Ein Dino aus Papprollen und einem Pappteller gebastelt, weckt das Interesse an der Zeit der Dinosaurier.
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Veröffentlichung: 09.02.2022

Projekte im Kindergarten „Dinosaurier“

Dinosaurier sind für viele Kinder, nicht nur in Kindergarten und Kita, ein interessantes und großes Wissensgebiet. Bei einem „Dino-Projekt“ geht es nicht nur um das reine Wissen der bekanntesten Saurierarten. Das Kennenlernen des Erdmittelalters (Mesozoikum) gehören ebenso zur Auseinandersetzung mit den Dinosauriern wie Bastel- und Spielideen rund um die Urzeitechsen.
Janine Landwermann
Janine Landwermann
Online-Redakteurin

Das Thema Dinosaurier vorbereiten

Die Entstehungsgeschichte der Tierwelt und der Dinosaurier ist für kleine und große Tierforscher und Urzeitfreunde faszinierend. Im Vorfeld des Projektes wird durch die beteiligten Erzieherinnen und Erzieher in einer ersten Beobachtung das Interesse der Gruppe an dem geplanten Thema ermittelt. Durch kurze Impulse und Gespräche können die pädagogischen Fachkräfte erkennen, ob eine Vertiefung des Themas „Dinosaurier und Urzeit“ Sinn macht. Auch der Kenntnisstand der Kinder zum Thema wird in diesen ersten Gesprächen – die durch gezielt ausgewählte Bücher oder Spiele entstehen – ermittelt und bildet die Basis für die weitere Projektplanung. 

Weitere Informationen und Downloads für die Projektarbeit in Kindergarten und Kita gibt es im Blogbeitrag „Projekte im Kindergarten – Praxisideen und Material“. 

Informationen zu Mesozoikum & Dinosaurierarten

Das Mesozoikum wird auch als Erdmittelalter bezeichnet. Es begann vor circa 245 Millionen Jahren und endete vor ungefähr 66 Millionen Jahren. Dieser Zeitraum bestand aus drei Teilen: Trias, Jura und Kreidezeit. Während dieser Periode herrschten die Dinosaurier über die Erde. Zu Beginn der Trias entstanden erste Flug- und Fischsaurier und in der nächsten Periode (Jura) erste Vögel, Farne und viele Saurierarten, bevor in der Kreidezeit weitere Dinosaurierarten hinzukamen, um dann gegen Ende der Kreidezeit auszusterben. 

Während die Umwelt auf dem Superkontinent Pangea (also der Landmasse, die bis zum Auseinanderdriften der einzelnen Kontinente existierte) durch Wüsten geprägt. Zu Beginn des Mesozoikums veränderte sich das Klima auf der Erde. Es wurde tropisch. Die Entstehung der heute bekannten Ozeane durch die Aufteilung der einzelnen Kontinente begünstigte außerdem die Entstehung von unterschiedlichen Jahreszeiten. 

Dinowissen besteht aber nicht nur aus den groben Eckdaten der Zeit, in der diese Urzeitriesen die Erde bevölkert haben. Projekte in Kindergarten und Kita stellen natürlich an erster Stelle die Verbindung der Lebenswelt der Kinder und dem ausgewählten Thema in den Vordergrund. Das Sammeln von Kinderfragen und die Beantwortung ebendieser im Laufe des Projektes fördern die Lernbegeisterung und stärken den partizipatorischen Gedanken.

Fragen rund um das Leben und Aussterben der Dinosaurier gibt es natürlich viele: 

  • Gibt es heute noch Dinosaurier? Nein, aber wir können noch immer Fossilien finden, die als versteinerte Überreste der Dinozeit in Gestein auf uns warten. Die Nachfahren der Dinos leben heute mitten unter uns: die Vögel.
  • Was haben Dinosaurier gefressen? Genau wie in der heutigen Tierwelt gab es Fleischfresser und Pflanzenfresser und auch einige Allesfresser.
  • Wie viele Zähne hat ein Dinosaurier? Die Anzahl der vorhandenen Zähne variiert von Saurier zu Saurier. Ein T-Rex zum Beispiel hatte circa 60 Zähne. Der Brachiosaurus besaß zwar Zähne, um Nahrung zu zerkleinern schluckte er allerdings Steine. Und der Diplodocus ließ sich immer wieder neue Zähne wachsen, wenn sie abgenutzt waren.
  • Woran sind die Dinosaurier gestorben? Hier ist sich die Wissenschaft noch immer nicht einig. Es gibt die Vermutung, dass ein Meteoriteneinschlag so viel Staub in die Atmosphäre wirbelte, dass das bisherige Leben auf der Erde nicht mehr möglich war. Auch ein Vulkanausbruch oder die allgemeine klimatische Veränderung durch Verschiebung der Kontinente sind mögliche Erklärungen für das Verschwinden der Dinosaurier.
  • Haben Menschen Dinosaurier gejagt? Nein, Menschen und Dinosaurier sind sich nie begegnet. Die Menschen haben sich erst viele Millionen Jahre später entwickelt und die Erde besiedelt. 

Weitere Informationen und Übersichten zum Thema Urzeit und Dinosaurier gibt es in den Quellen am Ende des Beitrags.

Spiele und Aktivitäten

Das tanzende Dinosaurier-Ei

Ein Luftballon bildet in diesem Spiel das Dino-Ei. Alle Kinder sitzen oder stehen im Kreis. Musik spielt im Hintergrund. Während die Musik läuft, wird das Ei schnell von einem Kind zu seinem Nachbarn weitergegeben. Stoppt die Musik, ist das Kind, welches das Dino-Ei noch in der Hand hält, geschlüpft und darf tanzend den Kreis verlassen. Wenn alle Dinos tanzen, ist das Spiel zu Ende :)

Tauziehen auf dem Vulkan

Zur Vorbereitung wird ein roter Teppich oder ein rotes Handtuch auf den Boden gelegt. So entsteht der „Vulkan“ Nun werden die Kinder in 2 Dino-Gruppen eingeteilt. Im Anschluss folgt der Spieleklassiker „Tauziehen“. Der Unterschied besteht darin, dass eine Dino-Gruppe versucht, das andere Team in die Lava zu ziehen. 

Weitere Ideen:

Nicht nur zukünftige Paläontologinnen und Paläontologen werden viel Spaß an Ausgrabungsarbeiten haben. 

Fossilien suchen

Im Vorfeld können hierzu mit kleinen Spielzeug-Dinosauriern Fußabdrücke oder die komplette Dino-Figur in Salzteig gepresst werden. Diese dann einzeln trocknen oder ausbacken. Die so entstandenen Lebenszeichen aus der Urzeit können in einer Sinneswanne mit gefärbtem Reis oder mit Sand versteckt werden, um dann von kleinen Forscherinnen und Forschern ausgegraben zu werden.

Dino-Eier aus Salzteig herstellen

Aus Salzteig kann man auch Dinoeier basteln. Dazu werden kleine Dinosaurier in den Eiern versteckt oder wahlweise auch bunte Murmeln oder andere Kleinigkeiten, die das Aufbrechen des Eis überstehen. 
Damit das Dino-Ei noch echter aussieht, kann grüne Lebensmittelfarbe verwendet werden. In den gefärbten Salzteig den Dino eindrücken und zu einem Ei formen. Das Ei wird nun zum Trocknen an einen warmen Ort gelegt. Tipp: Wenn die Figur vorher etwas eingeölt wird, lässt sie sich später einfacher vom Salzteig befreien. Je nachdem, wie groß die Salzteig-Eier sind, kann das Trocknen 1-3 Tage dauern. Je länger sie trocknen, desto härter werden sie und werden damit immer schwieriger zu öffnen – für kleinere Kinder also lieber kürzer trocknen lassen.
Wer sich die lange Vorbereitungszeit sparen möchte, kann die Dino-Eier auch bei ungefähr 110 °C für 70 Minuten in den Backofen legen. Das gelingt am besten, wenn zunächst mit einer geringeren Temperatur gestartet wird, die dann langsam erhöht wird. So bekommt der Salzteig keine Risse.

Eingefärbter Salzteig mit Murmeln oder kleinen Dinos gefüllt.
Dino-Eier und Fossilien aus Salzteig

Dino-Kekse

Natürlich kann auf diese Weise nicht nur Salzteig verziert werden. Passend zu vielen weiteren Aktivitäten des Dinosaurier-Projekts sind auch „Dinosaurier-Kekse“ eine schmackhafte Abwechslung. Hierzu einen Keksteig anrühren (z. B. für die finnischen Lusikkaleivät-Kekse) und die Füße von kleinen Spielzeug-Dinosauriern in den Keksteig drücken. Kekse entsprechend des Rezeptes ausbacken.

Kristalle aus Zucker züchten

Auch selbstgemachte Kristalle passen hervorragend zu einem Dino-Projekt. 

Material: Zucker, Wasser, Hozstäbchen, ein Glas, Wäscheklammer, Lebensmittelfarbe (optional)

So geht’s: Holzstäbchen anfeuchten und auf einem kleinen Teller in Zucker wenden. Trocknen lassen. In der Zwischenzeit Wasser und Zucker in einem Topf vermischen. Das Mischverhältnis ist 1:3 (also 1 Glas Wasser und 3 Gläser Zucker). Anschließend wird das Gemisch langsam erhitzt und dabei immer wieder gerührt. Ziel ist, dass der Zucker sich komplett aufgelöst hat und die Lösung klar ist. Die Lösung danach in das saubere, kalt ausgespülte Glas füllen.Wer farbige Kristalle haben möchte, färbt die Lösung noch mit Lebensmittelfarbe. Tipp: Nicht zu sparsam mit der Farbe sein. Die getrockneten Holzstäbchen nun mit der Wäscheklammer in das Glas mit der Lösung hängen. Das Stäbchen darf dabei nirgendwo an das Glas stoßen. Jetzt dauert es circa 10 Tage, bis die Kristalle eine gute Größe erreicht haben. Die Zuckerkristalle eignen sich hervorragend, um Tee zu süßen :)

