3. Erzählerposition:
Wer in die Rolle des Erzählers bzw. Vorlesers schlüpft, muss eine gute Position haben. Am besten steht der Erzähler seitlich des Kamishibais, sodass die Bilder und das Publikum in seinem Blickfeld liegen.
Besonders wenn ein anderer Schüler oder Sie das Wechseln der Bildkarten übernehmen, muss sich der Erzähler immer wieder versichern können, was gerade gezeigt wird. Dabei sollte er aber auch nicht nur in Richtung Kamishibai reden, sondern überwiegend in Richtung Publikum.
4. Bildkarten einprägen:
Um das zu können, muss sich der Erzähler vorab gut mit den Bildkarten vertraut machen. Je besser er die Karten kennt, umso kleiner ist die Gefahr, dass er wichtige Teile der Geschichte vergisst oder in der Erzählung vorgreift. Er muss sich gut überlegen, was er dazu erzählen möchte. Wird die Geschichte vorgelesen, können Markierungen oder Seitenwechsel einen Bildwechsel anzeigen.
5. Erzählerrolle üben:
Am Anfang können Sie die Rolle des Erzählers übernehmen und den Schülern so ein Beispiel geben. Im nächsten Schritt teilen sich mehrere Schüler eine Geschichte. Zunächst übernimmt jeder Schüler nur ein Bild und steigert sich langsam, bis er sich eine ganze Geschichte zutraut. So haben die Schüler schneller Erfolgserlebnisse, gewinnen dadurch mehr Sicherheit und trauen sich infolgedessen mehr zu. Außerdem ist es für alle umso spannender, je mehr aktiv mitmachen können.
Tipp
Hier zeigt Erzählkünstler und Erzählpädagoge Norbert Kobler auf dem von Betzold veranstalteten digitalen Bildungskongress im Herbst 2021 tolle Tipps für das Erzählen mit dem Kamishibai-Theater:
6. Erzählpausen einbauen:
Kleine Pausen in der Geschichte erlauben es dem Publikum, sich über die Beweggründe und Gefühle der Protagonisten Gedanken zu machen, die Handlung besser zu verstehen oder zu raten, wie es weitergeht.
Solch kleine Gespräche über die Handlung machen es für alle noch spannender und lockern die Stimmung auf.