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Montessori-Material

Montessori-Material

Das Montessori Material mit seinen verschiedenen Bestandteilen, entwickelt von der italienischen Ärztin Maria Montessori, soll mit seinem auffordernden Charakter die Neugier und den natürlichen Wissensdrang von Kindern anregen. Nicht nur in Montessori-Schulen, auch in Grundschulen, Kindergärten und Krippen kommt das Prinzip zum Einsatz.

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Frei lernen mit dem Montessori-Material

Maria Montessori entwickelte und benutzte für ihre Arbeit mit Kindern Arbeitsmaterialien, die über die sinnliche Erfahrung und einfache manuelle Tätigkeiten die kindliche Entwicklung stimulieren. Das Montessori-Material soll den Kindern frei zugänglich und auf Augenhöhe präsentiert sein, so dass sie aus eigenem Antrieb darauf zugreifen und in Freiarbeit damit umgehen können. Durch klare Formen, leuchtende Farben und natürliche Materialien sollen alle Artikel ansprechend sein und Aufforderungscharakter haben. Alle Montessorimaterialien sind so konzipiert, dass die Kinder selbstständig damit umgehen und die eigenen Erfolge selbst kontrollieren können.
Vor allem das Sinnes-, das Mathematik- und das Sprachmaterial haben inzwischen nicht nur in Montessori-Schulen ihren festen Platz, sondern sind in vielen Krippen, Kindergärten und Grundschulen zumindest als ergänzende Lernmittel im Einsatz. Neben dem klassischen Montessori-Material gibt es inzwischen auch neu entwickelte Arbeitsmaterialien, die den Anforderungen einer veränderten Lebenswirklichkeit angepasst sind.

Welches Montessori Material für Kindergarten und Grundschule?

Im Zentrum der Pädagogik nach Maria Montessori steht das kindliche Bedürfnis, die Welt über Sinneseindrücke zu erforschen. Kinder erleben ihre Umgebung mit allen Sinnen, wollen alles berühren, riechen und schmecken. Kinder lernen nicht abstrakt-intellektuell, sondern über die sinnliche Erfahrung – sie wollen Neues buchstäblich begreifen. Das Sinnesmaterial gehört deshalb zu den bekanntesten Materialien der Montessori Pädagogik. Das Montessori Sinnesmaterial ist für die sinnliche Wahrnehmung konzipiert und soll unter anderem den Tastsinn entwickeln helfen.

Montessori-Material im Kindergarten

Das Sinnesmaterial ist deshalb in der Regel das Montessori-Material, das zuallererst im Montessori Kindergarten zur Anwendung kommt. Seine Bestandteile sind leicht zu verstehen und durch die Erzieher in wenigen Worten erklärt. Das Kind bemüht sich in der Beschäftigung mit den Köpern darum, eine Eigenschaft des Objektes für sich betrachtet zu verstehen. Zum Montessori-Sinnesmaterial gehören hauptsächlich der Rosa Lernturm, die Braune Treppe, Farbtäfelchen und Einsatzzylinder, aber auch die Geometrie-Körper sind mit diesem Bereich verwandt. Mit diesen Bestandteilen erleben Kinder Formen, Farben und Größen. Vor allem für die Kleinsten ist die Arbeit mit dem Sinnesmaterial ein ganzheitliches Erlebnis, das ihre kognitiven Fähigkeiten schult und sie darauf vorbereitet, komplexere Zusammenhänge zu verstehen.

Montessori-Material in der Schule

Das Mathematik Material wird in den Montessori-Schulen eingesetzt, um das Verständnis für abstrakte Konzepte wie Zahlen, Stellenwerte und Rechenschritte durch entsprechende visuell-taktile Elemente zu vermitteln. Numerische Stangen, Zahlenkarten,Geometriekörper und Perlenstäbchen gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Artikeln, ebenso wie die Hundertertafel. Mit dem Sprachmaterial erleichtert man das Begreifen der Funktion grammatischer Elemente, etwa mit Legematerial, Wortartensymbolen und 3D-Wortartenkörpern.

Übungen des täglichen Lebens

Neben den Materialien, die darauf abzielen, die kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Kinder so zu fördern, dass sie sich dabei ein Verständnis für abstrakte Konzepte wie Mathematik und Sprache aneignen, kommt auch der Erziehung zur Selbstständigkeit außerordentliche Bedeutung zu. Maria Montessoris Credo war der Satz: „Hilf mir, es selbst zu tun!“. Dementsprechend sind Kinder in Montessori-Schulen und Kindergärten immer dazu angehalten persönliche Körperpflege und Eigenverantwortung zu erlernen.
Auch die Präsentation der Montessori-Materialien sollte so erfolgen, dass die Kinder mühelos selbstständig Zugriff auf die dargebotenen Beschäftigungsoptionen haben und sie entsprechend Maria Montessoris Ideen verwenden können.

Montessori Material optimal präsentiert

Damit Kinder von den beschriebenen Montesssori-Materialien in der bestmöglichen Weise Gebrauch machen können, sollte alles frei zugänglich sein und den Kindern in Augenhöhe präsentiert werden. Der automatische Aufforderungscharakter des Materials ist ja ein wesentlicher Faktor dieses pädagogischen Ansatzes. Regale oder Rollschränke, die in kindgerechten Dimensionen gearbeitet sind und auf schrägen Regalböden ihren Inhalt gut darbieten, sind mehr als nur eine nette Dreingabe – sie sorgen dafür, dass Kinder tatsächlich nach dem Montessori-Material greifen und es benutzen. Sehr viel Raum nimmt ein typisches Montessori-Regal dabei gar nicht ein: entsprechend den Ideen der Gründerin soll jedes Bestandteil nur einmal vorhanden sein. Auf diese Weise sollen Kinder lernen, zu teilen, zu planen und Verantwortung zu übernehmen.

Maria Montessori und ihr Weg zum Montessori-Material

Maria Montessori, die Begründerin der nach ihr benannten pädagogischen Methode, war eine der ersten Frauen, die in Italien ein Medizinstudium abschlossen. Während ihrer letzten Studienjahre und als Assistenzärztin nahm Maria Montessori sich zunächst der Förderung von Kindern an, die als geistig behindert galten. Damals begann sie, Materialien zu entwickeln, mit denen sie die Neugier und Aufmerksamkeit der Kinder wecken und wachhalten wollte. Die in dieser Arbeit gewonnenen Einsichten vertiefte Montessori in der Betreuung von Arbeiterkindern. Ihr pädagogischer Ansatz, 1906 zum ersten Mal schriftlich niedergelegt, beruht darauf, dass Kinder aus sich selbst heraus ein Bedürfnis haben, zu lernen, ihren Platz in der Welt zu verstehen und einzunehmen. Vor allem den ersten sechs Lebensjahren kommt bei Montessori große Bedeutung zu. Die hier angeeigneten Eigenschaften und Fertigkeiten sieht sie als Grundlage der späteren Entwicklung an.