2. Festgelegte Sitzordnung:
Sie bestimmen, wer wo und neben wem sitzt.
Aufgrund Ihrer Erfahrungen erstellen Sie einen Sitzplan und teilen den Schülerinnen und Schülern mit, wo sie sitzen.
Vorteile: Wenn Sie die Schülerinnen und Schüler gut einschätzen können, können Sie Unterrichtsstörungen minimieren und Ihre Schülerinnen und Schüler so platzieren, dass es ihrer Konzentration und Mitarbeit zuträglich ist:
- Schülerinnen und Schüler, die nebeneinander häufig für Unruhe sorgen, sitzen getrennt.
- Wer z. B. sehr schüchtern ist oder Lernschwierigkeiten hat, profitiert von einem Platz vorne, um die mündliche Mitarbeit zu verbessern.
- Andere Kinder lernen besser, wenn sie einzeln sitzen und weniger abgelenkt werden.
Nachteile: Die Schülerinnen und Schüler sind über den Sitzplatz und die Nachbarn nicht immer begeistert. Manchmal stellt sich auch heraus, dass eine Sitzkonstellation von der Sie in der Theorie sehr überzeugt waren, in der Praxis doch nicht harmoniert.
Lösungen: Meist legt sich die erste Unzufriedenheit mit dem neuen Sitznachbarn mit der Zeit. Wenn es zwei wirklich nicht miteinander aushalten, unglücklich sind oder den Unterricht stören, können Sie ja nochmal nachjustieren.
3. Junge/Mädchen – Sitzordnung:
Mädchen und Jungen sitzen nebeneinander.
Legen Sie dazu entweder fest, welches Mädchen neben welchem Jungen sitzt oder losen Sie es aus.
Diese Sitzordnung funktioniert natürlich nur, wenn es in etwa so viele Mädchen wie Jungen in der Klasse gibt ;-)
Vorteile: Viele Lehrerinnen und Lehrer haben die Erfahrung gemacht, dass diese Sitzordnung für mehr Ruhe im Klassenzimmer sorgt.
Nachteile: Natürlich können auch Mädchen und Jungen zusammen viel quasseln und Blödsinn machen. Gerade in Zeiten, in denen das jeweils andere Geschlecht gerade „doof“ gefunden wird, müssen Sie in der Anfangszeit einige Proteste über sich ergehen lassen …
Lösungen: Wie bei den anderen Sitzordnungen gilt auch hier: Stellt sich eine Paarung als ungut heraus, muss nochmal durchgetauscht werden. Die Protestwelle vorpubertärer Schülerinnen und Schüler sollten Sie aussitzen.
4. Losen:
Sie übergeben die Sitzordnung (mit Einschränkungen) dem Zufall.
Die Sitzplätze werden durchnummeriert. Die Nummern werden auf Zetteln notiert und die Schülerinnen und Schüler dürfen eine ziehen. Achten Sie darauf, dass die Kinder die Lose nicht tauschen.
Vorteile: Diese Variante gilt als gerecht und kann überraschend positive Sitzkonstellationen hervorbringen, auf die weder Sie noch die Schülerinnen und Schüler gekommen wären.
Nachteile: Losen kann aber auch zur Folge haben, dass überraschend schlechte Sitzkonstellationen entstehen.
Lösungen: Losen funktioniert nur wirklich gut, wenn Sie das Verfahren etwas modifizieren: Die Kandidatinnen und Kandidaten, die Sie gerne in der ersten Reihe hätten und Einzelplatzkandidaten, dürfen ihre Lose aus einem Spezial-Topf ziehen. Nach etwa einer Woche entscheiden Sie, ob noch der ein oder andere Sitzplatzwechsel notwendig ist.
Tipp
Sitzplangenerator-Tool
Statt die Sitzordnung selbst auszulosen, können Sie sich diese Arbeit auch von einem Online-Tool abnehmen lassen: Auf Sitzplangenerator.de haben Sie die Möglichkeit, einen eigenen Sitzplan mit individueller Tischanordnung und den Namen der Schülerinnen und Schüler zu erstellen. Mit einem Klick auf "Losen" wird die Sitzordnung zufällig durchmischt.