Zuckerkristalle einfach selbst machen, mit einem Holzstäbchen, Wasser und Zucker.
Zuckerkristalle züchten, Tag 1
Zuckerkristalle in Wasser züchten
Zuckerkristalle züchten, Tag 10
Selbstgezüchtete Zuckerkristalle

Vulkanausbruch Experiment 

Einen Kunststoffbecher mehr als halbvoll mit warmem Wasser füllen. Den Becher auf den Boden stellen und den Vulkankegel bauen (z. B. aus Sand, Erde oder Steinen). Nach dem Bau 2 EL Backpulver, ½ TL Salz und Lebensmittelfarbe hinzugeben und vermischen. Mit einem Spritzer Spülmittel schäumt der Vulkanausbruch noch mehr. Jetzt Essig in den Becher geben und schon geht es los. 

Warum passiert das? 
Werden Backpulver und Essig vermischt, passiert eine chemische Reaktion. Dabei entsteht Kohlendioxid, das Blasen bildet und die Mischung sprudeln lässt.

Vulkanausbruch mit Natron und Essig

Dinostarke Arbeitsblätter zum Download:

Kleine Arbeitsblätter für Vorschülerinnen und Vorschüler oder Schneideblätter für alle, die ihre Auge-Hand-Koordination üben möchten.

Reime

Dinosaurier basteln

Dinos aus Papptellern

Material: Pappteller, Krepppapier oder mit Wasserfarben eingefärbtes Küchenpapier, Tonpapier, Papprolle, Bastelkleber, Klebefilm, Fasermaler

So geht’s: Aus dem Tonpapier Hals, Schwanz und – wenn gewünscht – Stacheln ausschneiden. Den Pappteller in der Mitte knicken und Hals sowie Schwanz und Stacheln innen auf den Rand kleben. Pappteller zusammenkleben oder mit Heftklammern fixieren. Die Füße können aus Wäscheklammern bestehen, die nun von unten an den Dinosaurierbauch geklemmt werden. Eine andere Möglichkeit sind Papprollen, die mit 2 gegenüberliegenden Schlitzen an einer der offenen Seiten versehen werden. In diese Schlitze wird dann der Pappteller-Dinosaurier geklemmt.

Wer möchte, kann dem gebastelten Dino auch noch einen Namen geben. Unsere Testbastler (4 und 6 Jahre alt) haben nach eigener Aussage einen „Pupsosaurus“ und einen „Furzeratops“ erschaffen :)

Dinosaurier aus einem Pappteller und Papprollen gebastelt.

Dino-Kopfschmuck

Material: 4 Streifen grünes Tonpapier, 2 Tonpapierstreifen in der doppelten Breite, Klebestift, Klebefilm, Schere

So geht’s: Die Tonpapierstreifen sollten die Länge eines DIN-A-4-Papiers haben. Hierzu den Bogen DIN A4 Papier der Länge nach halbieren. Die Hälften durch falten wieder halbieren usw. 4 der entstandenen Streifen werden abgeschnitten. Aus den verbleibenden Streifen entstehen die Stachel. Hierzu die breiten Streifen über die ganze Länge mittig falten und Zacken ausschneiden (die dann auseinandergeklappt werden können). 2 schmale Streifen miteinander verbinden sodass ein Kreis entsteht. 2 weitere Streifen aneinanderkleben und auf diesem langen Streifen die ausgeschnittenen Stachel befestigen. Dieses Stachelband nun an der Stirnseite des Kreises befestigen und ebenfalls an der Seite für den Hinterkopf. Fertig ist der stachelige Dino-Kopfschmuck.
Ein Dino-Kopfschmuck ganz einfach aus Papierstreifen gebastelt.

Bonus-Idee: 

Der Dinosaurier-Bewegungswürfel

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Wer schreibt hier?

Janine Landwermann
Online-Redakteurin
Erinnern Sie sich noch an den Namen „Ihrer“ Erzieherin aus dem Kindergarten? Ich erinnere mich noch sehr gut an Frau Müller und die endlose Geduld, mit der sie uns Kinder damals im turbulenten Erzieher-Alltag gebändigt, motiviert, begleitet und unterstützt hat. Seit 2013 recherchiere ich bei Betzold in Ellwangen für Sie und Frau Müller Wissenswertes und Hilfreiches aus den Bereichen Pädagogik, Bildung und Organisation. 
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