5. Fachliche und pädagogische Kompetenz
Ein fundiertes Wissen und Spaß am eigenen Fachbereich sind Grundvoraussetzungen dafür, dass es mit dem Respekt der Klasse klappt. Nach dem Studium sollten Sie diesen Punkt abhaken. Vertrauen Sie sich, Ihrem Wissen und Ihrer Kompetenz!
Wer dieses Wissen dann noch spannend und abwechslungsreich vermitteln kann, hat bei den meisten Schülerinnen und Schülern einen guten Stand. Unter #Unterrichtsmethoden finden Sie im Blog viele Ideen, wie Sie Ihren Unterricht abwechslungsreich strukturieren können.
6. Gerechter Umgang mit den Schülerinnen und Schülern
Wenn man Schülerinnen und Schüler fragt, was sie an ihren Lehrerinnen und Lehrern am meisten schätzen, hört man häufig „Gerechtigkeit“. Ein fairer Umgang mit den Schülerinnen und Schülern ist sicher auch das Ziel so ziemlich jeder Lehrkraft. Aber trotzdem wird von Klassenseite nicht jede/r als gerecht wahrgenommen. Was verbirgt sich also hinter dieser „Gerechtigkeit“? Im Beitrag „Können Lehrerinnen und Lehrer immer gerecht sein?“ haben wir folgende Punkte herausgearbeitet:
- Seien Sie für die Schülerinnen und Schüler berechenbar, indem Sie auf ähnliche Situationen ähnlich reagieren.
- Seien Sie transparent, indem Sie Ihre Erwartungen, Regeln und Bewertungen/Noten vorab erläutern und Feedback geben.
- Seien Sie konsequent, indem Sie Ankündigungen auch durchsetzen.
- Seien Sie unvoreingenommen, indem Sie sich nicht von früheren Noten und dem Verhalten einzelner Schülerinnen und Schüler beeinflussen lassen.
7. Respektvoller Umgang beruht auf Gegenseitigkeit
Wie heißt es so schön wie wahr: Respekt ist keine Einbahnstraße! Ein gegenseitiger respektvoller Umgang trägt zu einer positiven Lernumgebung bei. Höflichkeit, Freundlichkeit und v.a. Wertschätzung sind in diesem Zusammenhang wichtig. Besonders bei pubertierenden Schülerinnen und Schülern, die es darauf anlegen, Sie zu provozieren, ist das nicht immer einfach. Trotzdem ist es wichtig, sich der Vorbildfunktion bewusst zu sein und entsprechend zu handeln: konsequent und klar, aber ohne selbst beleidigend, unsachlich oder sarkastisch zu werden.
8. Jede/r macht mal Fehler
Auch Lehrerinnen und Lehrer machen Fehler – und das nicht nur zu Beginn der Laufbahn ;) Vielleicht hat man Punkte in einer Klassenarbeit übersehen, das falsche Arbeitsblatt kopiert oder sich bei einem Detail im Unterricht geirrt. Kann passieren. Für die Beziehungen zu Ihren Schülerinnen und Schülern ist es wichtig, dass Sie die Fehler eingestehen können und transparent klären. Nehmen Sie es mit Humor, das kommt immer gut an :) Der offene Umgang mit Fehlern kann auch allgemein zu einer positiven Fehlerkultur beitragen.
9. Interesse an den Schülerinnen und Schülern haben
Lehrerinnen und Lehrer, die ein ehrliches Interesse an den Schülerinnen und Schülern zeigen, lernen diese besser kennen und verstehen. So erhalten Sie ein klareres Bild, vermeiden Vorurteile und können Situationen differenzierter bewerten. Dabei geht es nicht darum, der beste Kumpel der Klasse zu werden. Hören Sie zu, ohne schnell zu unterbrechen, ordnen Sie die Aussagen im Anschluss ein, ohne Sie zu stark nach den eigenen Maßstäben zu bewerten.
Gerade bei schwierigeren Schülerinnen und Schülern hilft es, sich durch das Wissen um ihre Stärken und anderen Eigenschaften keinen zu negativen Blick anzueignen und immer auch die Fortschritte zu sehen und zu kommunizieren.
10. Seien Sie geduldig
Wenn Sie zum dritten Mal erklären, was die Schülerinnen und Schüler als nächstes machen sollen, sich das zehnte Kind meldet, weil es auf die Toilette muss und nicht die Antwort auf Ihre Frage geben möchte oder die Rückmeldezettel auch nach ständigem Ermahnen nicht wieder komplett zu Ihnen zurückgefunden haben, ist das mit der Geduld so eine Sache. Aber laut zu werden und den Puls auf 180 steigen zu lassen, bringt wenig.
Klare Regeln z.B. für den Toilettengangund Hilfestellungen für vergessliche Kinder entlasten die angespannten Nerven etwas. Bei Kindern, deren Lerntempo trotz Differenzierung etwas langsamer ist, hilft nur geduldig bleiben, um sie nicht zu demotivieren.