Lehrerin hilft Schülerin
Unterrichtsstörungen
Veröffentlichung: 11.09.2025

Unterrichtsstörungen positiv begegnen: Praxistipps für den Schulalltag

Wenn Schülerinnen und Schüler im Unterricht stören, fällt ist konzentriertes Arbeiten schwer. Unterrichtsstörungen gezielt zu begegnen, erfordert mehr als nur Sanktionen. In diesem Beitrag zeigt unser Gastautor Christoph Eichhorn, wie Sie durch Anerkennung, kleine Erfolge und eine gelingende Zusammenarbeit mit den Eltern das Lernverhalten positiv beeinflussen können.
Christoph Eichhorn
Christoph Eichhorn
Gastautor
© contrastwerkstatt / Fotolia.com 

Kommt der Umgang mit Unterrichtsstörungen in der Lehrerausbildung zu kurz?

Wenn Sie an Ihr Studium zurückdenken, was würden Sie aus heutiger Sicht bemängeln?

Ging es Ihnen vielleicht wie einem Fünftel Ihrer Kolleginnen und Kollegen, die nach dem 1. Staatsexamen einen regelrechten „Praxisschock“ erlebten? Unterrichtsstörungen sind dabei nur ein Aspekt, der dazu beitragen kann.

Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach befasste sich 2012 im Auftrag der Vodafone Stiftung u.a. mit der Lehrerausbildung. Besonders beim Thema Praxisnähe konnte den Ausbildungsinstitutionen keine gute Note ausgestellt werden:

Kreisdiagramm Praxisschock
Quelle: Vodafone-Stiftung, Studie: „Lehre(r) in Zeiten der Bildungspanik“, 2012; Grafik: Betzold

Im Zentrum der Vermittlung stehen Didaktik und Methodik und natürlich sollen angehende Lehrerinnen und Lehrer im Laufe ihres Studiums zu Experten ihrer Fächerkombination werden.

Eines scheint dabei jedoch vernachlässigt zu werden: Die Hälfte der befragten Lehrkräfte bemängelt eine unzureichende Vorbereitung auf die Berufspraxis.

Der Umgang mit Schülern, Eltern, Kollegen, einfach der gesamte Schulalltag kommt für 40 Prozent der Befragten zu kurz. Sie haben gelernt, ein Fach zu unterrichten, ihnen wurde aber relativ wenig darüber beigebracht, Schüler zu unterrichten.

So äußert sich auch Lehramtsstudentin Helen A. gegenüber dem Spiegel: Auch später im Studium gibt es so gut wie keine Kurse, in denen gelehrt wird, wie man richtig unterrichtet, mit verschiedenen Situationen umgeht, wie man sich durchsetzen kann oder mit Eltern sprechen soll."

Dazu kommt, dass Lehrerinnen und Lehrer neben dem eigentlichen Unterricht immer mehr erzieherische Aufgaben übernehmen sollen.

Viele wünschen sich deshalb mehr Hilfestellungen, um schwierige Situationen wie Disziplinprobleme und Unterrichtsstörungen gut meistern zu können!

Unterrichtsstörungen sind ein komplexes Problem

Unterrichtsstörungen gehören zu diesen schwierigen Situationen – schwierig, weil die Ursachen für die Störungen komplex, die Erscheinungsformen variantenreich und die Intensität sehr unterschiedlich sind.

Jeder hat eine andere Auffassung davon, was bereits eine Störung darstellt oder nur etwas auf die Nerven geht. Unterrichtsstörungen können deshalb leider nicht so verallgemeinert werden, dass nur noch Punkte auf einer Checkliste auf dem Weg zum störungsfreien Unterricht abgehakt werden müssen.

Es kommt auf die individuelle Situation an: auf Sie als Lehrkraft, die Situation Ihrer Schüler, die Klasse, die Lernumgebung und weitere Umwelteinflüsse.

Was sind Unterrichtsstörungen?

„Unterrichtsstörungen sind Ereignisse, die den Lehr-Lernprozess beeinträchtigen, unterbrechen oder unmöglich machen, indem sie die Voraussetzungen, unter denen Lehren und Lernen erst stattfinden kann, teilweise oder ganz außer Kraft setzen.“
- Gert Lohmann in seiner Publikation „Mit Schülern klarkommen. Professioneller Umgang mit Unterrichtsstörungen und Disziplinkonflikten“, 2003 -

Unterrichtsstörungen sind …

    • verbale Unterrichtsstörungen (schwatzen, Zwischenrufe),
    • unruhiges Verhalten (kippeln, herumlaufen, herumzappeln),
    • Unaufmerksamkeit (kein Interesse am Unterricht, geistige Abwesenheit, Zettelchen schreiben),
    • Umgang mit störenden Gegenständen (Smartphone, Fußballsticker tauschen)
    • Verweigerung der Unterrichtsbeteiligung,
    • Aggression (verbale Auseinandersetzungen, Sachbeschädigungen, körperliche Auseinandersetzungen) sowie
    • gröbere Verstöße gegen die Schulregeln.
Schülerin spielt mit Handy
Störende Gegenstände, Schwätzen, unruhiges Verhalten oder einfach Unaufmerksamkeit – Unterrichtsstörungen sind vielfältig. © belchonock/Depositphotos.com

Auch wenn die Störungen in Ihrer Klasse eher in die Kategorie „Plausch unter Sitznachbarn“ fallen, kosten sie doch Zeit, Kraft, Konzentration und Motivation. Sie sind einer der großen Belastungsfaktoren im Lehrerberuf und haben negativen Einfluss auf die Lehrergesundheit.

Was verursacht Unterrichtsstörungen?

Meist gehen Unterrichtsstörungen von den Schülern aus – aber nicht immer: Auch die unmittelbare Umwelt (Baulärm, Hitze …) und selbst Lehrerinnen und Lehrer können den Unterricht stören (ungerechtes Verhalten, fehlende Einbeziehung der Schüler, schlechte Vorbereitung, Inkonsequenz …).

Das Alter der Schüler, Schulart und Lage der Schule spielen beim Auftreten von Unterrichtsstörungen genauso eine Rolle, wie Sie selbst als Lehrerinnen und Lehrer. Ihre Einstellung, Auftreten und Kompetenz als Leiter und „Manager“ der Klasse. Nun wollen wir damit aber nicht andeuten, dass Unterrichtsstörungen auf einen Mangel an den eben genannten Eigenschaften hindeuten!

Unterricht ist störanfällig und das ist nicht verwunderlich: Ein Schultag ist lang, es werden komplexe Inhalte vermittelt, die Klassen sind groß, weder die Schüler noch Sie können dabei ununterbrochen motiviert und konzentriert bleiben.

Störungen sind nicht immer zu vermeiden! Sie brauchen deshalb Strategien wie Sie mit ihnen umgehen sowie die Intensität und Häufigkeit reduzieren können.

Gelingt es nicht, die Unterrichtsstörungen schnell zu beheben oder stören einzelne Schüler besonders häufig, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen. Ist der Schüler körperlich nicht in der Lage lange stillzusitzen und sich ruhig zu verhalten oder stecken Umwelteinflüsse (Probleme in der Familie oder mit Freunden/Mitschülern/Lehrern, Erziehungsstil der Eltern, zu hohe Erwartungen) dahinter.

Auch eine Über- bzw. Unterforderung im Schulunterricht kann Kinder zu Störenfrieden werden lassen. Bei Schülern im entsprechenden Alter wirkt sich natürlich auch die Pubertät auf das Verhalten aus – zu Ihrem Leidwesen und dem der Eltern selten positiv …

Classroom Management: Lehrer als Manager der Klasse

Aktuell kommt niemand, der sich mit Fragen zur Qualität des Schulunterrichts befasst, an einem Mann vorbei: John Hattie. Der neuseeländische Bildungsforscher wertete riesige Datenmengen aus rund 800 Metaanalysen aus und kommt (wir komprimieren die Ergebnisse nun sehr stark) zu dem Schluss: Auf die Lehrer kommt es an!

Im Sinne eines besseren Unterrichts fordert er Pädagoginnen und Pädagogen dazu auf, sich immer wieder in die Perspektive der Schüler hineinzudenken. Ein Gedanke, der bereits 1977 durch Peter-Fritz Hallberg formuliert wurde: „Könnten wir die Störung als Mitteilung des Schülers entschlüsseln, sprich verstehen, so könnten wir eine adäquate Antwort geben.“ Wo „Hineindenken“ nicht weiterhilft, bleibt immer noch das offene Gespräch, um den als Störungen verschlüsselten Mitteilungen auf den Grund zu gehen.

Seinen Erfolg verdankt Hattie auch der Auflistung von Faktoren, die einen unterschiedlich großen Effekt auf die Qualität des Unterrichts haben. Weit oben auf dieser Liste ist das „Classroom Management“, die Klassenführung, zu finden. Aber was verstehen wir unter einem guten Classroom Mangement?

Zunächst einmal wird ein geeigneter „Manager“ benötigt und das sind Sie! Ihr Handeln soll sicherstellen, dass ein lernwirksamer und strukturierter Unterrichtsablauf an dem Schüler partizipieren, gewährleistet ist. Das Vermeiden und Unterbinden von Unterrichtsstörungen ist ein zentraler Teil dieser Aufgabe.

Was tun bei Unterrichtsstörungen?

Sollte es während des Unterrichts zu Störungen kommen, müssen Sie entsprechend handeln, damit die Aufmerksamkeit der Schüler nicht nachlässt. Sie können aber auch proaktive Maßnahmen treffen, die Ihnen helfen Unterrichtsstörungen im Vorfeld zu vermeiden. Wir haben Ihnen einige Tipps zusammengestellt, wie Sie Störungen vermeiden und wie Sie auf diese reagieren können.

Mädchen Lehrerin lachend im Klassenzimmer
Ist die Stimmung gut, lernt es sich leichter, Quelle: Betzold

Proaktive Maßnahmen gegen Unterrichtsstörungen

Mithilfe der folgenden proaktiven Kriterien der Klassenführung (wir orientieren uns hier an den bei Carolyn Evertson und Edmund Emmer 2009 beschriebenen Kriterien) kann die Zahl der Unterrichtsstörungen vermindert werden:

1. Klassenzimmer vorbereiten

Der Unterrichtsraum sollte klar strukturiert und übersichtlich sein. Die Schüler sollten sich darin wohlfühlen. Treffen Sie vor Beginn der Stunde Vorbereitungen, wenn die Schüler z.B. Zugang zu Materialien benötigen.

2. Regeln und Rituale einführen und einhalten

Führen Sie möglichst frühzeitig Regeln und Verhaltensweisen ein, damit die Schüler Klarheit über erwünschtes bzw. unerwünschtes Verhalten haben. Einmal festgelegt müssen Sie konsequent auf die Einhaltung der Regeln achten. Haben vorherige Lehrerinnen und Lehrer der Klasse bereits Regeln und Rituale etabliert, sollten Sie auf diesen aufbauen.
Noch ausführlichere Infos zu diesem Thema finden Sie im Blog-Beitrag „Rituale im Unterricht“.

3. Konsequenzen ziehen

Vereinbaren Sie mit den Schülern Folgen für ihr Verhalten und setzen Sie sie stets umgehend um. Sanktionieren Sie aber nicht nur negatives Verhalten, sondern bestärken Sie genauso das Positive! Die Belohnungen können Sie gemeinsam aushandeln.

4. Gutes Klassen- und Lernklima schaffen

Wer sich in seiner Klassengemeinschaft angenommen und wohl fühlt, kann sich besser auf den Unterricht konzentrieren. Stärken Sie das Zusammengehörigkeitsgefühl der Klasse wann immer möglich durch gemeinsame Aktivitäten und Gemeinschaftsprojekte. Auch Ihr Verhalten gegenüber der Klasse trägt wesentlich zu einem guten Klima bei. Versuchen Sie den Schülern ein Vorbild in ruhigem, höflichem und respektvollem Verhalten zu sein.

5. Aufmerksam bleiben

Haben Sie stets ein Auge auf Ihre Schüler, um frühzeitig zu bemerken, wann sie unruhiger werden und sich Störungen anbahnen. Besonders der Beginn einer Stunde und der Wechsel von Unterrichtsphasen stellen störanfällige Momente dar. Über einen längeren Zeitraum sollten Sie auch die soziale und schulische Entwicklung der Kinder im Blick haben und analysieren.

6. Die Unterrichtsstunde gut vorbereiten

Gut vorbereitete Stunden laufen meist störungsfreier ab. Geben Sie Ihren Schülern die Möglichkeit, die Ergebnisse der Stunde zu präsentieren und gehen Sie auf Beiträge gezielt ein. Loben Sie mehr als Sie kritisieren. Die Schüler sollen dadurch motiviert und aktiviert werden. Orientieren Sie sich möglichst an den Kompetenzen der Schüler.

7. Schüler Verantwortung übernehmen lassen

Kinder wachsen an der Übernahme von Klassenämtern, der Wahl zum Gruppensprecher oder einer Ausbildung als Streitschlichter. Die übertragene Verantwortung macht sie selbstbewusster, engagierter für die Klassengemeinschaft, die dadurch gestärkt wird. Auch ein Klassenrat schult die Kinder darin, Verantwortung zu übernehmen.
Hier geht’s zum Blog-Beitrag „Der Klassenrat – Selbstorganisation und Demokratie im Unterricht“.

8. Unterricht klar strukturieren

Ist Ihr Verhalten und Unterricht klar strukturiert, trägt dies wesentlich zu einem guten Unterrichtsfluss mit wenigen Unterbrechungen bei. Material sollte deshalb immer vorbereitet sein und schnell verteilt werden, geben Sie klare Arbeitsanweisungen und gestalten Sie den Wechsel von Arbeitsphasen deutlich. Die Schüler sollten immer wissen, was sie gerade zu tun haben. Halten Sie sich nicht mit der Besprechung von kleinen Unterbrechungen seitens der Schüler auf. Versuchen Sie nicht abzuschweifen und verzichten auf allzu lange Monologe.

9. Kooperatives Lernen fördern

Schüler profitieren beim gemeinsamen Lernen z.B. n Partner- und Gruppenarbeit wechselseitig vom Wissen und den Fertigkeiten des Partners. Die Sozialkompetenz wird gestärkt.

    Reaktive Maßnahmen gegen Unterrichtsstörungen

    Selbst mit dem besten Unterricht können Sie Störungen jedoch nicht immer verhindern. Aufgrund der bereits angesprochenen Vielschichtigkeit der Ursachen und Formen ist es schwierig, allgemeingültige Tipps zu geben. Die folgenden reaktiven Handlungskriterien bieten aber Ansätze für sinnvolle Maßnahmen.

    1. Zeitnah handeln

    Reagieren Sie umgehend, ohne Diskussionen zuzulassen, auf eine Störung, so dass die Sache keine Wellen schlagen kann.

    2. Entsprechend reagieren

    Nonverbale (Blickkontakt, Annäherung an den „Unruheherd“) und verbale Reaktionen (Ansprechen – wer über Schlagfertigkeit und Humor verfügt, ist im Vorteil) ergänzen sich. Machen Sie auf die Regeln aufmerksam, die missachtet wurden. Das Ignorieren von Störungen löst das Problem nicht.

    3. Vereinbarte Konsequenzen umsetzen

    Als proaktive Maßnahme haben Sie den Schülern vermittelt, welche Konsequenzen unangemessenes Verhalten mit sich bringt. Nun müssen Sie das Besprochene konsequent umsetzen. Die Folgen sollten angemessen, aber unangenehm sein.

    4. Maßnahmen ergreifen

    Treten die Störungen immer wieder auf, können Sie die Sitzordnung verändern und Privilegien entziehen. Suchen Sie aber auch das Gespräch und gehen (durchaus selbstkritisch) auf die Suche nach den Ursachen der Störungen.

    5. Sanktionen verhängen

    Auf Ermahnungen müssen Verwarnungen folgen, die in schweren Fällen zum Ausschluss vom Unterricht führen können.

    6. Hilfe suchen

    Wann immer es möglich ist, sollten Sie Störungen im engeren Kreis zwischen sich und den Schülern regeln. Manchmal ist das aber nicht ausreichend. In diesem Fall sollte das weitere Vorgehen mit der Schulleitung abgesprochen werden und ggf. externe Beratungsstellen (z.B. Jugendhilfe, Therapeuten) eingeschaltet werden.

    7. Gelassen bleiben

    Mit Unterrichtsstörungen ist jeder Lehrer konfrontiert, sie gehören zum normalen Lehreralltag. Reagieren Sie souverän und bleiben Sie möglichst ruhig und gelassen. Wut und Angst verschlimmern die Situationen eher.

    Frau rauft sich die Haare
    Gelassen bleiben :), Quelle: Betzold

    Beschränken Sie sich aber nicht auf die reaktiven Kriterien! Ein gelungenes Classroom Management steht und fällt mit der Einbindung von proaktiven Strategien.

    Aktivität, Anerkennung, die Übernahme von Verantwortung und Erfolgserlebnisse sind der Schlüssel zu einem störungsarmen Unterricht. Die Schüler müssen verstehen, was von ihnen verlangt wird und einen Sinn darin sehen. Je interessanter und flüssiger der Unterricht abläuft, umso weniger Störungen treten auf.

    Hier noch ein Tipp v.a. für die Grundschule: „Weniger Unterrichtsstörungen mit dem KlasseKinderSpiel“.

    Für Ihre angehenden Kolleginnen und Kollegen wünschen wir uns, dass bereits während der Lehrerausbildung künftig ein stärkerer Fokus auf den Umgang mit Schwierigkeiten wie Unterrichtsstörungen gelegt wird, denen sie als Lehrerinnen und Lehrer in Ihrer Praxis begegnen!

    Zum Abschluss noch eine positive Zahl aus der eingangs erwähnten Studie: Trotz Unterrichtsstörungen und sonstigen Herausforderungen ihres Schulalltags überwiegt bei 81% der befragten Lehrerinnen und Lehrer die Freude an ihrem Beruf. Und Ihre Leistung wird geschätzt: Nach Arzt, Krankenschwester und Polizist landet der Lehrerberuf auf Platz vier der angesehensten Berufe in Deutschland :)

    Literaturtipps:

      • Michael Felten: Nur Lernbegleiter? Unsinn, Lehrer! Lob der Unterrichtslenkung, Cornelsen.
      • Christoph Eichhorn: Classroom-Management: Wie Lehrer, Eltern und Schüler guten Unterricht gestalten, Klett-Cotta.
      • Hans-Peter Nolting: Störungen in der Schulklasse: Ein Leitfaden zur Vorbeugung und Konfliktlösung, Beltz Verlag.
      • Gert Lohmann: Mit Schülern klarkommen. Professioneller Umgang mit Unterrichtsstörungen und Disziplinkonflikten, Cornelsen Scriptor Praxis.

    Häufig gestellte Fragen zum Thema "Unterrichtsstörungen":

    Was ist eine Unterrichtsstörung?

    Eine Unterrichtsstörung ist ein Ereignis, das den Unterricht und damit das Lehren und Lernen beeinträchtigt oder sogar verhindert. Die Störung kann verschiedene Formen annehmen und von Schülern, Lehrenden oder äußeren Faktoren verursacht werden.

    Welche Störungen gibt es im Unterricht?

      • verbale Unterrichtsstörungen
      • unruhiges Verhalten
      • Unaufmerksamkeit
      • Umgang mit störenden Gegenständen
      • Verweigerung der Unterrichtsbeteiligung
      • Aggression (verbal, körperlich, Sachbeschädigungen)
      • gröbere Verstöße gegen die Schulregeln

    Wie mit kann mit Unterrichtsstörungen umgegangen werden?

    Ein gutes „Classroom Management“ (Klassenführung) kann Lehrkräften helfen, mit Unterrichtsstörungen umzugehen. Dabei dienen proaktive Maßnahmen wie die Einführung von Regeln und Ritualen der Vorbeugung von Störungen. Reaktive Maßnahmen wie eine adäquate Reaktion oder die Umsetzung von Konsequenzen bieten Lehrerinnen und Lehrern Handlungsoptionen, wenn Unterrichtsstörungen auftreten.

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    Wer schreibt hier?

    Christoph Eichhorn war Lehrer und Schulpsychologe. Er publizierte zum Thema „Classroom-Management” in China, Südkorea, England, Deutschland, der Schweiz und Österreich. An 18 Universitäten und 21 Pädagogischen Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gab er Workshops und Webinare.