Die Fantasiereise
Was ist eine Fantasiereise?
Die Fantasiereise gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zum (gelenkten) Tagträumen.
Dabei führen Sie die Klasse mithilfe einer auf die Altersgruppe und die Situation angepassten Geschichte durch diese Entspannungsübung.
Währenddessen lassen die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf und verbinden das Gehörte durch ihre Vorstellungskraft mit eigenen Bildern, Erfahrungen und Gedanken. Die Übung soll den Stress abfallen lassen und kann auch dazu beitragen, Mut zu machen, das Selbstbewusstsein zu stärken und vielleicht sogar Lösungen für Probleme zu erkennen.
Ideal wäre es, wenn die Übung zu einem regelmäßig stattfindenden Ritual wird, das an bestimmten Schultagen zu einer festgelegten Zeit stattfindet. Zudem eignet sich diese Methode, um sie – wenn sie bereits bekannt ist – vor oder nach Klassenarbeiten, Konflikten oder bei Konzentrationsproblemen der Klasse einzusetzen.
Wie läuft eine Fantasiereise ab?
1. Eigene Vorbereitung:
Zunächst ist es hilfreich, wenn Sie selbst einmal an einer Fantasiereise teilnehmen.
Sollten Sie gerade niemanden zur Hand haben, der die Leitung übernimmt, können Sie den ausgesuchten Text selbst vorlesen, mit dem Smartphone aufzeichnen und sich im Anschluss von ihrer eigenen Stimme durch die Entspannungsübung führen lassen.
Dabei bemerken Sie auch schnell, ob Ihr Sprechtempo und die Länge der Pausen ausreichend sind, um sich die Bilder dazu vorzustellen. Tendenziell ist es besser, etwas zu langsam zu sprechen und längere Pausen zu machen.
Nun müssen Sie noch einen geeigneten Text auswählen. Lesen Sie sich die Geschichten immer gut durch. Die geschilderten Bilder sollten immer sehr offen für Interpretationen sein und nicht manipulieren. Auch sollten keine ängstigenden Themen enthalten sein.
Viele weitere Hinweise zur theoretischen und praktischen Begründung von Fantasiereisen finden Sie im Methodenpool der Uni Köln.