Erlebnis Schülerfirma – Was macht das Projekt aus?
Für wen ist es geeignet?
Schülerfirmen werden v. a. an weiterführenden Schulen ab der Sekundarstufe I gegründet. Es gibt vereinzelt aber auch Grundschüler, die schon als Unternehmer aktiv werden. Je jünger die Schüler sind, umso mehr Unterstützung benötigen sie von den betreuenden Lehrerinnen und Lehrern. Besonders in der Gründungsphase sind die Jungunternehmerinnen und -unternehmer deshalb auf Hilfe und Tipps von Lehrerinnen und Lehrern angewiesen, die sie als Mentorinnen und Mentoren unterstützen. Damit das Projekt ein Erfolg wird, ist viel Engagement von allen Beteiligten nötig.
Sind Vorkenntnisse nötig?
Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das das nötige Know-how wird praxisnah und Schritt für Schritt im Rahmen des Projekts gemeinsam erarbeitet.
Wie lange dauert das Projekt?
Anders als die meisten anderen Schulprojekte ist die Dauer nicht auf Tage oder Wochen, sondern auf mehrere Monate angelegt. Oft wird das Projekt „Schülerfirma“ über ein gesamtes Schuljahr oder länger betrieben. Manche Schülerfirmen kommen so gut an, dass sie von nachfolgenden Schülergenerationen weitergeführt werden oder von den Schülern zu richtigen Unternehmen transformiert werden. Grundsätzlich haben Schülerfirmen natürlich aber v. a. einen pädagogischen Charakter und sollten eine pädagogische Zielsetzung verfolgen.
Wie kann die Schülerfirma in den Schulalltag integriert werden?
Schülerfirmen können auf verschiedene Weise in den Unterricht eingebunden werden:
- Fachunterricht: Häufig im Wirtschaftsunterricht, idealerweise kombiniert mit fächerübergreifenden Themen wie Mathematik, Kunst oder Sozialkunde.
- Neigungsangebote: Als freiwilliges Projekt außerhalb des regulären Unterrichts.
- Schülerinitiativen: In einigen Schulen entstehen Schülerfirmen aus eigener Motivation der Schüler.
Welche Rolle haben Lehrkräfte?
Eine zentrale Aufgabe übernehmen die betreuenden Lehrkräfte: Sie begleiten das Projekt als Mentorinnen und Mentoren pädagogisch, unterstützen bei organisatorischen Fragen und haben die rechtliche Seite im Blick. Sie können bei der Einführung in grundlegende Projektmanagement-Methoden helfen, wie die Arbeit mit To-Do-Listen, Kanban-Boards und Zeitplänen, Soft Skills wie Kommunikation, Teamarbeit und Problemlösung vermitteln und bei der Planung und Durchführung von Meilensteinen sowie regelmäßigen Feedbackschleifen unterstützen.
Bevor es losgehen kann - Die Planung
Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen
Um rechtlich abgesichert zu sein, sollte die Schülerfirma durch die Schulleitung als schulische Veranstaltung genehmigt werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Schülerfirma als Projekt externer Institutionen durchzuführen, wobei deren Versicherungs-Regelungen zu beachten sind. So abgesichert gelten für Schülerfirmen viele Vereinfachungen und Privilegien, was v. a. die rechtlichen Vorgaben, Steuern und Versicherungen betrifft.