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Schülerinnen und Schüler lesen Kindergartenkindern vor:
Die „Großen“ aus der Grundschule lesen den „Kleinen“ aus dem Kindergarten oder der Kindertagesstätte vor und beide Seiten profitieren davon.
Projekte dieser Art sind auch unter der Bezeichnung „Book Buddys“ bekannt.
Ausführlichere Infos zu diesem Projekt finden Sie auch im Blog-Beitrag „Book Buddys – Ein Projekt zur Leseförderung“.
Tipp
Einfach vorlesen!
Wenn Sie jetzt denken: Vorlesen ist toll, aber wo finde ich die passenden Geschichten? Dann haben wir hier die perfekte Lösung: Auf der Seite "Einfach vorlesen!" finden Sie jede Woche neue Geschichten für Kinder ab 3, 5 oder 7 Jahren. "Einfach vorlesen" ist ein Projekt der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung.
Werbung: Passend dazu können Sie mit selbst gestalteten Aufklebern von Sticker Mule individuelle Belohnungssticker fürs Vorlesen erstellen.
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Lesenacht:
Lesenächte sind für Schülerinnen und Schüler immer besonders eindrückliche Erlebnisse. Gerade die langen Winterabende, an denen es schon früh dunkel wird, eignen sich prima dafür. Und so haben Sie auch die Wahl, ob die Schüler im Klassenzimmer übernachten dürfen oder nach dem Leseabend von den Eltern abgeholt werden.
Für eine gelungene Lesenacht brauchen Sie bequeme Sitz- und Liegegelegenheiten, angenehmes Leselicht und gute Bücher – am besten zu einem spannenden Thema :)
Je nach Alter der Kinder lesen die Schüler sich gegenseitig oder Sie ihnen vor.
Im Anschluss kann dann gemeinsam über das Gehörte diskutiert werden. Noch spannender wird es, wenn die Erzählungen durch Aktionen ergänzt werden, bei denen die Kinder selbst kreativ werden können (z. B. ein Schattenspiel zur Geschichte, Umdichtung des Endes der Geschichte oder Ideen für eine Fortsetzung). Besonders geeignet ist die Lesenacht für die Klassenstufen eins bis sechs.
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Leseförderung mit Hund
Die Grundschule „Am Stollen“ in Ilmenau (3. Platz beim Deutschen Lesepreis 2018) setzt, wie inzwischen immer mehr Schulen, auf tierische Leselernhelfer. Einmal pro Woche dürfen Schüler Hund Barny vorlesen. Der große Vorteil: Tiere kritisieren und werten nicht und geschulte Hunde sind geduldige Zuhörer, die sich zudem über Streicheleinheiten freuen. Schüchterne und verhaltensauffällige Kinder profitieren besonders von der Vorlesezeit mit Hund.
Mehr Informationen, wie Hunde im Bereich der Leseförderung eingesetzt werden können, gibt’s im Beitrag „Leselernhelfer auf vier Pfoten“.
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Lesetandem
In den Lesekonzepten einer ganzen Reihe von Schulen sind Lesetandems ein fester Bestandteil. Das Lesetandem gehört zu den Lautleseverfahren und wird als Partnerarbeit durchgeführt. In der Regel bestehen die Tandems aus einem Schüler, der bereits gut lesen kann (oder einem Erwachsenen), dem „Lesetrainer“, und einem „Lesesportler“, der seine Lesekompetenz noch trainieren muss.
Die Texte werden mehrmals hintereinander gelesen, oft werden vier Durchgänge empfohlen. Zu den Trainingsmethoden gehören das gemeinsame Lesen von Texten und das halblaute oder laute Vorlesen, wenn sich der Lesesportler sicherer mit dem Text fühlt. Dadurch sollen Lesegeschwindigkeit und –genauigkeit, eine richtige Betonung der Worte und eine Automatisierung von Wortbildern gefördert werden. Der Trainer kann seinen Schüler bei Schwierigkeiten unterstützen, indem er Fehler verbessert und unbekannte Worte erklärt. Auch er übt seine Lesekompetenz, da man Fehler nur erkennt, wenn man genau mitliest. Und ganz wichtig: Der Lesetrainer lobt seinen Sportler!
Das Training sollte am besten mehrmals pro Woche für etwa 15 Minuten durchgeführt werden.
Das wissenschaftlich gut evaluierte und ausgewertete Konzept soll Kinder helfen, flüssig lesen zu lernen. Denn flüssiges und sinnentnehmendes Lesen sind eng miteinander verbunden.
