Projektarbeit im Kindergarten
Projekte mit Kindern sollten gründlich geplant werden. Die einzelnen Schritte im Projektablauf haben wir im Beitrag
„Projekte im Kindergarten: Praxisideen und Material“ genau beschrieben.
Kurz zusammengefasst, gliedert sich der Projektablauf in diese einzelnen Phasen:
- Beobachten und Thema auswählen: Dieses Thema sollte die Interessen der Kinder ansprechen und für das jeweilige Alter in der Gruppe angemessen sein. Zum Beispiel können Themen wie "Tiere", "Natur", "Farben", "Transport" oder "Gesunde Ernährung" gewählt werden.
- Projektplanung: Gemeinsam mit den Kindern wird ein Projektplan entwickelt. In der gemeinsamen Diskussion teilen die Kinder, was sie über das Thema lernen möchten. In der Gruppe wird eine Liste von Aktivitäten, die im Laufe des Projekts durchgeführt werden können, erstellt.
- Recherche und Entdeckung: Bei der Recherche und Entdeckung des gewählten Themas können Bücher vorgelesen oder Videos angesehen werden.
- Kreative Aktivitäten: Kreative Aktivitäten eignen sich hervorragend, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, die gesammelten Eindrücke zum Projektthema zu vertiefen und zu verarbeiten.
- Experimente und praktische Erfahrungen: Auch das Experimentieren oder themennahe Tätigkeiten helfen dabei, die Projektarbeit mit Kindern abwechslungsreich zu gestalten. Das gemeinsame Kochen zum Thema Ernährung oder das Untersuchen und Verändern von Schatten unterstützen die kindliche Neugier und die kognitiven Fähigkeiten.
- Dokumentation & Reflexion: Das Projekt sollte durchgehend in Bild und Text festgehalten werden, um Fortschritte aufzuzeigen oder auch den Kindern immer wieder die Möglichkeit zu geben, das bisher geschaffte Revue passieren zu lassen. Auch die kontinuierliche Reflexion ist fester Bestandteil von Projekten. Einzelne Abschnitte werden gemeinsam unter die Lupe genommen. Lässt das Interesse am Projektthema nach, kann durch neue Ideen oder Aktivitäten neuer Schwung in die Projektarbeit kommen.
- Präsentation: Gegen Ende des Projektes sollten die Kinder die Gelegenheit erhalten, ihre Arbeit zu präsentieren und ihre Erfahrungen zu reflektieren. Eine kleine Aufführung, eine Ausstellung oder ein Eintrag im Portfolio der Kinder gibt auch den Sorgeberechtigten einen Einblick in die Projekte in Kindergarten und Kita.
Wie entstehen Schatten?
Kindergartenkinder sind fasziniert von ihrer Umwelt. Dinge, die für Erwachsene alltäglich sind, bieten für Kinder die Inspiration zum Experimentieren und Untersuchen. Eines dieser alltäglichen Phänomene wird jetzt zum Thema des Kindergartenprojektes: Schatten!
Aber wie entstehen Schatten eigentlich? Um dies zu verstehen, müssen wir über das Licht sprechen. Licht ist eine Form der Energie, die sich in geraden Linien ausbreitet. Es wird von Lichtquellen wie der Sonne, Lampen oder Kerzen ausgesendet. Wenn das Licht auf ein Objekt trifft, kann es auf verschiedene Arten interagieren: Es kann absorbiert, reflektiert oder gebrochen werden.
In Bezug auf Schatten ist vor allem die Lichtabsorption und -reflexion wichtig. Wenn das Licht auf ein Objekt trifft, kann dieses einen Teil des Lichts absorbieren und den Rest reflektieren. Das reflektierte Licht gelangt dann in unsere Augen und ermöglicht es uns, das Objekt zu sehen. Aber was passiert mit dem absorbierten Teil des Lichts?
Nun, wenn Licht auf ein Objekt trifft und dieses einen Teil des Lichts absorbiert, entsteht auf der gegenüberliegenden Seite des Objekts ein Bereich, in dem kein Licht ankommt. Das führt zur Bildung eines Schattens. Der Schatten ist also der dunklere Bereich hinter dem Objekt, wo kein direktes Licht hingelangt.
Um den Kindern dieses Konzept spielerisch zu erklären, kann entweder ein Projekttag oder eine ganze Projektwoche geplant werden. Während des gewählten Projektzeitraums wird das Thema Schatten in vielen verschiedenen Formen untersucht und herausgearbeitet.
Wird die Entstehung von Schatten erklärt und den Kindern ermöglicht, sie selbst zu erforschen, eröffne sich neue Perspektiven auf das Thema. Schatten sind faszinierend und können zu fantasievollen Spielen und kreativen Entdeckungen anregen.
Aktivität: Schattentheater
Ein Schattentheater entsteht draußen ganz einfach mit einem mit Baum-Tipi oder einem aufgespannten Baumwolltuch. Für das ganze Jahr eignet sich ein Schattentheater aus Holz, das mit einer Lampe an der Rückseite beleuchtet wird. Die Figuren für das Schattentheater können als kleines Bastelprojekt selbst hergestellt werden. Dafür die gewünschten Figuren aus dickem Tonkarton ausschneiden und auf Holzstäbchen klebt. Als Kulisse kann Tonkarton in die Führungsschiene gesteckt werden.
Damit man die Schatten besser sieht, wird der Tisch, auf dem das Schattentheater steht, mit einem schwarzen Tuch verhüllt. So können sich die Kinder besser auf das Spiel konzentrieren. Auch für Leuchttische eignen sich Schattentheater. Die Figuren werden in einem abgedunkelten Raum auf einem Leuchttisch bewegt, während dazu eine Geschichte erzählt wird.