Grafomotorische Entwicklung im Kleinkindalter
Kinder begreifen ihre Umwelt mit allen Sinnen. Das Ertasten und Umklammern von Gegenständen und Personen gehört somit zum ersten Erfahrungsschatz, den sich Kinder in ihren frühen Lebensjahren aufbauen und im Laufe ihres Lebens stetig erweitern. Ein Fühlmemo oder andere Tastspiele bieten Anreize, die Hände zum Sammeln dieser Erfahrungen einzusetzen.
Spielerisches Lernen erleichtert das Vermitteln und regelmäßige Üben wichtiger Fähigkeiten – nicht nur im Kindesalter. Fingerspiele, Bastelarbeiten und Spiele mit Sand oder Knete fördern das taktile Empfinden der Kinder und unterstützen gleichzeitig wichtige Basiskompetenzen der grafomotorischen Entwicklung:
- Beweglichkeit der einzelnen Finger sowie der Gelenke im Bereich der Arme und Schultern
- Handmuskulatur sowie gezielter und gesteuerter Einsatz dieser Muskeln
- Ausbilden der dominanten Hand
- Auge-Hand-Koordination
Meilensteine der grafomotorischen Entwicklung
Im Kleinkindalter verläuft die grafomotorische Entwicklung – auf die reine Stifthaltung bezogen - vom Umklammern des Stiftes am oberen Ende mit der ganzen Faust, über einen Vierpunktgriff (der im Verlauf der Entwicklung am Stift entlang von oben nach unten wandert) bis hin zum Dreipunktgriff. Wichtig ist die unverkrampfte Haltung des Schreibgerätes, da eine Lockere Stifthaltung vor dem Ermüden der betroffenen Muskelgruppen schützt.