Die Rolle der Erzieherinnen und Erzieher in der Montessori-Pädagogik
Pädagogischen Fachkräften kommt in der Montessori Pädagogik eine besondere Rolle zu. Beim Erlernen von Fähigkeiten und Informationen kommt dem Kind in der Montessori Erziehung keine passive Rolle zu, sondern das Kind wird in diesem Fall als aktiver und wissbegieriger Entdecker der Umwelt gesehen. Das Kind entwickelt sich also frei nach seinen Fähigkeiten und Interessen. Oft zitiert wird hier das Bild vom „Baumeister seiner selbst“.
Viele weitere Informationen (nicht nur für Schulen) zur Montessori-Pädagogik gibt es auch in unserem Schul-Blog.
Erzieherinnen und Erzieher sind hier also als aufmerksame Beobachter der kindlichen Entfaltung und Interessen zu sehen. Anhand der genauen und aktiven Beobachtung der Kinder lässt sich die offene Arbeitsweise nach Montessori umsetzen. Die mit Sinnesmaterial ausgestattete vorbereitete Umgebung bildet neben Alltagssituationen und der Entdeckung der Natur die Basis für den kindlichen Wissenserwerb.
Wesentliche Punkte, die von Sinnesmaterial erfüllt werden sollten:
- selbsterklärend
- hoher Aufforderungscharakter
- die Sinne ansprechend
- Selbstkontrolle ist möglich
Weiterhin sollen Erzieherinnen und Erzieher: immer zur Stelle sein, um Hilfestellung zu leisten (wenn dies von den Kindern gewünscht wird) / immer ein offenes Ohr haben / die freie Entfaltung der Interessen fördern / nicht korrigieren, sondern Kinder ermutigen, selbst einen anderen Weg zur Problemlösung zu finden / Kindern Rückzugsmöglichkeiten und Gelegenheit zum Innehalten bieten / die vorbereitete Umgebung in bestmöglicher Ordnung halten / Anleitung geben und Möglichkeiten aufweisen, aber auch das Experimentieren zulassen ...
Kurzum: Das Kind nicht als Gefäß sehen, das mit Wissen gefüllt werden soll, sondern voller Respekt als Mensch, der sich nach dem eigenen freien Willen entwickelt und entfaltet.