Informationen zum Pilzprojekt
Anders als es sich durch ihr Wachstum im Waldboden und an Bäumen vermuten lässt, sind Pilze keine Pflanzen und auch keine Tiere. Sie bilden eine eigene Sparte, und zwar die der Pilze.
Was aus dem Waldboden wächst, ist der Fruchtkörper des Pilzes, der sich aus dem Myzel entwickelt – einem Geflecht aus aus feinsten Fäden, die wie Wurzeln unter der Erde wachsen. Der Pilz vermehrt sich dann über Sporen, die im Fruchtkörper gebildet und durch den Wind verbreitet werden. Im Gegensatz zu Pflanzen benötigen Pilze kein Sonnenlicht, um zu wachsen. Sie gedeihen in der Dunkelheit und ernähren sich von organischem Material, das im Boden oder an Bäumen zu finden ist. Tote Tiere, Äste, Laub, Tannennadeln, alles wird durch den Pilz zersetzt und verarbeitet.
Im Herbst schießen die Fruchtkörper dann wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden.
Bei Wald- oder Wiesenspaziergängen lassen sich gemeinsam mit den Kindern unterschiedliche Pilzarten entdecken. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen giftigen Exemplaren und essbaren Pilzen.
Allgemeine Hinweise für den Projektaufbau in Kindergarten und Kita gibt es im Blogbeitrag „Projekte im Kindergarten – Praxisideen und Material“.
Pilze selbst züchten
Zum besseren Verständnis des Themas „Pilze“ können auch eigene Pilze gezüchtet werden. Hierzu kann entweder ein Pilzzuchtset gekauft werden, in dem die Startkultur (Myzel) enthalten ist.
Aber auch ohne ein solches Set können Pilze gezüchtet werden, auch wenn der Erfolg nicht immer garantiert ist.
Hierzu werden die Hüte von Speisepilzen verwendet, die auch Sporen enthalten können. Diese werden in einem dunklen, gut belüfteten Behälter auf einer Schicht befeuchtetem Stroh (oder auch auf Kaffeesatz) ausgebracht und regelmäßig weiter befeuchtet. Bei bis zu 20 Grad Raumtemperatur zeigen sich nach einigen Wochen die ersten Ergebnisse.
Pilzsporen-Druck
Altersempfehlung: ab 3 Jahren (mit Hilfestellung)
Dauer: ★★★★☆ lange / 1 Tag (Trocknungszeit)
Schwierigkeit: ★☆☆☆☆ leicht
Material: Tonpapier/Fotokarton, Pilze, Holzstäbchen, Schere, Messer, Klebestift, Fasermaler
So geht’s: Den Pilzhut aufschneiden, sodass die Lamellen freiliegen. Den Pilz nun mit den Lamellen auf das Papier pressen. Der Pilzhut wird nun mit einem Tropfen Wasser beträufelt. Mit einer Schüssel abdecken und mindestens 12 Stunden warten, bis die Pilze vom Papier gelöst werden. Unter den Pilzen haben sich nun die Sporen auf dem Papier abgesetzt. Diese Muster können nun ausgeschnitten, gestaltet und an ein Holzstäbchen geklebt werden.
Tipp: Die Pilzreste werden natürlich nicht weggeworfen. Sie können zu einer schmackhaften Füllung für Pfannkuchen verarbeitet werden. Hierzu einfach die Pilze in Stücke schneiden und mit Zwiebelwürfeln in einer Pfanne braten. Dann Schnittlauch unterheben, auf die Pfannkuchen geben und diese einrollen oder umklappen.