Inhalte der Einschulungsuntersuchung
Die Inhalte der Einschulungsuntersuchung konzentrieren sich auf den individuellen Entwicklungsstand der Kinder. Einzelne - vorher festgelegte Bereiche - werden durch geschulte Mitarbeiter des Gesundheitsamtes untersucht und getestet. Die Schulfähigkeit der Kinder und die dafür notwendigen Entwicklungsschritte stehen dabei im Fokus der Betrachtung. Ziel der Untersuchung ist in allen Fällen, dass jedes untersuchte Kind den bestmöglichen Start in die schulische Laufbahn erhält. Wird also in der ESU ein Defizit im Bereich Sprache festgestellt, kann bis zum Schulstart eine gezielte Förderung erfolgen, die bereits erkannte Defizite ausgleicht.
Allgemeine Inhalte der Einschulungsuntersuchung:
- Hör- und Sehvermögen
- Größe und Gewicht der Kinder
- U-Heft und Impfpass
- chronische Erkrankungen
- Sprachentwicklung
- Körpermotorik
- Feinmotorik
- Mathematisches Basiswissen
- soziale Interaktion
Neben den Untersuchungen ist auch ein Elternfragebogen wichtiger Teil der ESU. Hier werden durch die Eltern Fragen zu chronischen Erkrankungen, bereits erfolgten Therapien, Medienkonsum und Sorgen zur altersgersgerechten Entwicklung beantwortet.
Unterschiede zwischen den Bundesländern
Die Einschulungsuntersuchung (ESU) ist verpflichtend in allen Bundesländern. Der Inhalt der Untersuchung unterscheidet sich dabei kaum. Fähigkeiten, die zum Erlangen der Schulfähigkeit wichtig sind (Motorik, soziale Kompetenzen, kognitive Fähigkeiten), stehen in allen Teilen der Bundesrepublik Deutschland im Fokus der ESU.
Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern bestehen in den folgenden Punkten:
- Nicht in allen Bundesländern ist ein Beobachtungsbogen für Erzieherinnen und Erzieher Teil der ESU.
- Die Zahngesundheit wird nicht überall geprüft.
- Der Ort der Untersuchung kann variieren. Diese kann entweder in der jeweiligen Kindertageseinrichtung, im Gesundheitsamt, oder in Räumen der Gemeinde stattfinden.
Rolle der ErzieherInnen bei der Einschulungsuntersuchung
Als pädagogische Begleiter der Entwicklung des Kindes und als Bezugspersonen in den Kindertageseinrichtungen können Erzieherinnen und Erzieher durch ihre Kenntnis der Kinder ein wichtiger Teil der Einschulungsuntersuchung sein. Ein separater Fragebogen, in dem pädagogische Fachkräfte ihre Beobachtungen festhalten können, ist allerdings nicht in allen Bundesländern Teil der ESU.
Neben der Beobachtung, pädagogischen Einschätzung und Vorbereitung der Kinder auf die geplante Untersuchung, ist auch die Elternarbeit Teil der Aufgaben einer Erzieherin, eines Erziehers. Elternfragen zur Untersuchung werden beantwortet, Ängste genommen und Aufklärungsarbeit zu Entwicklungsverzögerungen geleistet.