Auch eine Pinzette kann zum Einsatz kommen: Lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler z. B. Nüsse, Muggelsteine oder Perlen mit einer Pinzette von einer Schale in eine andere sortieren. Wer das schafft, kann die Übung mit Essstäbchen versuchen.
Das Greifen mit Zeigefinger und Daumen, den sogenannten „Pinzettengriff“, lernen die Kinder leicht mit Hilfe von Wäscheklammern, mit denen sie z. B. Kärtchen an eine im Klassenzimmer gespannte Schnur hängen oder die sie sich gegenseitig von Klammer zu Klammer weiterreichen.
Viele der Materialien und Übungen eignen sich auch für Freiarbeitsphasen und auch im Rahmen von Bewegungspausen können Sie Angebote zur feinmotorischen Schulung für die Kinder schaffen.
3. Malen, Ausmalen und Nachmalen
Beim Malen lernt ein Kind den Umgang mit dem Stift und der Hand-Auge-Koordination. Übertreiben Sie es aber v.a. mit den Ausmalübungen nicht. Manche Schüler sind von dieser Tätigkeit schnell gelangweilt und haben keine Freude dabei. Andere nehmen es zu genau und verbringen den halben Nachmittag damit, alles exakt auszumalen.
4. Kneten und Formen
Beim Formen von Figuren aus Knetmasse oder Ton sehen die Schüler sofort, ob sie ihre Kraft richtig dosiert haben. Beim Formen von Rollen, Kugeln oder Figuren müssen die verschiedensten Finger- und Handbewegungen ausgeführt werden. Die Beweglichkeit der Finger und deren Muskulatur werden trainiert.
5. Fädeln und Fädelspiele
Beim Auffädeln von Perlen sind beide Hände und besonders die Fingerspitzen im Einsatz und die visuelle Wahrnehmung ist gefordert. Da v.a. Jungs weniger an der Herstellung von Ketten interessiert sind, gibt es auch viele andere Fädelspiele.
6. Handarbeit und basteln
Papier falten, Draht biegen, Stapel- und Steckspiele, weben, puzzeln und legen, flechten, knoten oder Kordeln drehen fördern ebenfalls die feinmotorischen Fähigkeiten der Kinder.