Vorteile: Keine Frage, diese Anordnung ist sicher ideal für kooperatives Arbeiten: Die Schülerinnen und Schüler sitzen sich gegenüber und können sich in Gruppenarbeitsphasen gut abstimmen. Erstklässler bzw. neu zusammengestellte Klassen lernen sich so schnell gut kennen. Auch Freiarbeit und besonders Stationenlernen klappen mit dieser Tischformation gut.
Sie können sich frei im Klassenraum bewegen und erreichen alle Schülerinnen und Schüler leicht, z. B. um Hilfestellungen zu geben. Auch die Kinder profitieren bei Arbeitsphasen, in denen sie sich bewegen, z. B. um Materialien zu holen, von den freien Räumen.
Nachteile: Das Kommunikationspotential ist aber auch der große Nachteil! An den Gruppentischen – von einigen Lehrerinnen und Lehrern auch liebevoll Partytische genannt – können sich die Schülerinnen und Schüler so wunderbar unterhalten, dass sie dabei kaum von der Lehrperson „abgelenkt“ werden. Haben Sie also besonders viele Quasseltanten (und –onkel) in Ihrer Klasse, müssen Sie sich auf zahlreiche Ermahnungen einstellen.
Sobald dann die Tafel zum Einsatz kommt, sind für einen Teil der Schülerinnen und Schüler Dehnübungen der Hals- und Nackenpartie angesagt. Da diese leider nur einseitig ausgeführt werden, führt das jedoch eher zu Verspannungen als zu einer Verbesserung der Beweglichkeit. Damit sich die Schülerinnen und Schüler von der einseitigen Halsdrehung erholen können, ist ein rotierendes Platztauschsystem sinnvoll – oder Drehstühle.
| Sicht zur Tafel |
abhängig vom Sitzplatz: 2 bis 5 |
| Platzbedarf |
2-3 |
| Ablenkungspotential |
4 |
| Flexibilität |
2-3 |
| Blickkontakt |
1 (am Gruppentisch), 3-4 (zwischen den Gruppen) |
Das U – die große Gesprächsrunde
Auch bekannt als das „Hufeisen“.
Vorteile: In der U-Form lässt es sich gut diskutieren und Gespräche führen. Jeder sieht jeden und Sie haben einen guten Überblick über die Schülerinnen und Schüler.
Im Inneren des U‘s ist Platz für einen Sitzkreis, Bewegungsspiele oder Präsentationen.
Nachteile: Da in vielen Klassenzimmern nicht ausreichend Platz für ein U ist, wachsen am U-Inneren gerne kleine „Wurmfortsätze“ oder es wird mittig ein Gruppentisch aufgestellt. Die Schülerinnen und Schüler an diesen Plätzen sehen zwar gut an die Tafel, allerdings haben sie auch einen Teil ihrer Mitschüler im Rücken, was den Sinn dieser Sitzordnung etwas untergräbt.
Die hintere Reihe genießt den Vorteil, gerade auf die Tafel sehen zu können, der Rest muss sich etwas drehen, was langfristig zu Verspannungen führen kann.
Das U lässt sich nur schwer zur Gruppenarbeit nutzen. Wenn diese bei Ihnen häufig auf dem Plan steht, ist diese Sitzordnung eher ungeeignet.
| Sicht zur Tafel |
2 |
| Platzbedarf |
3 |
| Ablenkungspotential |
2 |
| Flexibilität |
3-4 |
| Blickkontakt |
1 |
L-Grüppchen – der Transformationskünstler unter den Sitzordnungen
Je zwei Zweiertische werden zu einem L zusammengeschoben und meist fischgrätenartig angeordnet.
Vorteile: Um in Vierergruppen zusammenarbeiten zu können, muss sich nur ein Schüler/eine Schülerin in die innere Ecke des Ls setzen oder die Tische werden schnell zu einem Gruppentisch zusammengeschoben. Alle Schülerinnen und Schüler sehen gut Richtung Tafel.
Nachteile: Frisst mehr Platz als frontal ausgerichtete Reihen und ist für Gesprächsrunden nur wenig besser geeignet als diese.
| Sicht zur Tafel (je nach Ausrichtung) |
1-2 |
| Platzbedarf |
3 |
| Ablenkungspotential |
2 |
| Flexibilität |
2 |
| Blickkontakt |
2 bis 4 (je nach Ausrichtung) |
Andere Tischformen – für das bewegliche Klassenzimmer
Manche Schulen sind von den üblichen rechteckigen Zweiertischen abgekommen und schwören auf dreieckige Einzeltische.