Heute kommen in jeder Stunde verschiedene Unterrichtsmethoden und Sozialformen zum Einsatz.
Besonders nahe dürfte Wieman das in der Montessori-Pädagogik verbreitete Motto „Hilf mir, es selbst zu tun“ stehen.
Aktives Lernen im Unterricht
Obwohl Wiemans Fokus eigentlich auf dem Lernen an der Uni liegt, kann sein active Learning auch den Schulunterricht bei passenden Gelegenheiten bereichern.
Für die naturwissenschaftlichen Fächer Physik, Chemie und Biologie ist das aktive Lernen nach Wieman sicher besonders gut geeignet.
Doch auch in anderen Fächern gibt es Themenbereiche, die sich die Schülerinnen und Schüler selbst erarbeiten können. Wichtig ist, dass es sich dabei um kleinere Unterthemen mit überschaubarem Lernstoff handelt.
Für große Themenbereiche ist die Methode nicht geeignet.
Aufbauend auf vorhandenem Wissen und mithilfe der Arbeitsmaterialien und einer Fragestellung dürfen die Schülerinnen und Schüler eigenständig loslegen. Das Lernziel sollte dabei gut zu erreichen sein, damit die Lernenden motiviert arbeiten. Das Ziel zu erreichen, macht Lust noch weitere Erfolge zu erzielen.
Fehlern kommt hier eine positive Bedeutung zu und sie stellen ein wichtiges Element für das tiefergehende Verständnis dar. Da Sie als Lehrkraft direkt bemerken, wo die Probleme der Schüler liegen, können Sie die oft geäußerte Vorgabe, alle Schüler dort abzuholen, wo sie wissenstechnisch gerade stehen, besser erfüllen.
Was bewirkt aktives Lernen?
Vorteile für Schülerinnen und Schüler:
- Die Schülerinnen und Schüler lernen mehr.
- Die Schülerinnen und Schüler machen die Erfahrung, dass Fehler zum Lernen dazugehören.
- Die Schülerinnen und Schüler können sich das Gelernte besser merken.
- Die Schülerinnen und Schüler verbessern ihr grundlegendes Verständnis für die aktiv erarbeiteten Themen und können das Wissen adaptieren.
- Schülerinnen und Schüler üben sich im selbstständigen arbeiten, diskutieren, kritischen hinterfragen und konstruktiven kritisieren.
Mögliche Nachteile:
- Der Zeitaufwand ist schwerer einzuschätzen und evtl. höher.
- Einige Schülerinnen und Schüler könnten sich ausklinken, andere mehr arbeiten.
- Schülerinnen und Schüler finden den Lehrervortrag bequemer und sprechen sich eher dafür aus.