Wie werden Lapbooks im Unterricht eingesetzt?
Sie können Lapbooks sowohl zur Festigung und Ergebnissicherung eines Unterrichtsthemas als auch zur Erarbeitung neuer Themen einsetzen. Meist steht der Inhalt der Klappbücher in einem gewissen Rahmen fest. Die Schülerinnen und Schüler müssen das Thema so aufbereiten, dass die wichtigsten Punkte in abstrahierter Form abgebildet werden.
Für eine komplett selbstständige Erarbeitung sollten die Schülerinnen und Schüler schon etwas geübter im Umgang mit den Lapbooks sein.
Dabei lernen sie,
- Texte aufmerksam zu lesen,
- wichtige Punkte zu erkennen,
- Informationen zu kompakt zu bündeln,
- Ergebnisse übersichtlich und verständlich zu dokumentieren und
- zu präsentieren.
Wie erstellt man ein Lapbook?
- Ein Thema festlegen.
- Detailrecherche zum Thema.
- Herausschreiben der wichtigsten Punkte (diese so kurz, aber präzise wie möglich).
- Bildrecherche zum Thema.
- Zusammentragen der Informationen und des Bildmaterials.
- A3 oder A2 Blatt beidseitig zur Mitte falten, sodass ein Altarfalz (= die beiden äußeren Seiten werden nach innen gefaltet ohne zu überlappen) entsteht. Alternativ kann das Papier auch einfach mittig gefaltet werden oder sie experimentieren mit anderen Faltmöglichkeiten.
- Pssende innere Elemente auswählen und basteln.
- Arrangieren der zusammengetragenen Informationen auf dem A3 oder A2 Blatt.
- Festkleben der Bestandteile.
- Fertig :-)
Methode einführen: Von den ersten Schritten zum Lapbook-Profi :)
Da die Arbeit mit den Klappbüchern für die Schülerinnen und Schüler eine ganz neue Erfahrung darstellt, ist es am besten, Schritt für Schritt vorzugehen.
- Zu Beginn können Sie der Klasse, z. B. an Stationen, die Inhalte für das Lapbook bereitstellen.
So sind alle Informationen vorgegeben, die Schülerinnen und Schüler lernen aber bereits Infos aus Texten für das Klappbuch zu kürzen und sich nur das wichtigste herauszupicken. Bei den Innenteilen und Faltungen ist zunächst weniger mehr. Nach und nach können Sie das Spektrum erweitern.
Für Erst- und Zweitklässler könnte das beim allerersten Lapbook schon etwas zu schwer sein. Ihnen können Sie die Infos und Bilder zunächst komplett und in komprimierter Form bereitstellen. Die Inhalte sind so zwar identisch, aber beim Ausschneiden, Anordnen und Gestalten können sich auch die Kleinen gut einbringen und lernen die Herangehensweise an die Lapbook-Arbeit kennen.
- Wenn das gut klappt, geben Sie beim nächsten Lapbook vielleicht nur noch die Unterpunkte vor. Neben bereitgestellten Arbeitsblättern dürfen die Schülerinnen und Schüler ihr Lehrbuch oder das Internet selbst nach Infos durchforsten.
- Für lapbook-erfahrene Kinder reicht dann schon eine kurze Einführung ins Hauptthema aus. Die Recherche liegt dann ganz in der Hand der Schüler. So können sehr individuelle Klappbücher entstehen.
Natürlich spielt auch das Alter der Schülerinnen und Schüler eine Rolle dabei, wie selbstständig sie arbeiten können. Schritt 3 ist für die meisten Grundschulkinder wahrscheinlich noch zu schwierig und kann dann an der weiterführenden Schule erfolgen.