Textilkompetenz: Die „Gos“ und „No-Gos“ der Lehrerkleidung
Es gibt allerdings schon ein paar Dinge, die man als modisches „No-Go“ bezeichnen kann.
Dazu zählen:
- bauchfreie Oberteile,
- transparente Textilien,
- Hosen, die einen Blick auf die Unterwäsche erlauben (was auch manche Schüler beachten sollten …),
- löchrige und ungewaschene Kleidung.
Info
Die Krawattennote
Ein Sonderfall ist das Referendariat. Hier stehen Sie unter Beobachtung von Leuten, die Sie benoten müssen. Während dieser Zeit (sollte zwar nicht, aber) kann auch Ihre Kleidungswahl Einfluss auf die Notengebung nehmen.
In die Bewertung des Zweiten Staatsexamens fließen auf Grundlage der Einschätzungen Ihrer Fachseminarleiter und eines Schulgutachtens Noten für Ihre Unterrichtskompetenz, erzieherische Kompetenz und Handlungs- und Sachkompetenz ein. Diese Noten sind selten transparent und stehen bei Referendarinnen und Referendaren immer wieder in Verdacht, nicht objektiv zu sein.
Manch einer vermutet z.B., dass es der Fachseminarleiter lieber gesehen hätte, wenn eine Krawatte den Hals geschmückt hätte (deshalb die Bezeichnung "Krawattennote") und die Chucks stattdessen zuhause geblieben wären. Viele gehen die Kleiderwahl in dieser Zeit deshalb etwas konservativer an. Aber: Sie müssen nicht schicker sein als Ihr Chef ;)
Trotz der umgangssprachlichen Bezeichnung dieser möglichen Notenbeeinflussung ist die Krawatte unserer Meinung doch recht „old school“!
Eine unpassende Kleiderwahl kann eine Angriffsfläche bieten
Liegt die Zeit der Prüfungen hinter Ihnen, sollten Ihnen diese Konsequenzen bei der Wahl des Gewands doch bewusst sein: Vollkommen aus der Mode gekommene, extravagante oder zu legere Kleidung bietet den Schülerinnen und Schülern eine meist gern genutzte Angriffsfläche. Wenn Sie auf einen textilbezogenen Spitznamen und „lustige“ Kleidungsanekdoten in der Abschlusszeitung verzichten können, sollten Sie die Finger davon lassen.
Im Bankerlook mit Anzug und Kostüm sind Sie im Schulalltag andererseits aber an den meisten Schulen etwas overdressed. Sakko und Blazer zur Jeans sind für viele eine gern genutzte Option. Genauso wie Bluse/Hemd, Pullover oder Shirt zur Jeans, Stoffhose oder Rock. Hauptsache gepflegt, nicht zu freizügig oder gammlig.
Und Achtung: Wenn Sie dazu neigen, Kreidestaub an der Kleidung abzuwischen, besser wenig Schwarz tragen!
An manchen Schulen in der Schweiz sieht man die Sache noch strenger. Dort suchen manche Schulen bereits Rat bei Stilberatern und folgen einem Kleidercodex, der von der Frisur bis zum Schuhwerk alles regelt. Fusselige Strickjacken und Kapuzenjacken stehen dort auf dem Index – auf Strafen bei modischen Verstößen wird jedoch (noch) verzichtet …
Hat Kleidung einen Einfluss auf den Unterricht?
Wie auch immer Sie sich für die Schule anziehen, Kleidung macht keine bessere oder schlechtere Lehrkraft aus Ihnen – möglicherweise machen Sie es sich durch einen nachlässigen oder zu auffälligen Stil aber unnötig schwer.
Die Kleidung bestimmt nun mal das erste Bild, das andere von uns haben. Überlegen Sie sich, ob Sie damit so souverän und authentisch umgehen können, dass die Schülerinnen und Schüler Ihre Autorität nicht in Frage stellen.
Dagegen kann auch die perfekte Kleidung fehlende Motivation und pädagogische Defizite nicht vor Schülern und dem Kollegium verbergen.
Eine praktische und gut aussehende Lehrertasche komplettiert das Outfit: