Arbeit mit Artikelboxen:
Hierbei handelt es sich um drei verschiedenfarbige Boxen. Für den Artikel „der“ wird eine blaue Box genommen, für „die“ eine rote und für „das“ eine grüne Box.
Außen wird der Artikel draufgeschrieben. Die Boxen können überall positioniert werden. Sie teilen an Ihre Schülerinnen und Schüler Bildkarten aus, die in die jeweils richtige Box einsortiert werden sollen. Die Bildkarten können nacheinander einzeln in die Box gepackt werden, angenehmer ist es für die Kinder und Jugendlichen jedoch, wenn sich alle gleichzeitig vom Platz erheben und ihre Bildkarte in die richtige Box hineinlegen. Dann hält sich das Risiko des Bloßstellens vor der Klasse stark in Grenzen. Sind alle Bildkarten einsortiert, wird im Plenum „kontrolliert“, ob die Kärtchen richtig eingeordnet wurden.
Mögliche konkrete Anwendung in der Praxis: Die Arbeit mit Artikelboxen bietet sich wunderbar für die Arbeit mit Ober- und Unterbegriffen an. Lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler zunächst die Oberbegriffe (z. B. das Obst, das Gemüse, das Tier, die Jahreszeit, das Wetter, die Schule, das Möbel, der Beruf, der Wochentag, der Monat, …) als Wortkarten in die Boxen einordnen. Bei der Kontrolle werden die Kärtchen nacheinander herausgeholt – mit dem Folgeauftrag, für jeden Oberbegriff vier (oder wenn möglich mehrere) Unterbegriffe zu finden.
Konzentrationsspiel – Wörter merken:
Sie bereiten schriftlich 10 Wörter vor, die Ihre Lernenden bereits kennen und die mit der anstehenden Stunde bzw. der vergangenen Stunde zu tun haben.
Diese Auswahl an Wörtern wird von Ihnen langsam und mit Pausen (ohne Artikel) vorgelesen. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich alle Wörter merken. Erst nachdem Sie das zehnte Wort ausgesprochen haben, dürfen die Schülerinnen und Schüler mit dem Aufschreiben beginnen.
Sie versuchen sich an alle Wörter zu erinnern. Die Lernenden sehen im Merken aller Wörter eine Herausforderung. Je öfter man diese Methode im Unterricht einsetzt, desto mehr Wörter können sich die Kinder merken. Anfangs sind das vielleicht 4 bis 5 Wörter, dann schaffen sie schon 7 bis 8 Wörter und wollen dann alle 10 erreichen. Sie stellen also einen Fortschritt bei sich selbst fest.
Tipp zur Erhöhung des Schwierigkeitsgrades und zur Weiterarbeit:
- Stufe 1: Sie suchen sich nur Nomen aus: Im Anschluss könnten die Artikel und Plural-Formen ergänzt werden.
- Stufe 2: Sie benutzen Nomen und Verben: Im Anschluss könnten alle Nomen in der gleichen Farbe und alle Verben in der gleichen Farbe markiert werden. Nomen werden wieder mit Artikeln und dem Plural ergänzt und Verben werden konjugiert.
- Stufe 3: Sie verwenden Nomen, Verben und Adjektive: Im Anschluss könnten Sie die Nomen, Verben und Adjektive farbig markieren lassen. Zu den Nomen werden die bestimmten/unbestimmten Artikel und der Plural geschrieben, Verben werden konjugiert und Adjektive gesteigert.
Wörterkette:
Diese Art des Unterrichtseinstiegs bietet sich dann an, wenn die Schülerinnen und Schüler zu einem aktuellen Thema bereits ein paar mehr Informationen bzw. einen ausgeprägteren Wortschatz haben.
Sie geben ein Wort vor. Der letzte Buchstabe des vorgegebenen Wortes ist gleichzeitig der erste Buchstabe des neuen Wortes. Zwei Dinge sind wichtig: Kein Wort darf zwei Mal genannt werden und die Wörter müssen mit dem vorgegebenen Thema zu tun haben.
Beispiel für eine Wörterkette zum Thema „Tiere auf dem Bauernhof“:
Ziege – Ente – Esel – Lamm – Maus – Schwein - …
Vernetzung:
Diese Methode eignet sich für eher fortgeschrittenere Schülerinnen und Schüler.
Ähnlich wie bei den Wörtern, die aus einzelnen Buchstaben zusammengepuzzelt werden, sollen die Sprachenlernerinnen und -lerner hier aus einem „Pool“ (dieser kann als Gedankenblase, Wolke oder Spinnennetz gestaltet werden) vorgegebener Wörter sinnvolle Sätze bilden. Es müssen aber nicht alle Wörter verwendet werden.
Tipp für die Unterrichtspraxis: Die Methode der Vernetzung eignet sich besonders gut zur Wiederholung von Merksprüchen oder Regeln der Grammatik.
Cluster:
Starten Sie Ihre Unterrichtsstunde doch einfach mal mit einem stummen Impuls und warten ab, was Ihre Schülerinnen und Schüler zum anstehenden Thema bereits wissen.
Sie können in die Mitte des Blattes ein Wort, einen Satz oder ein Bild einfügen, zu dem sich die DaZ-Gruppe ganz unvoreingenommen und spontan äußern darf. Oftmals wissen unsere Kinder und Jugendlichen nämlich mehr, als wir denken.
Bei dieser Methode des Unterrichtseinstiegs kommt es nicht auf grammatikalische Korrektheit an, sondern dass es aus unseren Sprachenlernerinnen und -lernern „heraussprudeln“ darf. Einfach mal probieren.