Ziele der offenen Arbeit
Ziel ist eine Art offen gelebter Partizipationsgedanke. Wie schon von Maria Montessori angeregt, soll dem kindlichen Entfaltungsdrang der notwendige Raum gegeben werden. Kinder sind die Motoren ihrer eigenen Entwicklung und wissen als Experten ihrer individuellen Interessen ganz genau, welche Kenntnisse sie wann erlernen, vertiefen und entdecken.
Ein weiteres Ziel des offenen Konzepts ist eine komplette Flexibilisierung der pädagogischen Arbeit. Erzieherinnen und Erzieher müssen sich auf das Konzept einlassen, um ihre Aufgaben bestmöglich zu erfüllen. Ein Festhalten an alten Abläufen steht der notwendigen kooperativen Zusammenarbeit untereinander im Weg.
Herausforderungen für pädagogische Fachkräfte
Eine der größten Herausforderungen für pädagogische Fachkräfte ist das bereits erwähnte Loslassen etablierter Arbeitsabläufe. Wer den vermeintlich sicheren Hafen der gruppenbezogenen Arbeit verlässt, muss sich auf eine gute Kommunikation untereinander verlassen können. Die verbindliche Absprache zwischen den pädagogischen Fachkräften ist der Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche offene Arbeit. Wenn alle an einem Strang ziehen und ihre Ideen nacheinander und nicht gleichzeitig umsetzen, können alle Beteiligten von der neuen Situation profitieren.
- Umdenken von Gruppenverantwortlichkeit auf Verantwortlichkeit für einen Funktionsraum
- enge Absprache mit Kolleginnen und Kollegen
- ein offenes Ohr für alle Kinder und unter Umständen auch für die dazugehörigen Eltern
- Priorisierung pädagogischer Ideen
Wie Erzieherinnen und Erzieher ihre Arbeit in einem offenen Kindergarten empfinden, hängt zum Teil auch davon ab, ob sie starr einem Funktionsraum zugeordnet sind, oder ob sie in einem rotierenden System in wöchentlichem oder 2-wöchentlichem Abstand für einen anderen Raum und die dort aktiven Kinder verantwortlich sind.