Ob es diesen Effekt gibt, ist in der Wissenschaft umstritten. Einige Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass es weniger eine bestimmte Musik ist, die eine positive Wirkung auf die Lernleistung hat, sondern die gute Stimmung, in die sie uns versetzen kann.
Wer also Klassik nicht mag, kann demnach beruhigt sein und die Musik hören, mit der er sich wohlfühlt. Das sieht auch Eckhard Altenmüller, Professor an der Hochschule für Musik in Hannover, so.
Denn, dass Musik auf unsere Stimmung und Emotionen wirkt, ist kaum zu bestreiten. Sie kann beruhigend und motivierend wirken, glücklich und zufrieden machen, aber auch traurig oder melancholisch. Letzteres wäre fürs Lernen natürlich eher weniger geeignet.
Passende Musik zum Lernen:
- Instrumentalmusik bzw. Musik, bei der der Text nicht anstrengt und ablenkt
- langsame, ruhige Musik
- Musik, die man gerne hört
- entspannende Musik, die eine positive Stimmung hervorruft
- leise abspielen, sodass die Musik im Hintergrund bleibt
Lernen im Rhythmus der Musik
Das Lernen von Gedichten, Vokabeln, Liedern oder mathematischen, physikalischen und chemischen Formeln gehört oft nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen von Schülern. Nicht wenige haben auch Schwierigkeiten mit dem Auswendiglernen.
In solchen Fällen kann Musik helfen: Dazu sollen die Schüler den Text, die Vokabeln oder Formeln rhythmisch erarbeiten oder sie sogar singen. Vielen fällt es leichter, sich an den Text zu erinnern, wenn sie sich die Musik bzw. den Rhythmus in Erinnerung rufen.
Wie das aussehen kann, zeigt DorFuchs auf YouTube: Nach dem Hören seiner Mathe-Songs vergisst man mathematische Formeln so schnell nicht mehr :)
In welchen Arbeitsphasen ist der Einsatz von Musik sinnvoll?
Musik kann in ruhigen Arbeitsphasen sinnvoll sein. In Phasen, in denen Sie oder Ihre Schüler sprechen, ist sie eher ein Störfaktor, da alle dann lauter sprechen müssten, um gut verstanden zu werden.