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Orff-Instrumente

Die Instrumente des Orff-Schulwerks

Orff-Instrumente ermöglichen Schülern erste musikalische Erfahrungen

2020 würde Carl Orff seinen 125. Geburtstag feiern. Vielen ist er als Komponist der „Carmina Burana“ geläufig, Musiklehrerinnen und -lehrern ist der Komponist und Musikpädagoge aber auch durch das Orff-Schulwerk, das er zusammen mit seiner Mitarbeiterin Gunild Keetman entwickelte, ein Begriff.

Dieses musikpädagogische Konzept Orffs und Keetmans ist auch um die 90 Jahre nach seiner Veröffentlichung – natürlich inzwischen etwas weiterentwickelt und ergänzt – weit verbreitet. Durch das Zusammenwirken von Musik, Bewegung und Sprache sollen sich Schülerinnen und Schüler selbst ausdrücken und ihre Kreativität ausleben.

Warum sind das Orff-Schulwerk und seine Instrumente noch heute so populär?

Das Orff-Schulwerk und seine Instrumente kommen bereits in der musikalischen Früherziehung zum Einsatz wie auch in der Heilpädagogik.

Sie haben den Vorteil, dass sie schon nach einer kurzen Übungsphase und auch ohne Notenkenntnisse schnell von den Kindern gespielt werden können. So können beim Musizieren alle mitmachen (nicht nur die, die bereits Noten und ein Instrument lernen).

Orff-Instrumente

Diese rasch eintretenden Erfolgserlebnisse motivieren und begeistern die Kinder für Musik, ganz ohne die Notwendigkeit von Musikschulunterricht, den sich nicht jeder leisten kann, oder einem besonderen musikalischen Talent. Die Freude an der Bewegung und dem Musizieren stehen im Vordergrund.

Hinzu treten das erwähnte Zusammenspiel und die Einheit von Musik, Tanz und Sprache. Die Kinder tanzen, singen und begleiten sich selbst mit den Instrumenten.

Dabei können die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihren Gefühlen und Stimmungen kreativ Ausdruck verleihen und improvisieren, sondern sie lernen auch gemeinsam in der Gruppe zu agieren.

Orff-Instrumente

Damit nicht alles durcheinandergeht und auch, um die Töne bewusst wahrnehmen zu können, lernen sie, konzentriert bei der Sache zu bleiben.

Mit dem Orff-Schulwerk üben sich die Kinder darin, verschiedene Tonhöhen, Unterschiede in der Tondauer, dem Rhythmus und der Dynamik in der Musik zu erkennen, wodurch sie ihr Gehör schulen.

Die Orff-Instrumente

Die Instrumente, die beim Orff-Schulwerk zum Einsatz kommen, werden als Orff-Instrumente bezeichnet. Das klassische Orff-Instrumentarium wurde mit der Zeit immer wieder erweitert.

Gemeinsam ist den Instrumenten, dass die Kinder schnell auf ihnen einfache Rhythmen spielen können.

Von Beginn an nahmen Stabspiele, wie Xylophone, Metallophone und Glockenspiele, eine wichtige Rolle ein. Zu den gestimmten Instrumenten kommen noch Klangbausteine mit Holz- oder Metallstäben. Mit ihnen ist auch ein erster Kontakt mit Noten möglich. Um das Notenlernen zu erleichtern, sind auf den Stabspielen häufig die Noten auf den einzelnen Stäben abgebildet.

Orff-Instrumente

Mit Zimbeln, Becken und Triangeln können Töne erzeugt werden, die lange klingen. Holzblock- und Röhrentrommeln, Claves sowie Kastagnetten machen kurze Töne möglich.

Orff-Instrumente

Weitere Rhythmusinstrumente, wie z. B. Rasseln, Schellenringe, Maracas, Tamburine, Pauken und Trommeln, sowie Effektinstrumente und Naturgeräuschinstrumente ergänzen das Repertoire.

Orff-Instrumente

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Über Bettina Kroker

Seit 2014 arbeite ich bei Betzold in Ellwangen als Online-Redakteurin. Im Betzold-Blog möchte ich Lehrerinnen und Lehrern den ein oder anderen Tipp weitergeben, der den Schulalltag erleichtert und Zeit spart. Da ich stets auf der Suche nach neuen, interessanten Blog-Themen bin, freue ich mich immer über Ihre Vorschläge: blog@betzold.de.

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