsteinschätzungsbögen aus, um zu sehen, wo die Schülerinnen und Schüler noch Schwierigkeiten haben. Diese Punkte können Sie danach nochmals gemeinsam mit der Klasse üben.
Herausforderungen und Stolpersteine
So flexibel und motivierend die Lerntheke auch ist, in der Praxis kann es anfangs zu Herausforderungen kommen. Die Vorbereitung der Materialien erfordert zunächst Zeit und eine gute Struktur.
Außerdem kann es beim freien Auswählen und Wechseln der Aufgaben zu Unruhe im Klassenraum kommen, wenn klare Regeln fehlen. Auch eine zu offene Gestaltung kann manche Schülerinnen und Schüler überfordern.
Deshalb sind transparente Abläufe, feste Regeln und eine klare Organisation entscheidend, damit die Lerntheke ihren vollen Mehrwert entfalten kann.
Mögliche Regeln für die Arbeit an der Lerntheke
- Ich arbeite ruhig und störe meine Mitschülerinnen und Mitschüler nicht.
- Ich wähle nur Aufgaben aus, die ich auch wirklich bearbeiten möchte und kann.
- Pflichtaufgaben werden von allen erledigt.
- Ich hole mir Materialien selbstständig und lege sie ordentlich zurück.
- Wenn ich Hilfe brauche, nutze ich zuerst das Helfersystem oder die Lösungstipps.
- Ich kontrolliere meine Ergebnisse eigenständig, bevor ich eine Aufgabe als erledigt abhake.
- Wer fertig ist, hilft als Experte. Aber nur bei Aufgaben, die bereits verstanden wurden.
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