Wie funktionieren Eselsbrücken?
Eselsbrücken funktionieren auf drei Arten besonders gut:
Reime:
Besonders leicht fällt es Schülerinnen und Schülern, sich Sätze zu merken, die sich reimen. Die sprachlich rhythmischen Formen bleiben sozusagen „im Ohr hängen“ :)
Beispiele:
- 7-5-3 – Rom schlüpft aus dem Ei
- Im Osten geht die Sonne auf,
im Süden nimmt sie ihren Lauf,
im Westen wird sie untergehn,
im Norden ist sie nie zu sehn.
Sätze mit den Anfangsbuchstaben der Lernbegriffe bilden:
Eine weitere klassische Eselsbrücken-Variante besteht darin, Sätze zu bilden, deren Worte mit denselben Anfangsbuchstaben beginnen, wie der Lerninhalt, den man sich einprägen möchte.
Diese Vorgehensweise ist besonders gut für eine bestimmte Abfolge oder Auflistung von Begriffen geeignet.
Damit die Merksätze auch wirklich gut einprägsam sind, sollten sie anschaulich, mit dem eigentlichen Lerngegenstand verbunden oder witzig sein.
Beispiele:
- Die Planeten des Sonnensystems:
→ Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun
→ Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel
- Die Himmelsrichtungen:
→ Norden-Osten-Süden-Westen
→ Nie ohne Seife waschen
Daneben kommen auch Akronyme, also bildliche Vorstellungen oder Merkhilfen vor, wie z. B. das Abzählen der Fingerknöchel, um festzustellen, ob ein Monat kurz ausfällt (28, 29 bzw. 30 Tage) oder 31 Tage hat.
Bilder-Eselsbrücken
Eselsbrücken funktionieren auch in bildlicher Form. Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Auswendiglernen eher schwer tun, können die Merksätze auch zeichnerisch darstellen.
Beispiel:
Um sich die Namen und die Lage der deutschen Bundesländer zu merken, können die Kinder sich passende Symbole zu den Bundesländern ausdenken und auf einer Deutschlandkarte einzeichnen. Eine weitere Gedächtnisstütze wäre es, die Karte als Puzzle zu gestalten. Beim Zusammensetzen prägen sich die Ländernamen und deren Lage besser ein.