Fragen und Antworten
Wo arbeiten ErzieherInnen?
Erzieherinnen und Erzieher arbeiten in Kindergarten, Kita, Hort, Jugendheim, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung und vielen anderen Bereichen, in denen Heranwachsende gefördert und betreut werden.
Was machen ErzieherInnen?
Erzieherinnen und Erzieher beschäftigen Kinder mit geplanten Angeboten, fördern Kinder und Jugendliche in ihrer sprachlichen, sozialen, kreativen und allgemeinen Entwicklung. Erzieherinnen und Erzieher leisten außerdem einen großen Beitrag im Bereich der Elternarbeit.
Wie wird man ErzieherIn?
Der Weg in den Erzieherberuf kann vielfältig sein. Neben einer rein schulischen Ausbildung an speziellen sozialpädagogischen Fachschulen gibt es in einigen Bundeländern die Möglichkeit, eine praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zu absolvieren. Auch Quereinsteigern bieten viele Bundesländer die Möglichkeit, die Prüfung zur staatlich anerkannten Erzieherin/zum staatlich anerkannten Erzieher nach dem Erwerb des erforderlichen Wissens abzulegen.
Wie lange dauert die Ausbildung?
In Vollzeit beläuft sich die Dauer der Ausbildung im Durchschnitt auf 2 - 4 Jahre. In Teilzeit sind es durchschnittlich 3 - 6 Jahre. Im PIA-Modell beträgt die Dauer 3 Jahre.
Ist die Ausbildung einheitlich in ganz Deutschland?
Die Ausbildungsinhalte, die Zugangsvoraussetzungen und die Dauer der Ausbildung variieren je nach Bundesland. Daher ist es wichtig, sich im Vorfeld über die Anforderungen zur Zulassung und die Finanzierung - da die rein schulische Ausbildung keinerlei monatliches Entgelt beinhaltet - kundig zu machen. Eine staatlich anerkannte Erzieherin/ein staatlich anerkannter Erzieher kann allerdings, unabhängig davon, in welchem Bundesland die Abschlussprüfung abgelegt wurde, in ganz Deutschland tätig sein.
Welche Stärken sollten Auszubildende im Erzieherberuf mitbringen?
Neben den offensichtlichen Talenten, wie der Freude an der Arbeit mit Kindern, psychischer und physischer Belastbarkeit, Geduld, Kreativität und musikalischem Grundverständnis sind auch Organisationstalent, Einfühlungsvermögen, gute Deutschkenntnisse und das Interesse an pädagogischen Fragestellungen von hoher Wichtigkeit.
Allgemeines Berufsbild
Die allgemeinen Aufgaben einer Erzieherin/eines Erziehers lassen sich in den folgenden Worten zusammenfassen: Fördern der Kinder, Planen von Aktivitäten, Betreuen der Entwicklung, Analysieren von Verhalten. Im Vordergrund stehen hierbei immer das Wohl und die optimale Entwicklung der Kinder. Die Kinder werden ihren individuellen Fähigkeiten nach gestärkt und gefördert. Die Bewertung der einzelnen Talente und Kenntnisse steht hier nicht im Vordergrund. Viel mehr geht es darum, Kinder in ihrer sprachlichen, sozialen und persönlichen Entwicklung zu stärken und die Chancengleichheit für jedes Kind zu ermöglichen.
Das landläufige Vorurteil "Erzieher spielen und basteln den ganzen Tag" kann daher von allen, die Tag für Tag mit Kindern arbeiten, widerlegt werden. Der Alltag in Kindergarten und Kita wird durch die Erzieherinnen und Erzieher organisiert, geplant und beobachtet. Das Singen, Spielen, Tanzen, Basteln oder Vorlesen gehört ebenso zu den Aufgaben wie die Bearbeitung von Beobachtungsbögen, die Vorbereitung von Entwicklungsgesprächen, das Schreiben von Lerngeschichten und die pflegerische Betreuung, also das Wickeln, der Kinder.
Ausbildungsinhalte
Die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher liegt, wie viele Themen im bildungspolitischen Bereich, bei den Bundesländern. Detaillierte Inhalte der Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher werden daher durch die ortsansässigen Schulen und Bildungsinstitute veröffentlicht.
Allgemeine Inhalte sind: Politik- und Solzialkunde, Religion/Ethik, Deutsch, Fremdsprachen
Berufsbezogene Inhalte sind: Pädagogische Theorien und Maßnahmen, Kunst, Musik, Sprachentwicklung, Rechtliche Inhalte, allgemeine Organisation