Jetzt kann es losgehen: Die Gruppen starten an verschiedenen Stationen und arbeiten sich im Uhrzeigersinn durch den Parcours. Zum Abschluss könnten die Teams ihre spannendste Entdeckung präsentieren oder gemeinsam Ideen entwickeln, wie der Schulgarten noch weiter verbessert werden kann. So wird die Rallye nicht nur zu einem Naturerlebnis, sondern auch zum Ausgangspunkt für zukünftige Projekte.
Pflanzen künstlerisch darstellen – Natur und Kunst verbinden
Das Projekt eignet sich auch für den Kunstunterricht und schult gleichzeitig die genaue Beobachtungsgabe der Schülerinnen und Schüler..
Die Schülerinnen und Schüler dürfen sich ihre Lieblingspflanze im Schulgarten aussuchen und zeichnen oder gestalten diese. Als stabile Unterlage kann ein Zeichenbrett oder eine Staffelei dienen.
Dabei können sie verschiedene Techniken ausprobiert werden:
- Detailstudien mit Bleistift: Feine Strukturen von Blättern, Blüten oder Wurzeln werden präzise skizziert.
- Aquarell oder Wasserfarben: Farbverläufe und Schattierungen bringen die Pflanze lebendig aufs Papier.
- Frottage-Technik: Durch das Abreiben von Blattstrukturen mit Wachsmalstiften entstehen spannende Muster.
- Collage aus Naturmaterialien: Blätter, Blüten oder Rindenstücke können in die Kunstwerke integriert werden.
Fotosafari – Die Tierwelt des Schulgartens entdecken
Mit einer Fotosafari wird der Schulgarten zum spannenden Forschungsgebiet. Die Kinder fotografieren mit Tablet oder Smartphone Tiere, die ihnen im Schulgarten begegnen. Am besten findet die Fotosafari an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Tageszeiten statt, um möglichst viele Krabbler, Hüpfer und Vögel vor die Linse zu bekommen.
Nach der Erkundung werden die Bilder im Klassenzimmer gesichtet und analysiert:
- Bestimmung der Tiere: Mit Hilfe von Bestimmungsbüchern oder Apps finden die Kinder heraus, welche Tiere sie fotografiert haben.
- Vergleich der Entdeckungen: Gibt es Unterschiede zwischen den Tageszeiten oder bestimmten Gartenbereichen?
- Kreative Gestaltung: Die Fotos können zu einem digitalen Naturlexikon oder einer Ausstellung mit kurzen Steckbriefen zu den entdeckten Tieren verarbeitet werden.
Wenn keine Möglichkeit zum Fotografieren besteht, können die Kinder die Tiere auch zeichnen und beschreiben.
Neue Biotope anlegen
Mit einfachen Mitteln lassen sich im Schulgarten neue Lebensräume gestalten, die Tieren Unterschlupf und Nahrung bieten. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig auch kleine Naturräume für das ökologische Gleichgewicht sind.
Mögliche Biotop-Projekte:
- Totholzhaufen: Äste und Laub schichten, um Unterschlupf für Igel, Käfer und Amphibien zu schaffen.
- Steinhaufen: Eine Ansammlung aus Steinen bietet Wärmeplätze für Eidechsen und Verstecke für Insekten.
- Wildblumenwiese: Ein Bereich mit heimischen Wildblumen lockt Schmetterlinge, Bienen und andere Bestäuber an.
- Mini-Teich: Eine kleine Wasserstelle (z. B. aus einer alten Wanne) kann Libellen, Fröschen und Vögeln als Lebensraum dienen.
- Insektenhotel oder Nistkasten: Insektenhotels oder Nistkästen eignen sich besonders gut für handwerkliches Arbeiten mit der Klasse und fördern das Bewusstsein für den Artenschutz.
Wetterstation im Schulgarten
Die Kinder beobachten und dokumentieren das Wetter über mehrere Wochen:
- Messungen: Temperatur, Windrichtung, Niederschlag mit einfachen Geräten (Thermometer, Regenmesser, Windfahne)
- Beobachtungen: Wie verändert sich das Wetter im Laufe des Tages? Wie wirkt sich das Wetter auf Pflanzen und Tiere aus?
- Vergleiche: Gibt es Unterschiede zwischen sonnigen und schattigen Bereichen im Schulgarten?