Eingewöhnung und Wiedereingewöhnung nach Schließungszeiten
Nach längeren Schließungszeiten in Kindergarten und Kita während der Corona-Krise, ist für Neuankömmlinge in der Gruppe natürlich auch eine bedürfnisorientierte Eingewöhnung notwendig, die eine Bindung zwischen Kind und Einrichtung ermöglicht. Aber auch für Kinder, die die jeweilige Kindertagesstätte bereits besucht haben, kann eine Wiedereingewöhnung Sinn machen, um nach den ungewöhnlichen vergangenen Wochen Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln.
Ersteingewöhnung während der Corona-Krise
Wichtig ist hier, dass bei der Durchführung der ersten Schritte in der Eingewöhnung keine anderen Kinder oder andere Eltern anwesend sind. Die ersten Gespräche zwischen Sorgeberechtigten und Erzieherinnen oder Erziehern sollten telefonisch erfolgen. Der Prozess der Eingewöhnung wird in einem separaten Raum gestartet, wenn kein anderes Kind in der Notbetreuung anwesend ist, oder nach den Betreuungszeiten der Notbetreuung. Die Kinder und auch die Eltern sind zu schützen und das Unterbrechen der Infektionsketten hat höchste Priorität. Sind die ersten Trennungsversuche erfolgreich, wird die schrittweise Eingewöhnung in der Gruppe gestartet. Auch dieser Schritt erfolgt stundenweise und nur mit der jeweiligen Bezugserzieherin / dem Bezugserzieher.
Wiedereingewöhnung
Von Kindern, die bereits Erfahrungen in dem jweiligen Kindergarten oder der Kita gesammelt haben, wird erwartet, dass sie sich bei einem Neustart nach Schließungszeiten leichter tun. Dies muss allerdings nicht der Fall sein. Daher ist es wichtig, auch die Kinder zu unterstützen, die nur zögerlich wieder in den Kita-Alltag einsteigen. Zeit ist hier der wichtigste Faktor. Auch wenn die Eltern nach der Zeit der geschlossenen Kindergärten bedacht darauf sind, schnell wieder in ihr Büro / zu ihrer Arbeitsstelle zu gelangen, darf ein schnelles Abliefern an der Tür des Kindergartens im Sinne der Kinder nicht passieren. Je nach Kind und emotionaler Verfassung sollten sich die Sorgebrechtigten Zeit nehmen, um die neue Situation bestmöglich zu meistern. Für die Kinder ist das Ankommen im zuvor gewohnten Alltag wichtig und den Eltern sollte vermittelt werden, dass in den ersten Tagen des Wiedereinstiegs in den Kindergartenalltag kein Stress aufkommen sollte. Zeitdruck und Drängen können auch auf die Wiedereingewöhnung negative Auswirkungen haben.
Für die Wiedereingewöhnung
- Laden Sie die Eltern ein, bei Spaziergängen an der Kita vorbeizulaufen. Ein kurzes Winken oder ein Gespräch können Erinnerungen hervorholen, die den Kindern den Wiedereinstieg erleichtern.
- Bereiten Sie die Kinder auf den bewährten Kommunikationswegen (Telefonate, Videochats, Briefe, persönliche Gespräche) auf die bevorstehende Öffnung der Kitas vor. Gemeinsam mit den Sorgeberechtigten erzeugen Sie so eine positive Einstellung auf die bevorstehenden Änderungen.
- Gerade in den ersten Tagen nach der erneuten Ankunft in den Einrichtungen benötigen die Kinder Zeit, um die Rituale und Regeln in Kindergarten und Kita wieder zu verinnerlichen und zu akzeptieren. Lassen Sie die Kinder langsam ankommen und fördern Sie das Erzählen und den Austausch über die Schließungszeit.