Auch scheinbar harmlose Wasserspiele wie Fangen, können schnell zu gefährlichen Situationen führen. Deshalb gilt: Die Aufsichtspflicht besteht nicht nur im Wasser, sondern auch am Beckenrand – von der ersten bis zur letzten Minute.
Der Aufbau einer gelungenen Schwimmstunde
Eine gut strukturierte Schwimmstunde orientiert sich am Aufbau klassischer Sportstunden – mit einem klaren Einstieg, einem gezielten Hauptteil und einem sinnvollen Abschluss.
1. Einstieg: Aufwärmen im Wasser
Der Einstieg lässt sich hervorragend nutzen für
Wassergewöhnungsspiele. Egal, ob Fangspiele oder Figuren nachmachen, mit kleinen Spielen starten alle Altersgruppen mit Freude in die Schwimmstunde. Zudem fördern diese Spiele die Wassergewöhnung der Kinder.
Als Lehrkraft kann man dabei bereits sehr gut beobachten, welche Kinder sich wohl im Wasser fühlen und welche noch Angst haben. Gerade Kinder mit wenig Wassergewöhnung halten sich bei diesen Spielen sehr stark zurück.
Je mehr Kinder noch
Angst vor dem Wasser haben und sich unwohl fühlen, desto mehr solcher Spiele können Sie in die Schwimmstunde einbauen.
2. Hauptteil: Technik | Ausdauer
Setzen Sie im Hauptteil der Stunde einen klaren Schwerpunkt. Dieser sollte entweder das
Erlernen bzw. Verbessern einer bestimmten Schwimmlage sein oder ein Ausdauerthema.
Natürlich lassen sich beide Aspekte miteinander verbinden – dennoch sollte stets einer der beiden im Vordergrund stehen. Wichtig ist es, die Ausdauer nicht in derselben Schwimmlage zu trainieren, in der gerade die Technik geübt wird.
Wenn das Thema der Schwimmstunde z. B. der Rückenarmzug ist, sollten die Kinder danach keine längeren Rückenstrecken schwimmen. Je länger die Strecke, desto schneller verfallen Kinder in alte oder unsaubere Technikmuster.
Das Erlernen oder Verbessern einer Schwimmlage lässt sich hierbei im Idealfall in drei Teilen gestalten:
- Demonstration und Erklärung
- geführte Übung
- individuelle Korrektur und Wiederholung
So haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, zu verinnerlichen, worauf es bei der Technik ankommt, und können diese daraufhin gemeinsam mit Ihnen als Lehrkraft üben. Sobald dies gelingt, können sie allein üben und bei Bedarf individuell korrigiert werden.
3. Abschluss
Der Abschluss der Stunde lässt sich vielfältig gestalten, z. B. durch Wettschwimmen in Form von Staffeln, Tauchen, Springen oder Ähnliches. Gerade weil gegen Ende der Stunde die Konzentration der Kinder nachlässt, eignen sich entspannte und abwechslungsreiche Übungen für den Schluss.
Achten Sie beim Abschluss der Stunde darauf, dass die Klasse zusammenbleibt und Sie alle Kinder im Blick behalten. Beim Springen gilt die Regel, dass immer nur ein Kind springt, sobald das Becken leer ist.