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Vorlesepausen:
Na klar, Schüler brauchen Pausen, um sich zu bewegen und auszutoben. Mindestens genauso wichtig sind aber auch Möglichkeiten, in ruhiger Atmosphäre zu entspannen und den Schulalltag kurz zu vergessen. Und wie könnte das besser klappen, als mit einer spannenden Geschichte?
In Vorlesepausen lesen meist ältere Schüler den Jüngeren ein- bis zweimal wöchentlich in einer Pause vor.
Kurzgeschichten, Märchen oder Lieblingsstellen aus Büchern machen den Kleinen Lust auf mehr und die Vorleser trainieren dabei ihre Lesefähigkeiten.
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Lesebazillus
In der Bücherei der Weibelfeldschule in Dreieich (1. Platz beim Deutschen Lesepreis 2017) grassiert der Lesebazillus! Er lebt in Büchern und je besser das Buch ist, umso größer ist der darin hausende Bazillus. Durch Lesen machen sich die Schüler auf die Suche nach dem größten Lesebazillus :)
Die Lesebazillus-Aktion findet in allen 5. Klassen der Schule statt: Die Schüler lesen Bücher, die Ihrem Lesevermögen und ihren Vorlieben entsprechen und füllen danach einen Steckbrief zu dem Buch aus. Neben allgemeinen Angaben dürfen sie hier schreiben, wie ihnen das Buch gefallen hat oder warum es ihren Geschmack nicht getroffen hat.
Die Schule verfügt über eine gut ausgestattete Bücherei mit eigenem Lesebazillus-Raum, in dem die Schüler aus vielen geeigneten Kinderbüchern ihre Lektüre auswählen können. Wenn die Kinder nach einigen Wochen ein oder mehrere Bücher gelesen und bewertet haben, stellen sie sie der Klasse im Rahmen einer Buchbesprechung vor. Zusammen mit den Mitschülern wird dann beratschlagt, in welchen Büchern die größten Lesebazillen wohnen (also welches die beliebtesten Bücher sind).
Zu diesen Büchern basteln, malen und schreiben die Schüler z.B. Plakate, Zeitungsberichte, Lieder und Gedichte. Diese kreativen Ergebnisse werden in der Bücherei und einer Buchhandlung ausgestellt.
Mehr über das Projekt erfahren Sie hier.
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Leseabenteuer-Spaziergang:
Im Rahmen einer Leseprojektwoche bietet die Hans-Carossa-Grundschule in Passau ihren Schülern einen Leseabenteuer-Spaziergang an. Überall im Schulgebäude werden nummerierte Sequenzen einer Geschichte aufgehängt. Die Schüler erhalten eine Karte mit der sie die Nummern finden können. Besonders toll: Sie können selbst entscheiden, wie die Geschichte weitergehen soll! So erliest sich jeder seinen eigenen Leseabenteuer-Spaziergang durch die Schule :)
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Freie Lesezeit
Gleich mehrere Schulen auf der Liste der 10 für den Lesepreis 2018 nominierten Schulen integrieren freie Lesezeiten in den Schulalltag. An einer Berliner Schule (Kath. Schule Bernhard Lichtenberg) gibt es ganze „Schmökerstunden“, die an zum Schuljahresbeginn festgelegten Tagen stattfinden. Die Schüler dürfen es sich dann mit ihrem Buch eine Schulstunde lang auf dem Schulgelände gemütlich machen.
Regelmäßige freie Lesezeiten etablieren eine Leseroutine, was besonders für Schüler im Übergang zur Pubertät sinnvoll ist, um einen „Leseknick“ zu vermeiden. In den Schulen dauern die Leseeinheiten zwischen 10 und 20 Minuten und finden teilweise täglich statt. In der Regel wählen die Schüler ihre Lektüre selbst aus.
Damit die freie Lesezeit von den Schülern nicht als Zeitverschwendung angesehen wird, ist es wichtig ein paar Rahmenbedingungen festzulegen:
- Sie informieren die Schüler über die Ziele der Aktion: z.B. Interesse am Lesen etablieren, Lesekompetenz verbessern
- Wenn das Buch vergessen wird, steht eine Auswahl an Ersatzbüchern zur Verfügung.
- Das Lesen ist Teil des Unterrichts und die Schüler dürfen während der Lesezeit keine anderen Aufgaben erledigen.
- Während der Lesezeit muss es möglichst ruhig im Klassenzimmer sein.
- Sinnvoll ist es, die Schüler kurze Informationen über das Gelesene notieren zu lassen (gelesene Seitenzahl, Inhalt, Anmerkungen …)
Sie können den Schülerinnen und Schülern auch Arbeitsblätter zur Verfügung stellen, mit denen Sie die Bücher und Texte bewerten können. Hier haben wir für Sie Material zum Download vorbereitet: